Das Institut für Weltwirtschaft hat Prof. Dr. Sebastian Till Braun auf eine neu geschaffene Stiftungs-Professur berufen. Ministerpräsident Daniel Günther gratulierte dem Wirtschaftswissenschaftler in Kiel.
15 Hochschulen, 24 Forschungseinrichtungen und mehr als 64.000 Studierende: Schleswig-Holstein ist ein echter Wissenschaftsstandort. Auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) ist im nördlichsten Bundesland angesiedelt und versteht sich als eines der führenden Forschungsinstitute für internationale Wirtschaftsfragen in Deutschland.
In Kiel hat das Institut nun Prof. Dr. Sebastian Till Braun auf eine neu geschaffene Stiftungs-Professur berufen. Diese ist am IfW sowie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) angebunden und erforscht globale Umbrüche und deren wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Auswirkungen. Dazu zählt etwa der Anstieg zwischenstaatlicher Gewalt. "Die Fielmann-Professur verbindet Spitzenforschung mit ganz praktischer Relevanz für Schleswig-Holstein", betonte Ministerpräsident Daniel Günther bei der Bekanntgabe in Kiel.
Expertise mit Strahlkraft
Das Kieler Institut stehe seit Jahrzehnten für herausragende wirtschaftswissenschaftliche Expertise, die weit über die Landesgrenzen hinausgehe, betonte Ministerpräsident Günther. "Globale Transformationsprozesse – von Migration über regionale Wirtschaftsentwicklung bis zu sozialen Folgen von Konflikten – werden hier nicht nur analysiert. Unmittelbar vor Ort entstehen auch konkrete Lösungsvorschläge." Dadurch könnten Erkenntnisse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einfließen und dabei helfen, auf aktuelle weltpolitische Herausforderungen zu reagieren.
Sebastian Till Braun forschte bereits von 2009 bis 2016 am IfW. Dort leitete er unter anderem die Forschung zu "Globalisierung und Wohlfahrtsstaat". Gefördert wird die neu geschaffene Professur durch die Stiftung des Unternehmers Günther Fielmann. Dieser hatte sich bis zu seinem Tod mit seinem Vermögen für die regionale Natur und Kultur eingesetzt. Aus diesem Grund ernannte ihn das Land Schleswig-Holstein im Jahr 2016 zum Ehrenbürger. "Auch ihm lag die Förderung der Wissenschaft besonders am Herzen", sagte Günther. Nun setzten dessen Kinder Marc und Sophie Fielmann sein großes soziales Engagement fort.
Exzellente Wissenschaft
Die neue Professur helfe dabei, schleswig-holsteinische Universitäten und Hochschulen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu vernetzen und so den Forschungsstandort Schleswig-Holstein weiter auszubauen, sagte Günther. "Damit fügt sie sich perfekt in die ambitionierten Exzellenzbestrebungen der Christian-Albrechts-Universität ein."Die Exzellenzstrategie sieht vor, universitäre Spitzenforschung zu stärken. Damit wollen Bund und Länder die deutschen Universitäten fördern, damit diese im internationalen Wettbewerb noch besser werden. Seit 2026 stellen Bund und Land dafür jährlich 687 Millionen Euro bereit.
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