Der Kieler Schauspieler Rainer Bock begann seine Karriere in den Achtzigerjahren auf den Bühnen Schleswig-Holsteins. Mittlerweile ist er auch einem internationalen Publikum bekannt – zum Beispiel als Werner Ziegler in der Serie Better Call Saul.
Geboren wurde Bock 1954 in Kiel. Einige Jahre nach dem Abitur eröffnete er dort mit Freunden das Café Lucy, ein Szenecafé mit Kleinkunstprogramm. Angeregt durch Zuschauer und Freunde entschied er sich zur gleichen Zeit für ein Schauspielstudium und gab sein Debüt 1982 am Theater Kiel.
Von der Bühne auf den Bildschirm
Wie viele ursprüngliche Theaterschauspieler schaffte es auch Bock bald vor die Kamera. Nach sieben Jahren an unterschiedlichen Schauspielhäusern, darunter das Schleswig-Holsteinische Landestheater und das Nationaltheater Mannheim, war er 1989 als verletzter Radfahrer in der ZDF-Serie Der Landarztzu sehen. Sein Kinodebüt folgte 1997 in der Komödie Sterben ist gesünder.
Ab 2009 spielte Bock auch in internationalen Produktion mit: Wenn auch nur für wenige Minuten, war er als General Schönherr in Quentin Tarantinos Film Inglourious Basterds zu sehen. In der US-Serie Better Call Saul bekam er 2018 deutlich mehr Spielzeit und verkörperte über sechs Folgen hinweg den deutschen Ingenieur Werner Ziegler.
Ausgezeichnet – nicht nur im echten Norden
Für sein Wirken vor der Kamera wurde Rainer Bock bereits mehrfach ausgezeichnet. Zu den erfolgreichsten Rollen zählen die des Fregattenkapitäns Heinrich Gluck in Das Boot, für die er 2021 den Bayrischen Fernsehpreis erhielt, sowie die des Richters Lemy im Kinofilm Karla, für die er 2025 mit dem Bayrischen Filmpreis ausgezeichnet wurde.
Aber nicht nur in Bayern, sondern auch im nördlichsten Bundesland werden die schauspielerischen Leistungen des Wahlmüncheners geehrt – gemeinsam mit der Saxophonistin Asya Fateyeva hat er im November 2026 den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein erhalten.
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