Sie ist 74 Meter lang, zehn Meter breit und soll ab 2032 die Deutsche Marine verstärken: Die neue U-Boot-Klasse 212CD. Im Auftrag von Deutschland und Norwegen produziert das Unternehmen thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in den kommenden elf Jahren insgesamt sechs dieser konventionellen, also nicht atomar angetriebenen U-Boote. Für die Produktion hatte TKMS für rund 250 Millionen Euro über zwei Jahre eine neue Schiffsbauhalle errichtet.
"Gutes Signal für Schleswig-Holstein"
Gemeinsam mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und dessen norwegischem Amtskollegen Bjørn Arild Gram eröffnete Ministerpräsident Daniel Günther die neue Produktionshalle, in der die neue U-Boot-Generation ab jetzt gefertigt wird.
Die Wehrtechnikbranche sei mit einem Jahresumsatz von bis zu zwei Milliarden Euro und 20.000 damit verbundenen Arbeitsplätzen ein wichtiges Zugpferd für die schleswig-holsteinische Wirtschaft, sagte der Ministerpräsident. Dank des Großauftrags habe TKMS kräftig investiert und schaffe nun neue Arbeitsplätze. "Das ist eine richtig gute Nachricht für den Marinetechnik-Standort Schleswig-Holstein!
"
Sicherheit gewährleisten
Angesichts der veränderten Sicherheitslage durch den russischen Angriff auf die Ukraine sei längst klar, dass Wehrtechnik kein reines Exportgut mehr sei, betonte der Regierungschef. Deshalb sei inzwischen auch der Überwasserschiffbau von der Bundesregierung als nationale Schlüsseltechnologie eingestuft worden. "Diese Entscheidung war wichtig und unterstreicht: Wir haben hier erstklassige Betriebe, die hochspezialisierte Plattformen, Geräte und Systeme bauen
", sagte Günther.
Größter Werftstandort Deutschlands
Die TKMS-Werft in Kiel ist mit rund 3.100 Beschäftigten der größte Werftstandort Deutschlands. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 7.500 Menschen im Über- und Unterwasserschiffbau sowie für die Produktion von Elektronik und Sicherheitstechnik.