Es ist das größte Bauprojekt, das es je zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark gegeben hat: Die Feste Fehmarnbeltquerung soll die Inseln Fehmarn und Lolland künftig mit einem 18 Kilometer langen Tunnel direkt verbinden.
Dudurch verkürzt sich der Weg nach Skandinavien um 160 Kilometer. Das beschleunigt nicht nur den Personen- und Güterverkehr, sondern trägt auch dazu bei, Emissionen zu reduzieren.
Besuch auf Fehmarn
Bei einem Besuch des Info-Centers der Deutschen Bahn in Burg auf Fehmarn hat der Regierungschef nun mit den Vertreterinnen und Vertretern des Projekts über den aktuellen Stand der Arbeiten gesprochen. Dadurch könnten mögliche Probleme frühzeitig erkannt und gemeinsam gelöst werden, sagte der Regierungschef. "Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass der Verkehr unter dem Belt schnellstmöglich rollen kann."
Anschließend besuchte der Regierungschef die Baustelle in Puttgarden. Dabei betonte Günther die wirtschaftliche, gesellschaftliche sowie kulturelle Bedeutung des Tunnels. Vor allem nach dem russischen Überfall auf die Ukraine sei dieser allerdings auch für die Sicherheitspolitik von hoher Wichtigkeit. "Europa muss enger zusammenrücken", sagte der Ministerpräsident. "Die feste Fehmarnbeltquerung wird dafür einen unverzichtbaren Beitrag leisten."
Große Leistung in Europa
Am Abend ging es für Günther weiter auf den Neujahrsempfang von Femern A/S. Das Unternehmen ist für den Bau der Querung auf deutscher Seite zuständig. Das Projekt beweise, zu welchen Leistungen Europa fähig sei, betonte der Regierungschef. "Die feste Fehmarnbeltquerung wird Dänemark und Deutschland, Mittel- und Nordeuropa enger zusammenführen", sagte er.
"Femern A/S und allen Planungs- und Baufirmen gebührt mein großer Respekt vor den Leistungen, die sie hier vollbringen", würdigte der Regierungschef. "Kein Wunder, dass dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst Technik-Interessierte und Laien gleichermaßen fasziniert." Während Dänemark für die Planung, den Bau, die Finanzierung und den Betrieb der Festen Fehmarnbeltquerung sowie den Ausbau der dänischen Anbindung zuständig ist, hat sich Deutschland zum Ausbau der Straßen- und Schienenanbindung auf deutscher Seite verpflichtet.
Weitere Informationen
Nachdem im Herbst 2019 mit den ersten Bauarbeiten auf dänischem Festland begonnen wurde, konnten Anfang 2021 auch die Bauarbeiten auf deutscher Seite starten. Die Fehmarnbeltquerung soll voraussichtlich 2031 fertiggestellt sein.
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