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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Rotwildschutz mit KI


Ein KI-Projekt eröffnet neue Möglichkeiten, um das Verhalten von Rotwild zu erforschen. In Eekholt überreichte Digitalisierungsminister Schrödter dafür nun einen Förderbescheid über 70.000 Euro an den Landesjagdverband.

Letzte Aktualisierung: 08.03.2024

Dirk Schrödter steht neben einem Wildhüter und lässt sich etwas erklären.
Im Wildtierpark Eekholt informierte sich Digitalisierungsminister Dirk Schrödter über das Projekt "Rotwild ID".

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz sollen in Schleswig-Holstein die Wanderwege des Rotwildes lokalisiert und geschützt sowie zum Beispiel neues Potenzial für die Errichtung von Grünbrücken erschlossen werden. Das Land fördert das KI-Projekt "Rotwild ID“ mit rund 70.000 Euro. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter überreichte am 8. März den Förderbescheid im Wildpark Eekholt an den Landesjagdverband Schleswig-Holstein.

Symbiose von Tierschutz, Jagd, Verkehr und KI

"Das Projekt Rotwild ID zeigt anschaulich, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten und der Nutzen von Künstlicher Intelligenz sind – auch in eher traditionellen Bereichen und Branchen, in denen man KI zunächst nicht vermutet“, sagte Dirk Schrödter. "Tier- und Naturschutz, aber auch Jagd und Verkehr gehen bei diesem KI-Projekt mit der Künstlichen Intelligenz eine beeindruckende Symbiose ein. Neue Technologien und Daten nutzen, effizient arbeiten, Kosten sparen, Mitarbeitende entlasten: Rotwild ID ist vorbildgebend für Unternehmen und Institutionen in Schleswig-Holstein, sich mit KI zu beschäftigen.

Verständnis für Wanderverhalten der Tiere erlangen

Das Rotwild wird in Schleswig-Holstein auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt, da es unter verringerter genetischer Vielfalt leidet. Um mögliche Gegenmaßnahmen gezielt umzusetzen, ist es erforderlich, ein gutes Verständnis vom Raumnutzungs- und Wanderverhalten der Tiere zu erlangen. Bisher wurden dafür die Tiere meist einzeln gefangen, betäubt und mit einem Sender ausgestattet. Diese Telemetrie ist arbeits- und kostenintensiv und bedeutet zugleich Stress für die Tiere.  

Rotwild ID wirkt dem entgegen. Wildbiologe Frank Zabel erläuterte gemeinsam mit dem Landesjagdverband und dem International Council for Game and Wildlife Conservation (CIC) im Wildpark Eekholt die Hintergründe und Ziele des Projektes.

Wie ein individueller Fingerabdruck

Beim KI-Projekt werden mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Fotos von Wildkameras ausgewertet. Die KI ist in der Lage, die verschiedenen Wildtiere zu unterscheiden – ähnlich einem individuellen Fingerabdruck. Ziel des Projektes ist es, eine Gesichtserkennungssoftware für die zuverlässige Identifikation einzelner Tiere des Rotwildes zu entwickeln und so ein neues Instrument für die wildbiologische Forschung bereitzustellen. 

Um die Künstliche Intelligenz zu trainieren, werden die Daten im Wildpark Eekholt gesammelt. Der Park bietet durch die notwendigen Kontrollmöglichkeiten, die drei Rotwildrudel unterschiedlicher Herkunft und die landschaftliche Umgebung ideale Bedingungen, die Machbarkeit unter realistischen Bedingungen zu bewerten. Das Ergebnis des Projektes wird der Wissenschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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