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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Dr. Dorit Stenke

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Bildungsministerin Karin Prien im Landtag:

Schülerfeedback ist ein wirkungsvolles Instrument der Demokratiebildung und zur Qualitätsverbesserung der Schulen

Letzte Aktualisierung: 02.09.2022

KIEL. Schleswig-Holstein wird das Schülerfeedback flächendeckend einführen. Bildungsministerin Karin Prien erläuterte heute (2. September) im Landtag, warum das Vorhaben gleichermaßen wichtig ist für die Persönlichkeitsstärkung der Schülerinnen und Schüler wie für die Qualitätsverbesserung der Schulen. „Kritikfähigkeit und der konstruktive Umgang mit Fehlern sind wesentliche Voraussetzungen dafür, Krisen zu bewältigen“, sagte Prien. Das gut erprobte Instrument des Schülerfeedback könne entscheidend dazu beitragen diese Fähigkeiten und zugleich die Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken. „Zugleich macht das Schülerfeedback die Schülerinnen und Schüler zu Handelnden im Lehr-Lern-Prozess. Sie bekommen eine Stimme und erfahren, dass ihre Meinung und Perspektive gefragt sind“, so Prien. Das Schülerfeedback rege die Schülerinnen und Schüler dazu an, sich differenziert mit dem Unterricht und seinen Bestandteilen auseinanderzusetzen und auch über die eigene Rolle dabei zu reflektieren. So könnten Kriterien für eine konstruktive Rückmeldung und eigene Einflussmöglichkeiten erfahren werden. 

Bereits jetzt nutzen viele Schulen erfolgreich das Instrument des Schülerfeedbacks und auf der Grundlage dieser Erfahrungen wollen wir es nun flächendeckend einführen“, sagte die Ministerin.  Das Schülerfeedback sei nicht nur ein wirkungsvolles Instrument zur Persönlichkeitsstärkung und zur Demokratiebildung, sondern auch ein wissenschaftlich bestätigtes Mittel zur Qualitätssteigerung. So sei mit der vom „IQSH begleiteten Nutzung des Schülerfeedbacks auch das Ziel verbunden, die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein zu verbessern.

Nach Aussage von Prien sei die Bedeutung der Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern und der Wunsch nach Feedback-Möglichkeiten nicht zuletzt im Rahmen der fünf Regionalkonferenzen mit Vertretungen aus Schule, Schüler- und Elternschaft sowie Verbänden, Politik und Wissenschaft angesprochen worden. Sowohl der Koalitionsvertrag als auch das Rahmenkonzept für das Schuljahr 2022/23 weisen regelmäßiges Schülerfeedback als Instrument zur Unterrichts- und Schulentwicklung mit aus.  Bei der Weiterentwicklung des Verfahrens werden die Landesschülervertretungen einbezogen werden. 

Um die Schulen bei der Umsetzung zu unterstützen, wird das IQSH in Kürze eine Handreichung herausgeben und die zusätzlichen Fortbildungsangebote und die neuen und weiterentwickelten Instrumente auch im Fachportal des IQSH zur Verfügung stellen. Für Schulen oder einzelne Lehrkräfte, die dem Schülerfeedback noch skeptisch gegenüberstehen, gibt es zum Beispiel Kommunikationstrainings als ersten vertrauensbildenden Schritt hin zur Feedbackkultur. Hat eine Schule sich für das Schülerfeedback entschieden, führt sie zunächst über die Befragungsplattform LeOniE eine Befragung durch. Auf Basis der Ergebnisse werden gegebenenfalls mit Unterstützung des IQSH Maßnahmen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung abgeleitet und ergriffen. Besteht durch die Auswertung der Befragung ein Bedarf zur Begleitung der Schule, bietet das IQSH Unterstützungsmöglichkeiten an.

 

 

 

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-2369 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

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