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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Lübeck bekommt KI-Rechenzentrum

Das Land beteiligt sich an den Betriebskosten und ermöglicht Teilhabe der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Schleswig-Holstein.

Letzte Aktualisierung: 03.03.2026

Ds KI-generierte Bild zeigt das geplante Rechenzentrum
Konzeptvisualisierung des geplanten KI-Rechenzentrums. Planungsstand – die tatsächliche Ausführung kann abweichen.

Die Erforschung und Entwicklung von sicherer und vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz in der Medizin ist ein wichtiger Schwerpunkt der Universität zu Lübeck. Dafür erhält die Universität jetzt 29 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium, um ein großes KI-Rechenzentrum aufzubauen. Das Land beteiligt sich an dem Projekt durch Unterstützung und Finanzierung des Betriebs der Infrastruktur und ermöglicht so eine Teilhabe der Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen in Schleswig-Holstein.

Mit dem Vorhaben entsteht auf dem Campus ein leistungsfähiges und sicheres KI-Rechenzentrum, das zu den größten Einrichtungen dieser Art im öffentlichen Forschungsumfeld Norddeutschlands zählen wird. Ziel ist es, optimale Bedingungen für die Spitzenforschung an sicheren, sehr großen KI-Modellen zu schaffen und die sichere Verarbeitung sensibler Forschungsdaten zu ermöglichen. 

Das KI-Projekt stärkt die Wettbewerbsfähigkeit in Schleswig-Holstein

"Der breite Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz ist zentraler Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit in Schleswig-Holstein. Dafür braucht es leistungsfähige und sichere KI-Infrastrukturen als eine grundlegende Voraussetzung. Mit dem AnoMed KI-Rechen- und Servicezentrum an der Universität zu Lübeck schaffen wir verlässliche Strukturen, von denen die gesamte Hochschul- und Forschungslandschaft des Landes gleichermaßen profitieren kann", sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. "Mit dem Aufbau des Zentrums gehen wir den nächsten Schritt, um unsere Vorreiterposition als digitale Zukunftsregion zu festigen."

Leistungsfähige KI-Forschung und höchste Sicherheitsstandards

"AnoMed" steht dabei für ein Kompetenzcluster, in dem neue Techniken und Methoden zur Anonymisierung medizinischer Daten erforscht und entwickelt werden. Insbesondere für hochsensible medizinische Daten entsteht mit dem KI-Rechenzentrum AnoMed eine Infrastruktur, die leistungsfähige KI-Forschung und höchste Sicherheitsstandards, auch im Quantenzeitalter, verbindet.

KI-Unterstützung verbessert Behandlung von Patienten

"In den nächsten Jahren erwarten wir erhebliche Verbesserungen für die Patienten durch die Unterstützung der Behandlung mit Künstlicher Intelligenz. Der Umgang mit diesen sensiblen Daten muss sicher und vertrauenswürdig sein. Professor Mohamadi und sein Team leisten hier im Projekt AnoMed Pionierarbeit, um diese Datennutzung überhaupt vertrauenswürdig möglich zu machen", betont Prof. Dr. Helge Braun, Präsident der Universität zu Lübeck. "Bei dieser Arbeit wird uns das leistungsstarke KI-Rechencluster sehr voranbringen und auch anderen Forschenden steht diese beeindruckende Infrastruktur natürlich offen. Diese Förderung durch das Bundesforschungsministerium ist ein großer Schritt für uns. Ich freue mich sehr."

KI-Rechenzentrum soll noch 2026 in Betrieb genommen werden

Auf einer Fläche von 400 Quadratmeter soll das KI-Rechenzentrum noch in diesem Jahr aufgestellt und in Betrieb genommen werden. Hierfür wird eine eigenständige Infrastruktur mit neu aufgebauter Energie- und Kühlversorgung sowie abgesicherten Rechen- und Datenbereichen realisiert. Mit vernetzten Hochleistungs-Cluster werden technische Voraussetzungen für anspruchsvolle KI-Anwendungen in Wissenschaft und Forschung geschaffen. Zentraler Aspekt ist der Aufbau eines Schutz- und Servicekonzepts, um hochschutzbedürftige Daten sicher verarbeiten zu können

Neue Größenordnung in der Forschung für sichere KI

"Mit AnoMed erreichen wir eine neue Größenordnung in der Forschung für sichere KI", sagt Prof. Dr. Esfandiar Mohammadi, wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzclusters AnoMed und Leiter der Arbeitsgruppe Privacy & Security des Instituts für IT-Sicherheit der Universität zu Lübeck. "Die neue Infrastruktur ermöglicht es uns, sehr große KI-Modelle unter hohen Sicherheitsanforderungen zu entwickeln und zu analysieren. Zugleich können wir zentrale Forschungsfragen zur sicheren Nutzung sensibler medizinischer Daten und zur Weiterentwicklung moderner Anonymisierungsverfahren systematisch bearbeiten."

KI-Rechenzentrum auch für Ausbildung und Hackathons nutzbar

Die Rechenkapazitäten stehen auch anderen wissenschaftlichen Forschungsgruppen zur Verfügung und sollen darüber hinaus für Ausbildungsformate und Hackathons genutzt werden. Über die AnoMed-Wettbewerbsplattform sind internationale Wettbewerbe sowie die Nutzung in internationalen Konferenzen vorgesehen, um den Technologietransfer zu beschleunigen. Damit stärkt das Projekt die digitale Infrastruktur und das Innovationspotenzial in Schleswig-Holstein und Deutschland.

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