KIEL. Schleswig-Holstein soll zum ersten klimaneutralen Industrieland werden: das ist das erklärte Ziel der Landesregierung. Ein wichtiger Baustein dafür ist auch ein energieeffizienter und ressourcenschonender Einsatz von Hard- und Software – die sogenannte Green-IT. "Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir sind uns bewusst, dass die Digitalisierung selbst auch einen Beitrag zum Energiesparen leistet
", sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter anlässlich der Übergabe des Dashboards heute (3. April). Noch stehe die Digitalisierung für einen hohen Energieverbrauch und damit für mehr Emissionen. "Das wollen wir umkehren: Mehr Digitalisierung bei weniger Verbrauch – da müssen wir hinkommen
", betonte Schrödter.
Deshalb setze sich das Land für eine nachhaltige Digitalisierung ein und fördere gezielt den Einsatz von Green-IT. "Wir wollen unsere Position als führender Green-IT-Standort ausbauen
", so der Minister. Die Green-IT Strategie solle einen Weg aufzeigen, wie die Kohlendioxid-Emissionen aus der Informationstechnik gesenkt werden könne. "Die Digitalisierung gibt uns Werkzeuge an die Hand, die uns den Umbau zur Klimaneutralität erleichtern. Wichtig ist, dass wir diese Erfolge nicht mit der gleichen Technologie wieder einreißen
", sagte Schrödter.
Dazu gehöre auch eine nachhaltigere und klimafreundlichere Informations- und Kommunikationstechnik der Landesverwaltung. Dafür solle der IT-bedingte Stromverbrauch des Landes deutlich reduziert werden. In einem ersten Schritt wurden in 20 Liegenschaften Messgeräte installiert, um die IT-Stromverbrauche zu validieren. Dabei überprüfe man sowohl Arbeitsplätze als auch die Netzwerkinfrastruktur, Server und Peripheriegeräte wie Telefone und Drucker. Anhand dieser Messungen sollen in einem zweiten Schritt zielgerichtete Wege für Einsparungen erarbeitet werden. Erste Maßnahmen wie der Austausch von Arbeitsplatztelefonen durch Softphones, die Abschaffung von Druckern oder der Austausch von ineffizienten Servern und Kühlgeräten seien bereits eingeleitet. "Neben technischen Maßnahmen ist es wichtig, dabei auch die Mitarbeitenden der Landesverwaltung mitzunehmen und für das Thema zu sensibilisieren
", so Schrödter.
"Um die Zielsetzung zu erreichen, haben wir weitere gut zehn Millionen Euro für energiesparende Schritte im Digitalbereich bereitgestellt. Für Emissionsminderung, aber auch mit deutlich reduzierter, effektiverer Hardware. Als Landesverwaltung müssen wir alle Möglichkeiten ausloten, wie wir die Digitalisierung klimaschonend hochfahren können
", sagte der Minister.
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