Rund 800 Schulen mit insgesamt 954 Standorten – mit der Anbindung der Theodor-Mommsen-Grundschule Garding, Außenstelle Tetenbüll, verfügt Schleswig-Holstein über ein jetzt vollständig flächendeckendes Glasfaser-Landesnetz an allen öffentlichen Schulen im Land. Schleswig-Holstein ist als Vorreiter der Digitalisierung in Deutschland das erste Flächenland bundesweit, das diesen Meilenstein erreicht hat.
Der Abschluss des Projekts "Schulen ans Netz" schafft eine schnelle Informations- und Wissensinfrastruktur als Grundlage für Digitalisierung von Schulen und Verwaltung. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter, Finanzministerin Dr. Silke Schneider, Bildungsstaatssekretär Tobias von der Heide sowie die weiteren Projektbeteiligten kamen in der Aula der Theodor-Mommsen-Grundschule im Kreis Nordfriesland zusammen, um vor Ort den erfolgreichen Glasfaserausbau im Landesnetz gemeinsam zu feiern.
Zentraler Baustein für eine erfolgreiche Digitalisierung
"Eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, die den hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Bandbreite in Behörden sowie Schulen gerecht wird, ist ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Digitalisierung. Dabei geht es um mehr als Technik. Es geht darum, die Voraussetzungen zu schaffen, damit digitales Lernen und Arbeiten im Alltag selbstverständlich wird", sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. "Und es geht auch darum, Schleswig-Holstein mit einer flächendeckenden, schnellen und sicheren Netzinfrastruktur als modernen Digitalstandort zu positionieren. Das ist uns gemeinsam im Bereich des Landesnetzes bereits zu 100 Prozent gelungen. Mein Dank gilt allen Beteiligten. Ich freue mich sehr über diesen Meilenstein und den Projektabschluss von Schulen ans Netz."
Rund 50 Millionen Euro standen zur Verfügung
Die Glasfaseranschlüsse ermöglichen eine am Bedarf orientierte Bandbreite für pädagogisches Internet, Schul-WLAN und schnelle Verwaltungsanbindung. Das Projekt wurde aus dem Infrastrukturmodernisierungsprogramm (IMPULS) finanziert, wobei hierfür insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung standen.
Finanzministerin Silke Schneider: "Auch wenn die finanziellen Spielräume des Landes derzeit eng sind – bei den großen Zukunftsthemen können und dürfen wir keine Pause machen. Das Infrastrukturprogramm IMPULS 2040 wird durch ein Sondervermögen des Landes gestützt, das wir Jahr für Jahr weiter ausbauen. Mit IMPULS 2040 schaffen wir heute die Infrastruktur von morgen – stabil, planbar und verlässlich. Das zeigt ganz deutlich: Dieses Sondervermögen ist kein Nebenprojekt, sondern ein zentraler Baustein für die Modernisierung unseres Landes."
Die Umstellung auf Glasfaser-Anschlüsse bedeutet neben der wirtschaftlichen sowie technischen Optimierung der Infrastruktur zugleich einen sicheren Internetzugang, unter anderem durch Schulfilter mit Black- und Whitelists gemäß rechtlicher Vorgaben zum Jugendschutz. Im Rahmen des feierlichen Projektabschlusses in Tetenbüll stellte das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) mit den Lernmanagementsystemen exemplarisch die Potenziale digitaler Unterrichtsvor- und -nachbereitung vor, die nur mit einer stabilen und ausreichend leistungsfähigen Internetanbindung möglich sind.
Moderne Lehr- und Lernformen und digitale Kommunikation
Bildungsstaatssekretär Tobias von der Heide hob hervor: "Wer gute Bildung in der Fläche will, muss auch die nötige digitale Infrastruktur im ganzen Land schaffen. Mit dem vollständigen Glasfaseranschluss aller öffentlichen Schulen sorgen wir dafür, dass moderne Lehr- und Lernformen, digitale Kommunikation und zeitgemäße Schulorganisation überall in Schleswig-Holstein möglich sind. Schnelles und verlässliches Internet macht unsere Schulen zukunftsfest."
Verlässliche digitale Anwendungen im Unterricht
Als zentrale Umsetzungspartner des Gesamtprojekts haben der Landes-IT-Dienstleister Dataport sowie das Telekommunikationsunternehmen 1&1 Versatel die digitale Infrastruktur für die Schulen in Schleswig-Holstein landesweit aufgebaut.
"Mit dem vollständigen Glasfaseranschluss aller Schulen in Schleswig-Holstein legen wir gemeinsam die Grundlage dafür, dass digitale Anwendungen im Unterricht überall verlässlich funktionieren. Als Dataport freuen wir uns, diese Partnerschaft mit Land, Schulen und Kommunen weiter zu stärken, für gleiche Chancen und zeitgemäßen Unterricht im ganzen Land", sagte Andreas Reichel, Vorstand Technik bei Dataport.
Regionale Kooperationen im Umsetzungprozess
"Mit der flächendeckenden Glasfaseranbindung stehen allen Schulen in Schleswig-Holstein heute leistungsfähige und verlässliche digitale Infrastrukturen mit mindestens 100 Mbit pro Sekunde zur Verfügung. Das ermöglicht einen deutlich flexibleren Unterricht, den Einsatz moderner Lernplattformen und stabile digitale Anwendungen im Schulalltag für Schüler und Lehrer", sagte Frank Rosenberger, CEO von 1&1 Versatel. "Der Projektabschluss zeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten für die erfolgreiche Digitalisierung der Bildung ist."
Im Umsetzungsprozess wurde bewusst auf regionale Kooperation gesetzt, um wirtschaftliche und technische Lösungen effizient umzusetzen. Gleichzeitig haben mehr als 30 Telekommunikationsunternehmen sowie Schulträger und Gebäude-Eigentümer an diesem aufwändigen Infrastruktur-Projekt mitgewirkt.
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