„Versorgungssicherheit ist unser tägliches Geschäft.“
im Gespräch mit Matthias Rucker von igefa
CEO Matthias Rucker von igefa behält den Überblick: Hinter dem Fachgroßhändler stehen mehrere Familienunternehmen mit knapp 30 Standorten und über 300.000 Artikeln, die Hygiene und Reinigung garantieren. Unverzichtbar, denn Sauberkeit ist systemrelevant – ob für Kliniken, Hotels oder Praxen. Mit Claus Ruhe Madsen teilt Matthias Rucker viele Überzeugungen – und Herzensthemen wie Versorgungssicherheit und die offene Willkommenskultur im echten Norden. Ungeklärt bleibt nur die Frage „Rennrad oder Laufen“. Saubere Sache: Viel Spaß beim Reinhören.
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Transkript
00:00:00,880 --> 00:00:39,980 [Claus Ruhe Madsen]
Er führt eines der größten Unternehmen unseres Landes, entstanden aus der Fusion von vier Familienunternehmen. Die igefa SE versorgt als Fachgroßhändler mehr als eine halbe Million gewerbliche Kunden deutschlandweit mit Produkten vorwiegend für Hygiene und Reinigung, darunter Pflegeheime und Kliniken. Unser Gast stellt sich einer vielschichtigen Herausforderung: Wie schafft man den Spagat zwischen Tradition und Innovation? Und wie sichert er die hygienische Versorgung in unseren Kliniken? Darüber spreche ich heute mit Matthias Rucker, dem Vorstandsvorsitzenden der igefa. Ich bin Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und du hörst den Podcast aus dem echten Norden.
00:00:39,980 --> 00:01:05,300 [Off]
[Musik] Zukunftstalk mit Madsen. Der Podcast für alle, die Schleswig-Holsteins Weg zum ersten klimaneutralen Industrieland begleiten möchten. Es geht das Leben und Arbeiten im echten Norden, um spannende Wirtschaftsthemen und wichtige Zukunftsbranchen. Außerdem erzählen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ihre inspirierenden Erfolgsgeschichten und geben Einblicke in ihre ganz persönliche Work-Beach-Balance. Viel Spaß beim Reinhören.
00:01:07,380 --> 00:01:17,120 [Claus Ruhe Madsen]
Hallo Matthias, freut mich sehr, dass Du heute den Weg zu uns gefunden hast. Erklär uns doch mal, wie kommt es dazu, dass Du gleich mit vier Familienunternehmen zu tun hast?
00:01:18,440 --> 00:01:51,140 [Matthias Rucker]
Ja, Claus, freut mich erst mal, hier zu sein heute. Ähm, danke für die Einladung. Ähm, ja, die igefa ist ein Unternehmen, das aus vier Familienunternehmen entstanden ist. Äh, wir waren zunächst eine Interessensgemeinschaft innerhalb von Deutschland, haben uns dann vor, ähm, 2022 dazu entschieden, ein Unternehmen zu werden mit der Gründung dann der igefa SE. Und das sind natürlich vier Familienunternehmen, die zusammengekommen sind in eins. Die Familien sind immer noch da, die sind im Beirat vertreten, also sind immer noch nah an den Unternehmen dran, aber wir agieren jetzt mittlerweile als ein einheitliches Unternehmen.
00:01:51,140 --> 00:01:53,980 [Claus Ruhe Madsen]
Das hast Du zusammengeführt oder wie soll ich mir das vorstellen?
00:01:53,980 --> 00:02:01,300 [Matthias Rucker]
Das wurde schon zuvor zusammengeführt, äh, wie gesagt, im Jahre 2022. Ich darf seit zwei Jahren, ähm, mitgestalten.
00:02:01,300 --> 00:02:03,360 [Claus Ruhe Madsen]
Hast Du die Familien im Griff?
00:02:03,360 --> 00:02:25,780 [Matthias Rucker]
Das versuche ich täglich. [lacht] Das versuche ich täglich. Ähm, aber das, das funktioniert bei uns eigentlich sehr, sehr gut, ne. Auf Basis der Beiratsfunktion, die die haben. Die Unternehmen, die Familien sind nach wie vor sehr eng dran, ähm, kennen natürlich die Unternehmen sehr, sehr gut. Das ist für mich natürlich auch sehr, sehr hilfreich für jemanden, der auch neu in der Branche ist, sozusagen, da auch immer jemanden zu haben, mit dem man gut sparren kann und unser Austausch ist sehr, sehr gut.
00:02:25,780 --> 00:02:33,560 [Claus Ruhe Madsen]
Also ich sage mal, wenn man unterwegs ist in Schleswig-Holstein, kann man den Standort quasi nicht übersehen. Aber wie hast du denn zu dem Unternehmen gefunden?
