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Regierungsinspektor/in (w/m/d)

Was macht eine Regierungsinspektorin oder ein Regierungsinspektor?

Letzte Aktualisierung: 06.07.2022

Die Regierung des Landes funktioniert nicht von selbst – in einer modernen Verwaltung fällt viel Arbeit an. Regierungsinspektorinnen und –inspektoren spielen bei der Erledigung dieser Arbeit eine große Rolle. Zuvor müssen sie jedoch als Regierungsinspektoranwärterinnen und –anwärter den dualen Bachelor of Arts-Studiengang "Allgemeine Verwaltung/Public Administration" absolvieren.

Durch das anwendungsbezogene Studium und den selbständigen Umgang mit Wissen und Information wird den Nachwuchskräften ein breit angelegtes Fach- und Methodenwissen vermittelt. Nach dem Studium werden sie als qualifizierte Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter in den Ministerien oder in den Verwaltungseinrichtungen des nachgeordneten Bereichs eingesetzt. Dieses sind zum Beispiel das Landesamt für Ausländerangelegenheiten, das Landesamt für soziale Dienste, das Landespolizei- und Landeskriminalamt sowie das Dienstleistungszentrum Personal.

So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten sind, so unterschiedlich sind auch die Aufgaben von Regierungsinspektorinnen und –inspektoren. Je nach Themenbereich ihrer Einsatzbehörde stehen sie zum Beispiel im Dienste des Umweltschutzes, der Kommunal- und Schulaufsicht, der Wirtschafts- sowie Städtebauförderung, des Sozialwesens, etc.

Sie sind mit den wesentlichen Inhalten des Rechts und der Rechtsanwendung vertraut, so dass sie verantwortlich an den vielfältigen Aufgaben der Landesverwaltung mitarbeiten können. In allen Bereichen gehören immer wieder zentrale Verwaltungsaufgaben, organisatorische Aufgaben, die Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften oder auch leitende Aufgaben zu ihrem Tätigkeitsfeld. Für die Bürger sind Sie der Ansprechpartner bei behördlichen Angelegenheiten.

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Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer Regierungsinspektorin oder Regierungsinspektor werden möchte, sollte ...

  • über eine hohe Lernbereitschaft und Zielstrebigkeit verfügen.
  • bereit sein, Verantwortung und verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.
  • Kooperations- und kommunikationsfähig sein.
  • Organisations- und Planungsvermögen besitzen.
  • sich schnell in unterschiedliche Tätigkeitsfelder einarbeiten können.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss/Studienabschluss:
Für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst ist grundsätzlich der Nachweis der allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife (schulischer und praktischer/berufsbezogener Teil) erforderlich.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:
jeweils zum 1. August.

Ausbildungsdauer:
36 Monate

Ausbildungsaufbau:
Der Studiengang Bachelor of Arts "Allgemeine Verwaltung/Public Administration" gliedert sich in fachtheoretische Studienzeiten von insgesamt 24 Monaten (= 6 Theorietrimester) und berufspraktische Studienzeiten von insgesamt 12 Monaten (= 3 Praxistrimester).

Der Ablauf des Studiums ist folgendermaßen aufgeteilt:

  • 1. Studienjahr (Grundstudium): 3 Trimester Theorie
  • 2. Studienjahr (Hauptstudium): 2 Trimester Praxis, dazwischen 1 Trimester Theorie
  • 3. Studienjahr (Hauptstudium): 2 Trimester Theorie, dazwischen 1 Trimester Praxis

Die fachtheoretischen Studienzeiten werden an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, Altenholz, abgeleistet.

Ausbildungsorte:

  • Die berufspraktischen Studienzeiten werden in verschiedenen Landesdienststellen abgeleistet.

