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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Schulterschluss in unsicheren Zeiten

Unter dem Motto "Politik im Gespräch mit den Gewerkschaften" hat die Landesregierung zum traditionellen Arbeitnehmerempfang geladen. Rund 120 Gäste aus Gewerkschaften und Unternehmensverbänden sind der Einladung nach Neumünster gefolgt.

Letzte Aktualisierung: 29.04.2026

Daniel Günther steht auf einer Bühne und spricht zu einem Publikum. Im Hintergrund steht "Schleswig-Holstein gestalten".
Ministerpräsident Daniel Günther hat auf dem traditionellen Arbeitnehmerempfang die gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Gewerkschaften sowie Unternehmensverbänden gelobt.

Es ist eine gute Tradition: Jedes Jahr lädt die Landesregierung Gewerkschaften und Unternehmensverbände zum traditionellen Arbeitnehmerempfang ein. In diesem Jahr sind rund 120 Gäste der Einladung nach Neumünster gefolgt.

Ministerpräsident Daniel Günther warb vor Ort für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Politik und Gewerkschaft. "In Zeiten von weltweiten Krisen mit unmittelbaren Auswirkungen auf Deutschland müssen wir gemeinsam einen klaren Kurs fahren und Perspektiven und Ideen entwickeln, wie wir in Schleswig-Holstein unsere Stärken ausbauen können", sagte der Regierungschef in den Holstenhallen.

Belastungen fair verteilen

"Deshalb müssen wir darüber sprechen, wie staatliches Handeln mit unternehmerischer Freiheit zusammen gebracht werden kann, ohne dabei den Sozialstaat zu vernachlässigen", betonte Günther. "Wir müssen darüber sprechen, wie wir Kosten einsparen und gerechter verteilen. Sei es bei der Gesundheitsversorgung, bei der Rente, Pflege oder bei den Steuern." Wichtig sei es, neue und alte Belastungen fair zu verteilen – nur so kämen Kompromisse zustande, die von allen getragen werden könnten. In Schleswig-Holstein stehe das Land dafür in einem steten Austausch mit den Gewerkschaften dbb und DGB Nord. "Tragfähige Lösungen entstehen durch ein vertrauensvollen Miteinander. Das pflegen wir hier in Schleswig-Holstein."

Energiekosten senken

Eine dringende Aufgabe sei es, die Energiekosten zu senken, sagte der Regierungschef. "Die gestiegenen Preise machen sich über alle Branchen hinweg bemerkbar und sind auch bei den Privathaushalten angekommen", betonte er. "Das bringt viele Menschen und Betriebe in Bedrängnis." Deshalb sei es richtig, dass die Bundesregierung die Energiesteuer auf Diesel und Benzin kurzfristig senke. Daneben müsse nun jedoch auch die Stromsteuer für kleine Betriebe und für private Verbraucher konsequent gesenkt werden.

Handlungsfähig und unabhängig

Gleichzeitig sei es wichtig, sich unabhängiger von weltweiten Verwerfungen zu machen, sagte Günther. "Wir müssen unsere eigene Handlungsfähigkeit zurückgewinnen, indem wir uns frei von Abhängigkeiten machen, die wir kaum beeinflussen können." Deshalb sei der Ausbau erneuerbarer Energien die Grundlage für eine unabhängigere Energieversorgung. "Wind und Sonne kann uns niemand abdrehen", betonte er. "Deshalb setzen wir in Schleswig-Holstein schon lange auf grüne Energie." Dadurch sei Schleswig-Holstein unabhängiger von ausländischen Öl- und Gaslieferungen. Gleichzeitig biete die Branche mehr als 15.000 Arbeitsplätze.

Globale Partnerschaften stärken

Auch globale Lieferketten seien nötig, betonte Günther. Das MERCOSUR-Abkommen und das Freihandelsabkommen mit Indien seien deshalb wichtige Ansätze für neue Handelspartnerschaften. Das EU-MERCOSUR-Abkommen tritt im Mai 2026 nach über 25 Jahren Verhandlung vorläufig in Kraft. Damit entsteht die größte Freihandelszone der Welt mit mehr als 700 Millionen Menschen. "Wir brauchen mehr Partner in der Welt", betonte der Ministerpräsident. Die Delegationsreise des Ministerpräsidenten ins Baltikum und nach Polen im April 2026 habe gezeigt, dass politische Partner nicht nur im Westen zu finden sind. Vor allem bei der Resilienz und Verteidigungsfähigkeit könne Deutschland viel von diesen Ländern lernen.

Gute Arbeitsbedingungen sichern

"Bei allen Herausforderungen dürfen wir nicht vergessen, was uns stark macht", sagte der Ministerpräsident. "Ein leistungsfähiger Mittelstand, wettbewerbsfähige Unternehmen und eine Sozialpartnerschaft, die für faire Arbeitsbedingungen sorgt." Eine starke Wirtschaft und gute Arbeitsbedingungen gehörten daher untrennbar zusammen. "Wir wollen beides sichern: verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen und faire Perspektiven für dieArbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer."

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