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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Gemeinsam Arbeit gestalten


Der Arbeitnehmerempfang der Landesregierung in Rendsburg stand ganz im Zeichen der Zusammenarbeit. In seiner Rede richtete sich Ministerpräsident Günther mit einem Appell an die Gewerkschaften.

Letzte Aktualisierung: 04.05.2023

Ministerpräsident Daniel Günther steht an einem Rednerpult.
Auf dem Arbeitnehmerempfang warb Ministerpräsident Günther für mehr Zusammenarbeit von Arbeitgeberinnen und -gebern sowie den Gewerkschaften.

"In der gesellschaftlichen Diskussion über Arbeitspotenziale, Automatisierung und Arbeitsmigration ist nur ein gemeinsames Vorgehen sinnvoll. Wir setzen darauf, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in bewährter Weise mit ihren Vorstellungen und Wünschen einbringen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther beim Arbeitnehmerempfang in Rendsburg. Die Landesregierung hatte unter dem Motto "Politik im Gespräch mit den Gewerkschaften" rund 100 Gäste von Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräten eingeladen.

Faire Löhne, fairer Wettbewerb

Zur aktuellen Debatte um Lohnerhöhungen sagte der Regierungschef, es sei wichtig, dass private wie öffentliche Arbeitgeber ihre Fachkräfte halten und im Wettbewerb um Nachwuchskräfte bestehen können. "Für beides ist neben modernen Arbeitskonzepten und positiver Unternehmensphilosophie vor allem ein fairer Lohn wichtig", sagte Günther. Die Landesregierung setze daher weiterhin auf den Dialog mit den Gewerkschaften. So habe der Wirtschaftsminister vergangene Woche den Tarifvertrag zwischen Verdi und dem Verband der Sicherheitswirtschaft für allgemeinverbindlich erklärt. Das sei ein wichtiges Signal für Tarifbindung, faire Arbeitsbedingungen sowie fairen Wettbewerb und zeige, dass Verbände, Gewerkschaften und Landesregierung gemeinsam zu guten Einigungen kommen können.

Fachkräftebedarf decken

Der steigende Fachkräftebedarf sei eine große Herausforderung für die Wirtschaft, betonte der Ministerpräsident. "Wir werden mehr Zuwanderung brauchen. Bis 2035 reden wir von einer Lücke von 300.000 Fach- und Arbeitskräften, allein für Schleswig-Holstein, die wir schließen müssen." Daher werde die Landesregierung in diesem Jahr ein Welcome Center eröffnen, um im Ausland um Arbeitskräften zu werben und diesen den Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern. Gefordert seien außerdem ein schnellerer Zugang zum Arbeitsmarkt für alle Eingewanderten und Geflüchteten mit Bleibeperspektive, verlässliche Betreuungsangebote sowie flexiblere Verdienstmöglichkeiten.

Zeichen der Wertschätzung

Laura Pooth, die Vorsitzende des DGB Nord, sagte: "Der Arbeitnehmerempfang der Landesregierung ist ein Zeichen der Wertschätzung an die DGB-Gewerkschaften. Gerade in Zeiten der Krisen ist es wichtig, als Gesellschaft zusammenzuhalten und Lösungen zu entwickeln, die für alle Menschen gut sind." Die Bewältigung der Energiekrise sei eine gesamtdeutsche Aufgabe, der Norden könne die Belastungen auf Dauer nicht allein schultern. "Gerade weil der Norden mit viel Windstrom und LNG-Terminals die Energie für das gesamte Land sichert, darf der Strom hier nicht teurer als im Süden sein. Wir brauchen endlich bundeseinheitliche Netzentgelte. Dafür setzen wir uns gern mit der Landeregierung ein." Tarifvertraglich abgesicherte Arbeit sei der Schlüssel, um Fachkräfte zu gewinnen. "Von der Landesregierung erwarten wir einen konkreten Plan, um die Tarifbindung im Land zu stärken, so wie es im Koalitionsvertrag steht."

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