Art des Ausbildungsverhältnisses:
Die Einstellung erfolgt für die Landesverwaltung zentral durch die Staatskanzlei. Das duale Studium wird im Beamtenverhältnis auf Widerruf absolviert.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

Fachtheorie:
Es werden Kenntnisse und Fertigkeiten in den Studienbereichen Rechtswissenschaften sowie Wirtschafts-, Verwaltungs- und Sozialwissenschaften vermittelt. Neben Fachkenntnissen spielt auch das Erlangen von methodischem Wissen sowie von sozialen und kommunikativen Schlüsselqualifikationen eine wichtige Rolle. Vermittelt werden zudem Kenntnisse über Herausforderungen und Perspektiven der modernen Verwaltung, die sich an betriebswirtschaftlichen Ansätzen orientiert. Die Studierenden werden durch exemplarisches und methodisches Lernen in die Lage versetzt, rechtliche Bestimmungen auch unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Erfordernisse anzuwenden.

Berufspraktika:
Die berufspraktischen Studienzeiten werden in verschiedenen Landesdienststellen sowie in einer Kommunalverwaltung abgeleistet. Die Praktika dienen dem Kennenlernen der Verwaltungstätigkeit und verdeutlichen die Aufgaben, Arbeitsweisen und Zusammenhänge der öffentlichen Verwaltung und helfen, erste Eindrücke von der Berufswirklichkeit zu bekommen. Dabei knüpfen die praktischen Studienzeiten eng an die im Studium erworbenen fachlichen und methodischen Kenntnisse an, so dass in unterschiedlichsten Aufgabenfeldern an Problemlösungen mitgearbeitet werden kann. Vielfach werden typische Vorgänge selbständig bearbeitet.

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Während des Vorbereitungsdienstes werden Anwärterbezüge für das Einstiegsamt A 9 gemäß SHBesG gezahlt.

Die Vergütung während des Vorbereitungsdienstes (drei Jahre) beträgt ab dem 1. Juni 2021 monatlich 1.336,54 Euro brutto (Anwärtergrundbetrag).

Neben dem Anwärtergrundbetrag erhalten die Anwärterinnen und Anwärter – soweit die Voraussetzungen vorliegen – einen Familienzuschlag gemäß § 44 SHBesG i. V. m. Anlage 6.

Darüber hinaus werden auf Antrag vermögenswirksame Leistungen gewährt.

Nach erfolgreich abgelegter Laufbahnprüfung beträgt das Grundgehalt inkl. einer allgemeinen Stellenzulage brutto 2.932,88 Euro, sofern keine anrechenbaren Vordienstzeiten vorliegen.

(Stand: Februar 2022)

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum

Bis zum 30. September des Vorjahres. Später eingehende Bewerbungen können in der Regel nicht berücksichtigt werden.

Notwendige Unterlagen

  • aussagekräftiges Anschreiben,
  • Lebenslauf (Bitte verzichten Sie auf die Übersendung von Lichtbildern),
  • Telefonnummer und eine aktuelle E-Mail-Adresse,
  • Kopien des Schulabschlusszeugnisses bzw. des letzten Zeugnisses und
  • Nachweise über eine Tätigkeit oder Berufsausbildung nach der Schulentlassung.

So können Sie sich bei uns bewerben

Online

Jeweils vom 1. Juli bis zum 30. September können Sie sich online bei uns bewerben. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Form der Bewerbung auswählen. Zur Online-Bewerbung.

Nächster Bewerbungszeitraum ab 01. Juli 2022.

Per Post

Bei Bewerbungen in Papierform bitten wir um Übersendung von Kopien, da die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt werden. In diesem Fall richten Sie Ihre Bewerbung bitte unter Angabe einer E-Mail-Adresse an folgenden Empfänger:

Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein
Referat StK 44
Düsternbrooker Weg 104
24105 Kiel

Bewerbungen per E-Mail können aus organisatorischen Gründen leider keine Berücksichtigung finden.

Welche Berufschancen gibt es?

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:
Das Land bildet entsprechend seiner sich abzeichnenden Bedarfe zielgerichtet aus. In den letzten Jahren konnte daher allen Nachwuchskräften auch eine Stelle innerhalb der Landesverwaltung angeboten werden. Für eine Übernahme in den Landesdienst ist aber auch das Ergebnis der Laufbahnprüfung von Bedeutung. Ein gesetzlicher Übernahmeanspruch besteht allerdings nicht.

Wo kann ich mich informieren?

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