Er übernimmt oft die Rolle des "kleinen Mannes": Der gebürtige Eutiner Axel Prahl spielte bereits einen Würstchenbudenbesitzer, Polizisten, Autohändler und Plattenbau-Bewohner – und hat dafür zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Mit Andreas Dresens Filmen Nachtgestalten und Halbe Treppe hatte Axel Prahl seinen Durchbruch im Kino. Seit 2002 verkörpert der Schleswig-Holsteiner den Tatort-Kommissar Frank Thiel und ermittelt zusammen mit dem schnöseligen Gerichtsmediziner Karl-Friedrich Boerne, gespielt von Jan Josef Liefers, für den WDR in Münster.
Grimme-Preisträger
Zwei Mal wurde Axel Prahl bereits mit dem Grimme-Preis ausgzeichnet: 2001 für Die Polizistin und 2003 für Die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Schauspieler hat zudem zahlreiche weitere Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten, unter anderem den Publikumspreis "Beliebtester Schauspieler Serie" bei der Romyverleihung 2015 in Wien.
Von Kiel nach Berlin
Dabei war es eher Zufall, dass Prahl Schauspieler wurde. In Eutin geboren, studierte er zunächst Mathematik und Musik an der Pädagogischen Hochschule in Kiel. Nach Abbruch des Studiums folgten Gelegenheitsjobs und erst dann ein Schauspielstudium in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Anschließend gelang Axel Prahl der Sprung ans Theater Kiel. Anfang der 1990er Jahre wechselte er nach Berlin, wo das Grips-Theater bis 1999 seine Bühnenheimat wurde.
Bleibende Verbindungen in den Norden
Obwohl Prahl mittlerweile in Brandenburg wohnt, ist er regelmäßig in Schleswig-Holstein zu Gast. 2008 stand er mit Peter Jordan für Lars Jessens Kinofilm Die Schimmelreiter in Dithmarschen vor der Kamera.
Und auch als Musiker war Prahl schon im Norden zu hören: Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals spielte er 2021 in Eutin und sang im folgenden Jahr bei der Konzertreihe gewaltig leise auf der Kieler Woche.
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