Angesichts gestiegener Gaspreise und befürchteter Energie-Engpässe im kommenden Winter häufen sich die Aufrufe an die Bürgerinnen und Bürger, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Dies betrifft insbesondere die Heizenergie, aber auch den Warmwasserverbrauch – und das kann unerwünschte Folgen haben. Denn sinkt die Temperatur von Warmwasser unter 55 Grad Celsius, können sich Bakterien im Wasser vermehren, sogenannte Legionellen. Atmen Menschen beim Duschen diese Bakterien zusammen mit sehr feinen Wassertröpfchen ein, den sogenannten Aerosolen ein, können die Legionellen über die Atemwege bis in die Lunge gelangen, wo sie schwere Krankheiten auslösen können. Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser gilt hingegen als bedenkenlos.
Merkblatt gibt wichtige Verhaltenstipps
Mit einem neuen Merkblatt macht das Gesundheitsministerium nun auf diese Gefahr aufmerksam. Die Handreichung enthält Tipps, um die Trinkwasserqualität auch in Zeiten von allgemeiner Sparsamkeit zu sichern und richtet sich an Hauseigentümerinnen, Vermieter, Betreiberinnen von Hallenbädern und Sportanlagen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher. Es gilt zu verhindern, dass die Warmwassertemperatur auf unter 55 °C sinkt, da sich Legionellen in 25 bis 45 Grad Celsius warmem Wasser besonders stark vermehren.
Was Sie für die Trinkwasserqualität tun können
Achten Sie darauf, dass sowohl Kalt- als auch Warmwasser nicht zu lange in den Leitungen bleibt, sondern möglichst täglich erneuert wird. Dies betrifft alle Räume, in denen sich Wasserhähne oder Duschköpfe befinden, also etwa Küche, Badezimmer, Gäste-WCs oder Duschräume. Denn steht das Wasser zu lange in der Leitung, können sich auch hier gesundheitsschädliche Keime bilden.
Ist ein täglicher Wasserwechsel nicht möglich, sollten Sie das Wasser spätestens nach 48 Stunden mindestens eine Minute ablaufen lassen.
Bei Kaltwasserleitungen sollten Sie das Wasser schon nach vier Stunden in der Leitung erneuern, bevor Sie es zum Trinken oder Kochen nutzen. Lassen Sie es dafür so lange laufen, bis sich die Temperatur des Wassers nicht mehr ändert und es spürbar kalt ist.
Ergänzende Informationen
Merkblatt des Gesundheitsministeriums zum Herunterladen
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