RENDSBURG. Die Rolle und die Aufgabe von Kultur im Rahmen des aktuellen und künftigen gesellschaftlichen Transformationsprozesses – das war das Thema der Rede von Kulturministerin Karin Prien heute (19. Juni) bei der Landeskulturkonferenz im Rendsburger Nordkolleg. „Kunst und Kultureinrichtungen sind dazu in der Lage, gesellschaftliche Prozesse, Veränderungen und Diskussionen abzubilden. Durch ihre Kreativität und ihr Improvisationstalent können sie versuchshalber alternative Lebensmöglichkeiten zur Schau stellen. Das ist gerade in der Zeit des Umbruchs von unschätzbarer Bedeutung
“, sagte sie.
Prien betonte, dass die Kultur Unterstützung brauche, um diesen Auftrag erfüllen zu können. Die großen transformatorischen Aufgaben, die jetzt neben der akuten Krisenbewältigung anstünden, erforderten jedoch viel Kraft und „einen langen Atem
“. Umso wichtiger sei es, den bewährten Dialog zwischen allen Akteuren fortzusetzen. Ziel der Kulturpolitik des Landes sei es, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass sich Kunst und Kultur in ihrer Vielfalt frei entfalten könnten. Prien: „In Schleswig-Holstein ist Artikel 13 der Landesverfassung maßgebend. Er besagt, dass das Land, gemeinsam mit den Kommunen, die Kunst schützt und fördert.
“ Dieser Auftrag werde nun mit den kulturpolitischen Leitlinien konkretisiert. „Wir haben den Anspruch, auf der Höhe der jeweiligen Zeit Orientierung für die Kulturpolitik des Landes zu bieten
“, sagte Prien und verwies auf die Kernthemen der Leitlinien:
- Unterstützung von Veränderungsprozessen
- Digitale Transformation
- Ökologische Nachhaltigkeit
- Kulturelle Teilhabe und Diversität
- Kreative und kooperative Räume
„Damit greifen wir die großen Transformationenthemen auf, die uns in nahezu sämtlichen Lebensbereichen begegnen und die auch vor den Kultureinrichtungen nicht Halt machen
“, erläuterte die Ministerin. Die Entwicklung der neuen Kulturkonzeption des Landes sei im Rahmen von Kulturdialogen und Workshops erarbeitet worden. Den erschwerenden Corona-Bedingungen zum Trotz – sei sie partizipativ gemeinsam mit den Stakeholdern der schleswig-holsteinischen Kulturszene entwickelt worden. In einem umfangreichen, mehrstufigen Prozess seien zeitgemäße Form gefunden worden. Die kulturpolitischen Leitlinien seien derart gestaltet, dass sie keine starren Ziele vorgeben, sondern eben Linien definieren, an denen entlang auch in Zeiten größerer Veränderungen flexibel agiert werden kann.
Die kulturpolitischen Leitlinien sollen im September im Kabinett und im Oktober im Landtag vorgestellt werden.
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