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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Karin Prien

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Gemeinsame Erklärung von Schura, VIKZ, DITIB, AMJ mit Kulturministerin Karin Prien



Letzte Aktualisierung: 23.11.2023

KIEL. Zu einem gemeinsamen Gespräch in Kiel haben sich in der vergangenen Woche (13. November) Ministerin Prien und die Vertreterin und die Vertreter der vier muslimischen Verbände in Schleswig-Holstein getroffen (Schura, VIKZ, DITIB, AMJ)*. Gemeinsam betonten sie, dass jegliche Form von Antisemitismus konsequent abzulehnen sei. Das Existenzrecht Israels sowie die Anerkennung und Verteidigung eines offenen, lebendigen jüdischen Lebens ohne Angst als Teil der religiösen Vielfalt unseres Landes seien für sie nicht verhandelbar, so die Verbandsvertreter.

Ein ehrlicher und konstruktiver Dialog sei wichtig in dieser Zeit großer gesellschaftlicher Herausforderungen. Deswegen begrüßten sie die Fortsetzung des konstruktiven und verbindlichen Austausches mit der Landesregierung.

„Seit dem schrecklichen Terroranschlag und den Morden der Hamas an Jüdinnen und Juden erleben wir auch hier in Deutschland eine emotional schwierige und politisch aufgeheizte Atmosphäre. Jüdische Menschen müssen weltweit aber auch in Deutschland um ihr Leben fürchten und können ihre Religion nicht offen leben. Demokratiefeindliche Extremisten, darunter auch islamistische Extremisten, tragen auf unseren Straßen dazu bei, die Stimmung weiter aufzuheizen. Dagegen müssen sich Rechtsstaat und Zivilgesellschaft konsequent zur Wehr setzen. Gleichzeitig gilt: Muslimisches Leben gehört ebenso selbstverständlich zu Deutschland wie jüdisches Leben und christliches Leben. Deshalb müssen wir neben dem Antisemitismus jegliche Formen von Rassismus bekämpfen, dazu gehört auch Muslime nicht unter Generalverdacht zu stellen. Es ist gerade jetzt sehr wichtig miteinander zu sprechen und im Austausch zu bleiben“, sagte Ministerin Prien. Die Vertreter der muslimischen Verbände betonten weiterhin, dass auch palästinensisches Leid Anerkennung finden müsse.

Hintergrund des Gesprächs ist ein Dialogprozess, den die Landesregierung durch Karin Prien als zuständiger Ministerin für Religionsangelegenheiten bereits in der vergangenen Legislaturperiode mit den muslimischen Verbänden begonnen und bisher in vier Runden Tische zu verschiedenen Themen durchgeführt hat.

Mit diesen Treffen in vertrauensvoller und offener Atmosphäre sei nach Ansicht aller Beteiligten ein Weg bereitet worden, um zunächst über zu verständigende Eckpunkte auf dem Weg zu möglichen Vereinbarungen zwischen dem Land und einzelnen muslimischen Verbänden zu kommen.

*SCHURA - Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein e.V., Verband der Islamischen Kulturzentren, Islamische Religionsgemeinschaft DITIB Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. sowie Ahmadiyya Muslim Jamaat.

Verantwortlich für diesen Pressetext: David Ermes | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-2369 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

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