Mit der Umsetzung der "Open Innovation und Open Source Strategie" beschreitet Schleswig-Holstein als erstes Bundesland einen neuen, nachhaltigen Weg für die IT-Infrastruktur auf Landesebene. Der in seinem ganzheitlichen Ansatz und seiner Größenordnung europaweit einzigartige Schritt hat international für großes Interesse gesorgt. Jetzt ist Minister Schrödter in die Schweiz gereist, um auf der Konferenz "Transform 2026" der Berner Fachhochschule im Rathaus der Bundesstadt sowie mit Bundeskanzler Viktor Rossi, Daniel Markwalder, Delegierter des Bundesrates für Digitale Transformation, Alexandra Baumann, Botschafterin beim Eidgenössischen Department für auswärtige Angelegenheiten EDA und ihrem Vertreter Markus Reubi im Bundeshaus Bern über Digitale Souveränität durch Open Source für Europa zu diskutieren. Bereits am Vorabend traf Schrödter Unternehmerinnen und Unternehmer der Schweizer Digitalwirtschaft, um über die wirtschaftlichen Perspektiven der Sicherstellung digitaler Souveränität in Europa zu sprechen.
Große Chance, europäische Souveränität zu gestalten
"Digitale Souveränität gelingt am besten gemeinsam. Deshalb sind der Dialog und der Erfahrungsaustausch mit unseren europäischen Partnern essenziell. Die Gespräche auf der Konferenz, mit Bundeskanzler Rossi, Botschafterin Baumann sowie den weiteren Fachleuten waren sehr intensiv, vertrauensvoll und wertvoll mit zahlreichen Anknüpfungspunkten für den weiteren Austausch", sagte Minister Schrödter. "Wir stehen vor einer gemeinsamen Herausforderung – und zugleich einer großen Chance, europäische Souveränität zu gestalten und mit einer nachhaltigen Stärkung der europäischen Digitalwirtschaft zu verbinden. Dafür brauchen wir Mut, Offenheit und Innovationsgeist – dies zeigen nicht nur wir in Schleswig-Holstein, sondern auch unsere Schweizer Nachbarn. Der Besuch in Bern hat dies eindrucksvoll bestätigt. Ein großer Dank geht in dem Zusammenhang an Prof. Matthias Stürmer, dem Leiter des Instituts für Public Sector Transformation an der Berner Fachhochschule, für das große Engagement zur Sicherstellung digitaler Souveränität."
Im Mittelpunkt seines Besuchs in der Schweiz stand die Eröffnungskeynote "Open Source – Schlüssel zu Souveränität in der digitalen öffentlichen Infrastruktur" auf der Konferenz "Transform 202". In seinem Vortrag erläuterte Schrödter im Großratssaal des Rathauses in Bern auf der Konferenz Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung den strategischen Ansatz des Open-Source-Umstiegs in Schleswig-Holstein, die Notwendigkeit und Dringlichkeit der digitalen Souveränität sowie die bisher erreichten Meilensteine. Schrödter betonte dabei, dass sich staatliche Souveränität heutzutage in der Fähigkeit der Kontrolle von Software, Daten und digitaler Infrastruktur ausdrücke und nicht mehr nur an der Durchsetzung von Recht und Ordnung oder militärischer Stärke.
Open Source schafft Transparenz und stärkt den Wettbewerb
"Abhängigkeiten von proprietären, insbesondere außereuropäischen, Anbietern gefährden neben staatlicher Handlungsfähigkeit und autonome Entscheidungsfähigkeit auch Innovationskraft und wirtschaftliche Wertschöpfung. Open Source schafft hingegen Transparenz, reduziert Lock-in-Effekte und stärkt den Wettbewerb sowie technologische Eigenständigkeit." Eine konsequente Open-Source-Strategie spare Lizenzkosten, stärke die regionalen Ökosysteme und mache die Verwaltung resilienter. "Europas digitale Zukunft braucht technologische Gestaltungsmacht – und die basiert auf Open Source", sagte Schrödter.
Ein Fokus der fünften Fachkonferenz "Transform" in Bern lag neben der digitalen öffentlichen Infrastruktur auf dem Thema digitale Souveränität durch Open Source Lösungen in der Schweiz und Europa. Begleitet wurde Minister Schrödter in der Schweiz durch Sven Thomsen, CIO des Landes Schleswig-Holstein.
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