00:02:34,660 --> 00:03:00,579 [Matthias Rucker]
Über viele Gespräche, ne. Das ist, das ist ja das Schöne, was ja Familienunternehmen ja auch auszeichnet. Das ist ja etwas sehr Enges, ähm, auch in der Zusammenarbeit, äh, Vorstand und Familie zusammen. Also ich hatte damals mit insbesondere mit Kai Kruse, der Hauptgesellschafter ist, der igefa, sehr viele gute Gespräche gehabt, mit der Familie, mit den anderen Gesellschaftern. Und das hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, weil gerade diese Aufgabe, diese verschiedenen Unternehmen zusammenzubringen zu einem Unternehmen, das findet man nicht so oft.
00:03:00,580 --> 00:03:08,540 [Claus Ruhe Madsen]
Ja, ihr habt, glaube ich, auch ziemlich viele Standorte. Wie bringst du das quasi? Also wie schafft man, das alles quasi in eine Richtung ziehen?
00:03:08,540 --> 00:03:55,480 [Matthias Rucker]
Viel unterwegs sein. Ähm, ich glaube, das ist, das ist ganz wichtig. Also wir haben sechsundzwanzig Standorte, wie du sagst und, ähm, letztendlich, man muss ja, man darf ja nicht vergessen, das sind ja alles ehemalige Familienunternehmen und man kennt ja auch die Nähe zu den Familieneigentümern, ne. Das ist ja etwas, was Menschen ja auch auszeichnet in den einzelnen Unternehmen. Und das muss man natürlich auch ein Stück weit mit abdecken, ne. Das ist, das gehört zu uns in der Kultur mit dazu und ich finde immer, ähm, man lernt das Geschäft nur dann, wenn man wirklich vor Ort ist. Ich habe immer diesen Begriff mal geprägt von der CEO-Bubble. Wenn man irgendwo in einem Büro sitzt und dann eigentlich weit weg ist von dem, was wirklich passiert, also wie das Geschäft wirklich läuft und was die Themen sind, die wir haben, das lernt man nur vor Ort. Und ich verbringe normal vier, fünf Tage die Woche bei uns in den Standorten, reise viel herum und versuche, so viel wie möglich in Kontakt mit unseren Menschen zu sein.
00:03:55,480 --> 00:03:58,200 [Claus Ruhe Madsen]
Und man hat dich quasi dann in der Familie aufgenommen.
00:03:58,200 --> 00:04:15,820 [Matthias Rucker]
[lacht] So ganz so weit ist es noch nicht. Ähm, es gibt ja so 'n schöne, ich hab auch kürzlich so 'n schön Seminar für familienexterne Manager, das hieß Vettern auf Zeit. Das fand ich eigentlich ganz, ganz, ganz schön. Aber nein, man hat natürlich auch, äh, glaube ich, einfach eine sehr gute professionelle Beziehung, ne, die wir, ähm, haben.
00:04:15,820 --> 00:04:27,320 [Claus Ruhe Madsen]
Und, ähm, ich denke, du hast es ja eben angesprochen, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es dann schwierig, wenn die bisher den engen Kontakt zu Familie, Familie ist ja immer familiegeführt, ist ein Stück weit anders als professionell geführt.
00:04:27,320 --> 00:04:27,920 [Matthias Rucker]
Ja.
00:04:27,920 --> 00:04:33,220 [Claus Ruhe Madsen]
Oder sagen die: „Okay, das ist auch gut, dass wir hier eine professionelle Führung letztendlich haben"?
00:04:33,220 --> 00:05:04,060 [Matthias Rucker]
Ja, ich denke ja, weil das, das ist natürlich jetzt auch aus dem, aus der Fusion heraus natürlich auch der richtige Schritt nach vorne, ne. Und, aber das darf man nicht unterschätzen, ne, weil du sagst das auch genau richtig. Das sind ja viele kulturelle Themen, die kommen. Zum einen natürlich vier Familienkulturen, die zusammenkommen, also verschieden unterschiedliche Kulturen. Dann der Switch sozusagen von einer Familienunternehmen in eine, sagen wir mal, Manager-geführtes Unternehmen und dann natürlich auch viele Dinge nach vorne, die uns bewegen, Innovation, das Unternehmen nach vorne weiterentwickeln. Also viele kulturelle Wandel in einem. Das darf man auch nicht unterschätzen.
00:05:04,060 --> 00:05:18,120 [Claus Ruhe Madsen]
Ihr seid ja Fachhändler und spezialisiert für Reinigung und Hygieneprodukte, ähm, also verstärkt quasi in B2B, Business to Business. Seid ihr so was wie der Amazon, äh, oder was genau? Wie funktioniert das Ganze?
