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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Vom Dithmarscher Jung zum Dichter von Rang

In Wesselburen hat Ministerpräsident Daniel Günther zum 100-jährigen Bestehen der Hebbel-Gesellschaft gratuliert und den Dramatiker und Lyriker Friedrich Hebbel gewürdigt.

Letzte Aktualisierung: 05.06.2026

Günther steht neben zwei Männern vor einem Gebäude. Alle lächeln in die Kamera.
Ministerpräsident Daniel Günther (v.l.), Prof. Dr. Martin Langner (Präsident der Hebbel-Gesellschaft) und Thorben Schütt (Landrat des Kreises Dithmarschen) feierten mit weiteren Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur das 100-jährige Bestehen der Hebbel-Gesellschaft.

Wesselburen, Dithmarschens kleinste Stadt, wird auch Hebbelstadt genannt. Denn von hier stammt der bedeutende Dramatiker und Lyriker Friedrich Hebbel. "Neben Theodor Storm, Klaus Groth und den Manns gehört auch Hebbel zu den großen literarischen Namen, die mit Schleswig-Holstein verbunden sind", sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei einem Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Hebbel-Gesellschaft. Die literarische Vereinigung wurde 1926 gegründet, um Hebbels Werk zu pflegen, die Forschung zu fördern und das Hebbel-Museum in Wesselburen zu unterstützen.

Von Dithmarschen über Paris nach Wien

Als Sohn eines Tagelöhners kam Friedrich Hebbel am 18. März 1813 in Wesselburen zur Welt, er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Bildung erwarb er autodidaktisch, während er als Schreiber eines Kirchenspielvogts arbeitete und dessen Bibliothek nutzte. 1835 verließ Hebbel seine Heimat. Doch seine Reise vom Dithmarscher Jung zum Dichter von Rang war lang und von Armut geprägt. Über Hamburg, Heidelberg, München, Paris, Rom und Neapel kam er schließlich nach Wien, wo er ab 1845 durch seine Dramen "Judith" und "Maria Magdalena" Ruhm und Anerkennung fand. "Hebbel hat die Brüche des Lebens nicht nur selbst erlitten. Er hat sie auch bei anderen beobachtet. Und er hat daraus große Literatur gemacht", fasste Günther zusammen.

Kupferstich von Friedrich Hebbel
Litographie Friedrich Hebbels von 1858. Künstler: Josef Kriehuber.

"Ein kultureller Motor in der Region"

Günther dankte allen, die die Hebbel-Gesellschaft in den vergangenen 100 Jahren ausgemacht, für sie geforscht, geschrieben, gesammelt und vermittelt hätten. "Sie sorgen mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionen, Tagungen und einem Jahrbuch dafür, dass die Werke von Friedrich Hebbel nicht im Regal verstauben und vergessen werden, sondern die Menschen weiterhin miteinander ins Gespräch bringen. Die Hebbel-Gesellschaft ist ein kultureller Motor in der Region und auch weit darüber hinaus."

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