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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

KI hilft Stadtwerken bei der Zählersuche

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz will ein Unternehmen aus Schleswig-Holstein Stadtwerken die Arbeit erleichtern. Das Land fördert das Vorhaben mit 100.000 Euro.

Letzte Aktualisierung: 01.12.2022

Mehrere Stromzähler hängen nebeneinander an einer Wand.
Dank einer Künstlichen Intelligenz sollen Stadtwerke künftig leichter verlorengegangene Zähler aufspüren können.

Ob für Strom, Gas oder Wasser: Zähler sind die Grundlage für alle Abrechnungen der Stadtwerke und damit auch für ihre finanzielle Stabilität. Doch im Alltag kommt es immer wieder vor, dass Zähler aus den Datenbanken der Stadtwerke verschwinden, etwa durch Datenverlust bei Migrationsarbeiten oder bei der Erfassung von neuen Zählern. Das Problem: Diese verlorengegangenen Einträge lassen sich in den tausenden Datensätzen kaum wiederfinden – die Verluste werden dann auf alle Kundinnen und Kunden umgelegt. An dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt der clarifydata GmbH aus Kiel an. Mithilfe einer Künstlichen Intelligenz will das Unternehmen nicht registrierte Zähler aufspüren. Das Land unterstützt das Projekt mit 100.000 Euro.

Mehr Effizienz dank Künstlicher Intelligenz

In der Landeshauptstadt überreichte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter nun einen entsprechenden Förderbescheid an den Geschäftsführer des Unternehmens, Michael Hartke. "Der Einsatz von KI-Lösungen bei den Energieversorgern wird zu mehr Effizienz führen", sagte Schrödter. Von dem Projekt profitierten nicht nur die Energieversorger, sondern auch die Kundinnen und Kunden. "Hier zeigt sich, welch großes Potenzial KI hat und wie nachhaltig der Einsatz ist. So starke und gute Ideen aus Schleswig-Holstein fördern wir als Land sehr gerne."

Sechs Männer sitzen auf einer Treppe. Digitalisierungsminister Schrödter überreicht einen Förderbescheid an einen der Männer.
Bescheidübergabe in Kiel: Andreas Hennig, Projektleiter KI-Transfer-Hub SH (v.l.), Digitalisierungsminister Dirk Schrödter, sowie Alexander Köbke, Michael Hartke, Dr. Johannes Raabe und Till Ole Sauerberg von Clarifydata.

Große Datenmengen blitzschnell auswerten

Bevor die KI ihre Arbeit aufnimmt, wird sie mit einer Vielzahl an Daten aus verschiedenen Quellen gefüttert, um verloren gegangene Zähler zu ermitteln. Dabei gleicht das System die Adressdaten der Stadtwerke mit öffentlichen und zugekauften Datensätzen ab, ergänzt diese falls nötig und führt alle Informationen zu einem einheitlichen Adress-Punkt zusammen. Mithilfe von Satellitenbildern überprüft die KI dann, ob an der gefundenen Adresse ein Gebäude steht. Gibt es zu diesem keine Zählernummer, erhalten die Beschäftigten der Stadtwerke eine Mitteilung.

Pilotphase gestartet

Zurzeit befindet sich das Forschungsprojekt in der Pilotphase. Dafür sucht clarifydata nach Stadtwerken, um das System kostenfrei zu erproben. In Zukunft soll es dann möglich sein, Fehlzähler in den Datenbanken ohne größeren Personalaufwand ausfindig zu machen.

Video: So funktioniert Clarifydata-Fehlzähler

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