In Handewitt errichtet das Rüstungsunternehmen FFG ein drittes Werk für den Bau von Transportpanzern für die Bundeswehr. Zum ersten Spatenstich war auch Ministerpräsident Günther gekommen.
Gemeinsam mit dem finnischen Rüstungskonzern Patria soll die Flensburger Fahrzeug Gesellschaft FFG in den nächsten Jahren rund 300 Transportpanzer für die Bundeswehr bauen – dafür erhält das Unternehmen nun ein zusätzliches Werk. 2027 sollen die ersten gepanzerten Fahrzeuge im Erweiterungsbau in Handewitt produziert werden. Ministerpräsident Daniel Günther nannte den ersten Spatenstich ein "starkes Zeichen für den Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit". "Das Unternehmen steht beispielhaft für die schleswig-holsteinische Wehrtechnik. Es ist innovativ, international, bietet einen hohen Qualitätsstandard und kann flexibel auf die neuen globalen Anforderungen reagieren – wie wir es jetzt am Bau eines dritten Werks sehen. Die Erweiterung des Unternehmens zeigt, dass wir unsere Sicherheit und Verteidigung in die eigene Hand nehmen."
"Europa muss sich gemeinsam stärker aufstellen"
Die Flensburger Fahrzeug Gesellschaft (FFG) ist seit Jahrzehnten Partner der Bundeswehr. Im November hatte hatte der Ministerpräsident auf einer Delegationsreise mit der finnischen Außenministerin Elina Valtonen unter anderem über eine Zusammenarbeit der FFG mit dem finnischen Rüstungskonzern Patria gesprochen. "Europa muss sich gemeinsam stärker aufstellen: wirtschaftlich, technologisch und militärisch. Dafür müssen wir unsere Zusammenarbeit innerhalb der EU ausweiten und vertiefen. Unternehmen wie die FFG machen genau das", betonte der Regierungschef auch heute. Die FFG hat bereits Erfahrung mit internationalen und europäischen Kooperationen. Mit Kunden aus über 40 Ländern nimmt das Unternehmen eine wichtige Rolle in der europäischen Verteidigungsindustrie ein.
Wichtiges Signal für Industriestandort Flensburg
Der Neubau sei aber auch ein wichtiges Signal für den Industriestandort Flensburg und Schleswig-Holstein, betonte der Regierungschef. Die FFG investiere viel Geld, verdoppele ihre Produktionsfläche und stelle neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Die Landesregierung habe sich bei der Bundesregierung immer wieder dafür eingesetzt, dass in den Vergabeverfahren der Bundeswehr auch die schleswig-holsteinische Wehrtechnik zum Zuge komme: "Wir haben einzigartige und hochentwickelte Produkte, die für technologische Spitzenleistung und Zuverlässigkeit ,Made in Germany’ stehen", bekräftigte Günther. Daher werde er weiterhin beim Bund dafür werben, dass die Milliarden-Investitionen in die Bundeswehr auch in Aufträge für die Unternehmen in Schleswig-Holstein fließen.
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