KIEL. Zum zwanzigjährigen Jubiläum der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten (BGSH) und zum zehnjährigen Jubiläum der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein (LAGSH) hob Kultusministerin Prien beim Festakt im Kieler Landtag die besondere Bedeutung der Erinnerungskultur hervor. Erinnerung lebe heute von Authentizität, weil Vieles im digitalen Raum zu schnell in Zweifel gezogen werde. „Daher brauchen wir eine starke Erinnerungskultur. Wir brauchen Gedenkstätten und authentische Orte. Orte, wo Menschen gequält, gefoltert, ermordet wurden. Orte, die sich nicht als „Fake“ abtun lassen und sich jeder Umdeutung widersetzen
“, so Prien. „Wir haben heute einen anderen Generationenblick, haben uns durch neue Lese- und Sehgewohnheiten, durch social media und virtual reality ein neues Vokabular angeeignet“
, machte Prien die Veränderungen in der Erinnerungskultur klar.
Karin Prien hob hervor, wie wichtig die Pflege und Weiterentwicklung der Erinnerungskultur seien und welchen wertvollen Beitrag die BGSH dabei leiste: „Nach über 75 Jahren stellen wir heute mit diesem zeitlichen Abstand und einem Generationswandel andere Bezüge her. Und das ist gut so. Jede Generation muss sich ihre eigene Form der Erinnerung selbst erarbeiten.“
Die Gründung der Bürgerstiftung sei nach der Jahrtausendwende aus einem neuen, zivilgesellschaftlichen Verständnis der Erinnerungskultur entstanden und ein Zeichen für eine aktiv Bürgergesellschaft in Schleswig-Holstein, die mit hohem ehrenamtlichen Engagement beispielhafte Arbeit leisteten.
„Der Krieg im Herzen Europas, das Erstarken der Populisten überall auf der Welt, und die Art und Weise, wie in unserer Gesellschaft heute Debatten geführt werden, zeigt uns, wie fragil liberale Demokratien sind, wie sehr sie unserer Verteidigung bedürfen“,
so Karin Prien.
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