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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Spatenstich für die A 20

Mit einem feierlichen Spatenstich haben die ersten Arbeiten am Abschnitt 3 der A 20 bei Bad Segeberg begonnen.

Letzte Aktualisierung: 28.05.2026

Mehrere Menschen halten einen Spaten in der Hand und schaufeln Sand weg beim feierlichen ersten Spatenstich.
Bürgermeister der Stadt Segeberg Toni Köppen (v.l.), Minister Claus Ruhe Madsen, Ministerpräsident Daniel Günther, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Melanie Bernstein (MdB), Dr. Michael Güntner (Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH) und Andreas Irngartinger (Technischer Geschäftsführer der DEGES GmbH)

Im November vergangenen Jahres hatten sich das Land Schleswig-Holstein und der BUND über Weiterbau der A 20 und Fledermausschutz geeinigt – nun haben die Arbeiten an dem knapp zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen Weede und Wittenborn begonnen. Beim feierlichen ersten Spatenstich waren unter anderem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Ministerpräsident Daniel Günther, Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Michael Güntner, dabei.

Für Bundesminister Schnieder sind die investierten 550 Millionen Euro des Bundes allein für diesen Abschnitt gut angelegtes Geld. "Damit stärken wir nicht nur die Region, sondern auch eine der wichtigsten Ost‑West‑Achsen im Norden. Die A 20 ist ein zentraler Bestandteil des europäischen Verkehrsnetzes und stärkt die Hinterlandanbindung an die deutschen Nord- und Ostseehäfen."

"Von zentraler Bedeutung für Schleswig-Holstein"

Der neue Abschnitt soll Ende 2031 fertiggestellt sein und die Stadt Bad Segeberg deutlich entlasten: Statt der bislang mehr als 33.000 Fahrzeuge – darunter 3.000 LKW – sollen dann nur noch 13.600 Fahrzeuge täglich auf der Bundesstraße 206 fahren. "Der dritte Bauabschnitt ist zugleich mehr als die dringend gebrauchte Umfahrung Bad Segebergs", führte Günther fort. "Er bringt die A 20 insgesamt entscheidend voran. Dieser Weiterbau ist daher von zentraler Bedeutung für Schleswig-Holstein – für bessere Mobilität, für wirtschaftliche Entwicklung und für die Entlastung vieler Städte und Gemeinden. Besonders wichtig ist mir: Die Verständigung mit den Umweltverbänden zeigt, dass Fortschritt und Naturschutz zusammengehen können. Genau diesen Weg des Miteinanders braucht es bei großen Projekten in unserem Land."

Einigung nach jahrelangem juristischen Streit

2013 stoppte das Bundesverwaltungsgericht nach einer Klage von Umweltverbänden den Autobahnbau wegen unzureichenden Fledermausschutzes. Im November einigten sich Schleswig-Holstein und der BUND außergerichtlich auf verstärkte Schutzvorhaben rund um die Kalkberghöhlen in Bad Segeberg – Deutschlands größtem Fledermaus-Überwinterungsquartier. Das Land finanziert eine Fledermaus-Stiftung, der Bund übernimmt die Kosten für Travetal-Projekte wie Geschwindigkeitsüberwachung, Waldsaum-Errichtung an der Trave und eine fischottergerechte B432-Querung.

Weitere Abschnitte geplant

Neben dem Segeberger Teilabschnitt sind weitere Strecken der A 20 geplant, die Genehmigungsverfahren sind je nach Abschnitt unterschiedlich weit fortgeschritten. Von den geplanten 112 Kilometern A 20 auf schleswig-holsteinischem Boden sind erst 39 Kilometer gebaut. Für Ministerpräsident Günther ist der Spatenstich für den Abschnitt 3 der A 20 ein wichtiges Signal dafür, dass sich in Deutschland wieder etwas bewegt: "Unser Land braucht moderne Infrastruktur. Wir können Klimaschutz, wirtschaftliche Stärke und gute Mobilität zusammenbringen. Aber das gelingt nicht durch Stillstand. Dafür braucht es Fortschritt. Ein Ärmelaufkrempeln auf allen Ebenen."

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