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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Dr. Dorit Stenke

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Bildungsministerin Karin Prien im Landtag: „Kenntnisse über Minderheiten sind die Grundlage für Respekt und Toleranz und der beste Schutz für Minderheiten“



Letzte Aktualisierung: 14.06.2023

KIEL. Im Landtag erläuterte Bildungsministerin Karin Prien heute (14. Juni) den Bericht der Landesregierung zur Förderung der Nachbarsprache Dänisch. Bei der Gelegenheit hob sie auch die wichtige Rolle der Schulen bei der Vermittlung von Respekt und Toleranz gegenüber Minderheiten hervor: „Schleswig-Holstein ist ein Land der kulturellen Vielfalt: Die dänische Minderheit, die friesische Volksgruppe, die Gruppe der Niederdeutsch sprechenden Menschen und die Minderheit der deutschen Sinti und Roma prägen unser Land. Unsere Schulen leisten eine hervorragende Arbeit bei der Wissens- und Sprachvermittlung zu den Minderheiten in unserem Land. Dafür möchte ich ihnen einen großen Dank aussprechen.“

Prien berichtete, dass im aktuellen Schuljahr 65 Schulen in Schleswig-Holstein Dänischunterricht anbieten. Knapp der Hälfte davon sind Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe, die andere Hälfte sind Grundschulen, Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe, Gymnasien und berufsbildende Schulen. Gut zwei Drittel der Schulen liegen im Landesteil Schleswig aber auch im Landesteil Holstein wird Dänischunterricht an allen Schularten erteilt.

Besondere Vorhaben zur Nachbarsprache können im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg A „Deutschland-Danmark“ realisiert werden. Das Regionskontor & Infocenter der Region Sønderjylland-Schleswig in Padborg ist Kooperationspartner des IQSH. Es bietet über die Materialerstellung hinaus Möglichkeiten, über die Einwerbung von Interreg-Mitteln grenzübergreifende Vorhaben als EU-Projekte umzusetzen. Prien will die Zusammenarbeit Regionskontor Sønderjylland-Schleswig fortsetzen und ausbauen ebenso wie das Modellschulkonzept Dänisch an Grundschulen. Dafür sollen insbesondere in der Fehmarnbelt-Region weitere Grundschulen gewonnen werden, die ein freiwilliges Unterrichtsangebot für Dänisch einrichten. In einem weiteren Schritt soll außerdem der Ausbau des Dänischunterrichts in der Sekundarstufe I und II angestrebt werden.

Zur Förderung der Nachbarsprache tragen nach Aussage von Ministerin Prien auch die zahlreichen Partnerschaftsverbindungen mit dänischen Schulen bei. Dänemark ist das mit Abstand am häufigsten genannte Zielland für internationale Partnerschaften - 98 von 195 Schulen geben Dänemark als Zielland an. Gemeinsam mit dem Dänischen Schulministerium und dem Nationalen Fremdsprachenzentrum der Universität Kopenhagen sei beschlossen worden, 20 weitere Oberschulpartnerschaften zwischen dänischen und schleswig-holsteinischen Schulen zu vermitteln. Mit Beginn des Schuljahres 2022/23 kamen bereits acht neue Oberstufenschulpartnerschaften zustande, darunter auch eine berufsbildende Schule.

„Die Wissensvermittlung zu Minderheiten ist uns ein wichtiges Anliegen“, sagte Prien weiter. Dazu gehöre selbstverständlich auch die Förderung der Regional- und Minderheitensprachen. „Im Nachtragshaushalt 2023 haben wir beschlossen, dass zum Schuljahr 2023/24 beim IQSH eine Stelle für die 2. Phase der Lehrkräfteausbildung in den Regional- und Minderheitensprachen, insbesondere Friesisch eingerichtet wird“, so Prien. Das IQSH sehe zudem derzeit vor, Friesisch, Dänisch und Niederdeutsch in der Lehrkräfteausbildung mit Teilressourcen zu stärken.

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-2369 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de 

 

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