Im März 2026 richtet die Landespolizei Schleswig-Holstein eine der größten bundesweiten Übungen zur Terrorismusabwehr aus. Ziel der GETEX 2026 ist es, die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundeswehr weiter zu stärken und die Reaktionsfähigkeit auf komplexe Bedrohungslagen in realistischen Szenarien zu testen. Gemeinsam wird mit zahlreichen anderen Sicherheitsbehörden geübt, um im Ernstfall noch schneller und effektiver handeln zu können.
Was ist die GETEX-Übung?
Ein Überblick
GETEX steht für „Gemeinsame Terrorismusabwehr-Exercise“. Es handelt sich um ein etabliertes bundesweites Übungsformat, bei dem Polizei und Bundeswehr ihre Kompetenzen im Bereich der Terrorismusabwehr zusammenführen. In realitätsnahen Szenarien wir von der Informationsweitergabe bis hin zum koordinierten Einsatz moderner Technik und Mittel geübt.
Einsatzkräfte an der Winde eines Polizeihubschraubers
Im Fokus stehen dabei:
der strukturierte Informationsaustausch,
ein gemeinsames taktisches Vorgehen
sowie der Einsatz moderner Führungs- und Einsatzmittel.
GETEX 2026:
Ein starkes Netzwerk der Sicherheit
Video GETEX 2026
Die GETEX 2026 ist mehr als eine Übung – sie ist ein Zusammenschluss und ein Zeichen für Zusammenarbeit innerhalb der Sicherheitsstrukturen Deutschlands. Unter der Federführung der Landespolizei Schleswig-Holstein bereiten sich seit Monaten zahlreiche Behörden intensiv auf die Übung vor – darunter die Länderpolizeien Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt (BKA), die Bundeswehr sowie das Bundesministerium des Inneren (BMI), das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und das Technische Hilfswerk (THW).
Ziele der GETEX 2026:
Was wir erreichen wollen
Getex verfolgt klare Ziele. Dabei ist der Erkenntnisgewinn über die Fähigkeiten aller beteiligten Behörden und Organisationen sowie die Optimierung der sicherheitsübergreifenden Kommunikation zwischen Bundes- und Landesbehörden von zentraler Bedeutung.
die Optimierung des Verfahrens der Kooperation zwischen Ländern und Bund im Rahmen der Amtshilfe
die Optimierung des Zusammenwirkens bei der Anforderung von Unterstützungskräften aus anderen Bundesländern, von der Bundespolizei oder der Bundeswehr
die Verstetigung von Verfahren für die Einbindung der Bundeswehr in die Krisenmanagementstruktur der Länder
die Zusammenarbeit polizeilicher und militärischer Führungsstrukturen
Hintergrund der GETEX:
Warum die Übung wichtig ist
Die GETEX wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in länderübergreifenden Krisensituationen zu testen und zu verbessern. Seit ihrer ersten Durchführung im Jahr 2017 hat sich die Übung kontinuierlich weiterentwickelt.
Mit einem Beschluss im Rahmen der 209. Innenministerkonferenz (IMK) hat das Land Schleswig-Holstein die Ausrichtung der nächsten bundesweiten GETEX übernommen. Damit leistet Schleswig-Holstein 2026 einen zentralen Beitrag zur Weiterentwicklung der ressortübergreifenden Übungskultur im Bereich der Terrorismusabwehr.
Rechtliche Grundlagen der GETEX:
Wie die Zusammenarbeit rechtlich abgesichert ist
Im Falle besonders schwerer und außergewöhnlicher Krisenlagen, etwa im Zusammenhang mit terroristischen Bedrohungen, kann die Bundeswehr unter bestimmten Voraussetzungen zur Unterstützung der Polizeikräfte im Inland eingesetzt werden. Die rechtliche Grundlage dafür bildet Artikel 35 des Grundgesetzes (GG), der die Amtshilfe zwischen den Behörden regelt. Neben technisch-logistischer Unterstützung kann dies auch hoheitliche Maßnahmen umfassen, sofern sie dem gesetzlichen Auftrag der Polizei dienen und verfassungsrechtlich zulässig sind.
Die GETEX bietet einen rechtssicheren Rahmen, um die Zusammenarbeit unter diesen Bedingungen zu erproben.
Kontakt / weitere Informationen
Die GETEX 2026 ist ein wichtiger Schritt in der polizeilich-militärischen Zusammenarbeit. Wir halten Sie gerne über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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