Die "Rolf und Bettina Horn Kunststiftung" hat Schloss Gottorf mehr als 500 Werke gestiftet. In Schleswig bedankte sich Ministerpräsident Daniel Günther für die großzügige Spende.
Eine Kunstsammlung mit Geschichte: Der Kieler Unternehmer und Modehausbesitzer Rolf Horn entdeckte in den 1960er Jahren seine Leidenschaft für den deutschen Expressionismus. Nach seinem Tod im Jahr 1995 führte seine Ehefrau Bettina Horn sein Lebenswerk weiter. Über Jahrzehnte hinweg erwarb sie neue Werke, darunter Gemälde von Emil Nolde, Alexej von Jawlensky sowie Ernst Ludwig Kirchner.
Nun hat Bettina Horn die Kunstsammlung in Schleswig in den Besitz der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf überführt. "Das ist ein großartiger Tag für Schloss Gottorf, für unsere Landesmuseen und für unser Kulturland", sagte Ministerpräsident Daniel Günther vor Ort. Mit der Schenkung lasse sie alle Bürgerinnen und Bürger für immer an ihrem Lebenswerk teilhaben.
Rund 500 Werke
Horn erfülle damit den letzten Willen ihres Mannes, betonte der Regierungschef. Die Sammlung der Familie Horn umfasst heute rund 500 Werke. Damit sei die Spende weit mehr als eine großzügige Geste, sagte Günther. Sie erweitere die Bestände moderner Kunst auf Schloss Gottorf erheblich.
Erweiterung der Sammlung
Seit den 1990er Jahren ist die Kunstsammlung der Familie bereits in Schloss Gottorf ausgestellt. Viele Besucherinnen und Besucher hätten seitdem von dieser Leihgabe profitiert und die Kunst bewundert, hob der Regierungschef hervor. "Sie haben die Sammlung immer ergänzt und erweitert", sagte Günther. "Über Jahrzehnte haben Sie die Stiftung weitergeführt, neue Werke erworben und dafür Sorge getragen, dass die Sammlung lebendig geblieben ist."
Für ihr Schaffen erhielt Bettina Horn im April 2012 den Landesorden vom damaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass die Sammlung dauerhaft im echten Norden bleibe, sagte Günther. "Es ist ein kulturelles Vermächtnis für Schleswig-Holstein und ein einzigartiger Schatz. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen."
Neueröffnung der Galerie
Während die Galerieräume auf Schloss Gottorf saniert wurden, tourte die Sammlung durch Museen in Deutschland und in der Schweiz. Ab Juli 2026 kehren die Werke nun dauerhaft in die neu gestaltete Galerie der Moderne auf Schloss Gottorf zurück.
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