KIEL. In der heutigen (17. Juli) Sitzung des Sozialausschusses wurde der Bericht mit dem Titel „Regionalisierte Analyse pflegerischer Versorgungsstrukturen und -kapazitäten in Schleswig-Holstein 2025“ vorgestellt. Der Bericht ist im Rahmen des Paktes für Gesundheits- und Pflegeberufe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. unter Federführung von Prof. Dr. Michael Isfort, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung und Professor für Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) sowie Prorektor für Forschung und Transfer, erstellt worden. Über den Bericht wurden gestern (16. Juli) vorab auch die Anwesenden auf der Mitgliederversammlung des Paktes für Gesundheits- und Pflegeberufe kurz informiert.
Der Bericht rückt bewusst die Pflege in den Fokus, da die Berufsgruppe der Pflegekräfte die größte des Gesundheitswesens ist. Es ist geplant, Erhebungen zu weiteren Berufsgruppen vorzunehmen.
Der Bericht entspringt der Zielsetzung des Paktes für Gesundheits- und Pflegeberufe, datenbasierte Diskussionen hinsichtlich der Fachkräftebedarfe und -kapazitäten zu führen. Er umfasst aktuelle Zahlen und Daten zum Fachkräftebedarf in der Pflege und stellt unterschiedliche Zeitreihenbetrachtungen vor. Er enthält Erreichbarkeitsanalysen, um zum Beispiel Aussagen zur regionalen Bedarfsabdeckung mit Pflegefachkräften treffen zu können. Damit soll unter anderem Kreisen und kreisfreien Städten eine gute Grundlage gegeben werden, Maßnahmen hinsichtlich der Fachkräftegewinnung und -sicherung entsprechend auszurichten. Auch liefert der Bericht Trägern und Anbietern Hinweise, in welchen Bereichen weitere Angebote im Versorgungs- und Bildungsbereich angezeigt sein könnten. Der Bericht ist hier abrufbar.
Hintergrund zum Pakt für Gesundheits- und Pflegeberufe
Mit dem Pakt für Gesundheits- und Pflegeberufe soll vor allem dem Fachkräftemangel in den Gesundheits- und Pflegeberufen aktiv entgegengewirkt werden. Im Fokus stehen die Bedingungen in Ausbildung und Studium sowie die Rahmenbedingungen für bereits ausgebildete Fachkräfte, damit mehr Personal gewonnen, gehalten oder in das jeweilige Berufsfeld zurückgeholt werden kann. Darüber hinaus soll die Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte weiter verbessert werden.
Mit dem Pakt für Gesundheits- und Pflegeberufe ist eine Arbeitsstruktur geschaffen worden, in der gemeinsam über Schnittstellen hinweg konkrete Maßnahmen formuliert und vereinbart werden können. Bislang sind im Rahmen des Paktes mehr als 60 Themen gemeldet worden. Diese werden in Arbeitsgruppen, im Rahmen von Veranstaltungen, in bereits bestehenden Netzwerken und in Gesprächen mit entsprechenden Institutionen bzw. Akteurinnen und Akteuren bearbeitet. Weitere Informationen zum Pakt gibt es unter: schleswig-holstein.de - Gesundheitsberufe - Pakt für Gesundheits- und Pflegeberufe(GuP-Pakt).
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