FLENSBURG. Beim Dänischen Jahrestreffen Årsmøde in Flensburg hat der Minderheitenbeauftragte Johannes Callsen heute (31. Mai) die Bedeutung der dänischen Minderheit für das Land und die deutsch-dänische Zusammenarbeit hervorgehoben. Im Mittelpunkt seines Grußwortes stand das Motto der Jahrestreffen "Friheden til at være" – die Freiheit, zu sein. "Freiheit bedeutet, die eigene Sprache sprechen zu können, die eigene Kultur leben zu dürfen und die eigene Identität nicht rechtfertigen zu müssen"
, sagte Callsen. Angesichts wachsender gesellschaftlicher globaler Spannungen sei diese Freiheit nicht selbstverständlich und müsse geschützt werden: "Freiheit gerät weltweit unter Druck. Vielfalt wird immer häufiger infrage gestellt. Deshalb ist die Botschaft der Jahrestreffen so wichtig."
Besonders würdigte Callsen die Rolle der dänischen Minderheit als verbindendes Element in der Grenzregion. Sie sei ein zentraler Akteur für Austausch und Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark – in Bildung, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft: "Die dänische Minderheit baut Brücken zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark – und zwischen Menschen und Kulturen"
, sagte er und begrüßte es, dass Schülerinnen und Schüler der Duborg-Skolen aus Flensburg mit der Moderation auf der Bühne in das Programm des Jahrestreffens eingebunden seien: "Gerade junge Menschen zeigen, wie viel Zukunft in der Minderheit steckt."
Der Minderheitenbeauftragte dankte dem Sydslesvigsk Forening sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, Schulen, Vereinen und Kulturgruppen für die Organisation des Jahrestreffens: "Die dänische Minderheit gehört selbstverständlich zu Schleswig-Holsteins und ist eine Bereicherung für unser Land."
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