In Eckernförde hat Ministerpräsident Daniel Günther dem Seebataillon der Deutschen Marine das schleswig-holsteinische Fahnenband verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung des Landes für militärische Einheiten.
Das Seebataillon der Deutschen Marine ist das einzige Kampf- und Infanteriebataillon in Schleswig-Holstein. Seine rund 1.100 Soldatinnen und Soldaten sind weltweit im Einsatz, unter anderem in Mali, im Kosovo oder im Libanon.
Nun hat Ministerpräsident Daniel Günther der Einheit des Seebataillons in Eckernförde das Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein verliehen. "Das Fahnenband steht für Dank, Respekt und Verbundenheit", bekräftigte der Regierungschef bei dem Appell in der Preußer-Kaserne. "Das Seebataillon hat für die Sicherheit unseres Landes eine herausragende Bedeutung. Mit hoher Einsatzbereitschaft, größter Professionalität bei internationalen Missionen und verlässlicher Unterstützung auch in Schleswig-Holstein hat sich der Verband besonders verdient gemacht."
Vielseitige Aufgaben
"Das Seebataillon der Deutschen Marine ist ein besonderer Verband", betonte der Regierungschef. Als derzeit einziges Kampf- und Infanteriebataillon in Schleswig-Holstein müssten die Soldatinnen und Soldaten vielseitige Aufgaben erledigen – auf See, an Land sowie an der Küste. Genau das mache die Einheit so wertvoll, bekräftigte Günther. "In den vergangenen zehn Jahren hat das Seebataillon mehr als 70.000 Einsatztage bei fast 1.000 Abstellungen geleistet. Allein das zeigt eindrucksvoll, was dieser Verband tagtäglich für uns leistet."
Hochprofessioneller Dienst
Die Einheit stehe für Verlässlichkeit nach innen und für vertrauensvolle Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. "Egal welcher Einsatz ansteht: Die Frauen und Männer des Bataillons leisten diesen Dienst hochprofessionell", betonte Günther. "Sie leisten ihn in einer Zeit, in der Sicherheit für uns keine Selbstverständlichkeit mehr ist."
Freiheit entschlossen verteidigen
Spätestens seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sei klar geworden, dass Frieden, Freiheit und territoriale Sicherheit in Europa keine Selbstverständlichkeit mehr seien. "Mit ihrem Dienst bei der Bundeswehr schützen sie die Freiheit unseres Landes", sagte der Regierungschef. "Freiheit heißt: Wir können ohne Angst vor Zensur und Repressalien in großer Sicherheit leben und arbeiten." Gerade aufgrund der geografischen Lage sei Schleswig-Holstein besonders gefordert: Seine Häfen, Marine-Standorte, Verkehrsachsen und kritische Infrastruktur seien von nationaler und bündnispolitischer Bedeutung. "Kaum jemand weiß das besser als die Soldatinnen und Soldaten direkt hier an der Ostsee."
Investitionen in die Sicherheit
Der Regierungschef begrüße es daher, dass der Bund in den kommenden Jahren in Bundeswehrstandorte wie Eckernförde investiere. "Das ist ein wichtiges Signal", sagte Günther. "Es zeigt: Wir haben die Lage erkannt. Und wir ziehen die richtigen Konsequenzen." Doch die Soldatinnen und Soldaten brauchten nicht nur Material und Ausstattung, um auf die neuen Herausforderungen angemessen reagieren zu können, betonte der Regierungschef. "Sie brauchen auch Anerkennung, Rückhalt und eine Gesellschaft, die versteht, dass Verteidigungsfähigkeit und zivile Resilienz zusammengehören."
Respekt und Wertschätzung
Daher arbeite Schleswig-Holstein daran, ein neues Bewusstsein für die Bundeswehr zu schaffen. "Wir sehen Ihren fordernden Dienst. Wir erkennen seinen Wert. Und wir würdigen ihn mit großem Respekt", betonte der Regierungschef. "Als Zeichen dieser Wertschätzung, als Ausdruck der Anerkennung und des Dankes, und als sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem Seebataillon der Deutschen Marine verleihe ich Ihrer Einheit heute das Fahnenband des Landes Schleswig-Holstein."
Weitere Informationen
Das Land verleiht das Fahnenband an besonders verdiente, in Schleswig-Holstein stationierte militärische Verbände. Zuletzt erhielt die NATO-Einheit "Centre of Excellence for Operations in Confined and Shallow Waters" im November 2018 das Fahnenband.
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