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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Moderne Verwaltung und gute Online-Dienste für Deutschland: Hamburg und Schleswig-Holstein kooperieren auf dem Weg zu bundesweiten Standards



Letzte Aktualisierung: 23.02.2024

KIEL/HAMBURG. Eine moderne Verwaltung braucht gute Online-Dienste – leicht zu bedienen, sicher und barrierefrei. Hier setzt das Kooperationsprojekt KERN an. Hamburg und Schleswig-Holstein initiieren gemeinsam einen UX-Standard (User-Experience-Standard) für die effiziente Entwicklung von qualitativ hochwertigen Online-Diensten. Das Design-System – ein Baukasten für digitale Verwaltungslösungen – sowie Beratung und Methodenwissen wird allen Bundesländern, Kommunen und IT-Dienstleistern zur Verfügung gestellt. Das Angebot wird stetig weiterentwickelt. Ab heute ist eine erste Version auf www.kern-ux.de veröffentlicht. Am 27. Februar folgt die offizielle Vorstellung und alle Interessierten können zum Austausch zusammenkommen. Denn KERN ist ein Gemeinschaftsprojekt und lebt von der bundesweiten, interdisziplinären Fach-Community.

"Der digitale Staat muss einfacher, intuitiver und insgesamt benutzerfreundlicher werden. Der Erfolg des Gesamtvorhabens Verwaltungsdigitalisierung hängt davon ab, ob es gelingt, die Menschen von unseren Services zu begeistern. Deshalb wird das Thema der nutzerzentrierten Entwicklung stärker als bisher Einzug in das Verwaltungshandeln finden", sagt Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. "Mit KERN haben wir dafür einen wichtigen Baustein geschaffen. Darüber hinaus entwickeln wird mit dem Projekt einen länderübergreifenden Standard, um unnötige Doppelarbeit zu vermeiden und die Qualität unserer Angebote sicherzustellen. Wir handeln dabei nicht allein, sondern in enger Partnerschaft mit allen Interessierten."

"Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen erwarten, dass sie Online-Dienste der Verwaltung so intuitiv und unkompliziert nutzen können, wie sie es von privatwirtschaftlichen Angeboten wie zum Beispiel vom Online-Shopping gewohnt sind", erklärt Staatsrat Jan Pörksen, Chef der Hamburger Senatskanzlei. "Gut bedienbare Verwaltungslösungen mit Wiedererkennungswert stärken das Vertrauen in den digitalen Staat. Es geht darum, digitale Services attraktiv zu gestalten, damit Behördenangelegenheiten immer öfter online erledigt werden."

Die Digitalisierung der deutschen Verwaltung ist vom Föderalismus geprägt. Unterschiedliche Betreiber sowie Plattformen führen oft zu Insellösungen, die nur schlecht auf andere Anwendungsfälle übertragbar sind und das Nutzungserlebnis uneinheitlich machen. KERN soll länderübergreifend von der Kommunal- bis zur Bundesebene zum User-Experience-Standard (UX-Standard) für digitale Verwaltungslösungen werden. Umsetzende werden befähigt, diese barrierefrei und effizient zu entwickeln. Dem Prinzip "Public Money – Public Code" folgend, wird ein Design-System Open Source angeboten. Das Design System ist eine Art Baukasten mit technologieunabhängigen, wiederverwendbaren Komponenten und klaren Gestaltungsvorgaben. Entwicklungskosten werden reduziert, weil nicht immer wieder von Null begonnen werden muss.

Damit aus guten Komponenten auch wirklich gute Verwaltungslösungen werden, ergänzt KERN das Design-System durch Beratung, Methodenwissen und Anwendungsbeispiele. Perspektivisch wird ein UX-Check es leicht machen, die im OZG 2.0 geforderte Nutzerzentrierung und Barrierefreiheit in der Vergabe sicherzustellen. IT-Dienstleister können mit dem UX-Check zeigen, dass sie hohe Standards erfüllen. Das Besondere: All dies passiert nicht im luftleeren Raum. KERN setzte von Anfang an auf den Einbezug aller Gleichgesinnten. Alle Fachleute (z. B. Entwickler, Designer, Produktverantwortliche) sind weiterhin dazu aufgerufen, Teil der bundesweiten, interdisziplinären Community zu werden, um KERN gemeinsam zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Eine erste Version des KERN UX-Standards ist nun auf www.kern-ux.de veröffentlicht. In einer Woche folgt die offizielle Vorstellung und alle Interessierten können zum Austausch zusammenkommen. Durch das Feedback der ersten Nutzenden wird KERN in den nächsten Wochen und Monaten fortlaufend verbessert und weiterentwickelt. Eine breite Einbindung ist für KERN der Schlüssel zum Erfolg. Es geht darum, Vorhandenes zusammenzuführen und darauf aufzubauen, auf die Komponentenbibliothek Kolibri vom ITZ oder den Service Standard. KERN ist stets auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnerschaften.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Vivien Albers, Cornelia Schönau-Sawade | Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel | Tel. 0431 988-1704 | E-Mail: regierungssprecherin@stk.landsh.de | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de

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