00:05:18,120 --> 00:05:49,960 [Matthias Rucker]
Ich wehre mich nie mit dem Vergleich mit Amazon. Äh, das, das, das ist immer eine gute, eine gute Auszeichnung. Ja, aber ich glaube, der Unterschied ist genau der: Wir sind B2B-Händler, ne. Wir sind Großhändler. Ich glaube, das ist, oder Fachgroßhändler, ne. Ich glaube, das ist, das ist der, der relevante Unterschied. Also Unternehmen, unsere Kunden sind, äh, Unternehmen, ähm, keine, keine Einzelkunden in dem Fall. Also das, das ist der, der, der wesentliche Unterschied. Und da sind wir recht breit aufgestellt. Wir machen viel im Gesundheitswesen, vierzig Prozent von unseren, von unseren Kunden, aber auch Gebäudereiniger, HoReCa, Kommunen und Industrieunternehmen.
00:05:50,308 --> 00:06:05,908 [Claus Ruhe Madsen]
Wie findet man dann diese Kunden? Also ich nehme an, das ist nicht so wie bei Amazon, dass man einfach mal, äh, äh, viel fremden Verkehr auf die eigene Seiten hat, sondern vielleicht Fachmessen oder wie genau gestaltet sich— oder ist das Mund zu Mund? Also einfach weil man gute Arbeit macht.
00:06:05,908 --> 00:06:29,697 [Matthias Rucker]
Also zum großen Teil ist es genau das. Ne, das sind natürlich viele Kunden, die schon viele Jahre mit uns zusammenarbeiten, was uns natürlich freut. Und da gilt's natürlich immer, diese Kunden zu wahren und zu halten. Ansonsten sind wir auch vertrieblich gut aufgestellt, haben sehr großen Vertrieb innerhalb von Deutschland, ähm, die natürlich sehr ange, ange an den Kunden dran sind. Und dann, wie du sagst, ne, es ist einfach, ähm, Reputation, Messen, ähm, sich entsprechend dann beim Fachpublikum auch bekannt zu machen.
00:06:29,697 --> 00:06:36,478 [Claus Ruhe Madsen]
Also was natürlich wahnsinnig wichtig ist: Wie sichert ihr eigentlich die hygienische Versorgung in unseren Kliniken?
00:06:36,478 --> 00:06:56,808 [Matthias Rucker]
Na, wir haben, also erst mal haben wir dreitausend tolle Mitarbeiter in ganz Deutschland sitzen, ähm, die täglich dafür sorgen, dass wir, ähm, unsere Kunden gut beliefern können. Ähm, wir haben vierhundert LKWs, wir haben, ähm, zweihunderttausend Quadratmeter Lagerfläche, ähm, um eine tägliche Verfügbarkeit und Sicherheit, sozusagen Versorgungssicherheit für unsere Kunden sicherzustellen.
00:06:56,808 --> 00:06:59,808 [Claus Ruhe Madsen]
Deutschlandweit verbreitet oder nur bei uns hier in Schleswig-Holstein?
00:06:59,808 --> 00:07:08,548 [Matthias Rucker]
In, in, in ganz Deutschland. Sechsundzwanzig Standorte in Deutschland und auch in, ähm, Auslands-, ähm, -niederlassungen in Polen, in Österreich und in Holland.
00:07:08,548 --> 00:07:14,287 [Claus Ruhe Madsen]
Das heißt, wenn du in Norddeutschland bist, dann rufen die alle an und sagen: "Ihr könnt euch zurücklehnen, Chef ist gerade bei uns hier im Norden."
00:07:14,288 --> 00:07:17,147 [Matthias Rucker]
Absolut. Da gibt's immer 'ne Gute. [lacht]
00:07:18,188 --> 00:07:18,348 [Matthias Rucker]
Genau.
00:07:18,348 --> 00:07:28,008 [Claus Ruhe Madsen]
Das ist doch für dich 'ne große Herausforderung, oder? Lebend in München und dann quasi überall sein müssen. Oder ist das nicht so, dass die dich rufen und sagen: "Wir brauchen dich hier morgen früh"?
00:07:28,008 --> 00:07:38,478 [Matthias Rucker]
Nein, also das so, unser Geschäft ist ja ein Stück weit planbar, ne. Das sind ja, sind ja solches Verbrauchsartikel und ich glaub, da sind wir als Unternehmen schon gut genug organisiert, dass da keine solche, solche Notfälle auftreten.
00:07:38,478 --> 00:07:46,308 [Claus Ruhe Madsen]
Und immer genug vorhanden auf Lager oder kann es auch mal Engpässe geben? Also wie, wie sichert man eigentlich, das ist ja hochsensibel.
00:07:46,308 --> 00:07:57,678 [Matthias Rucker]
Ja. Nee, das ist natürlich 'n Versprechen, das wir geben unseren Kunden, was wir täglich versuchen, auch, ähm, genauso zu halten. Und Verfügbarkeit ist bei uns einfach 'n ganz großer Wert.
00:07:57,678 --> 00:08:05,907 [Claus Ruhe Madsen]
Das wiederum auch bedeutet, dass man nicht überlegt, gehe ich mal zur Wettbewerber, weil man weiß um die Sicherheit, dass es wird geliefert, das, was bestellt wird, ist da.
00:08:05,908 --> 00:08:06,108 [Matthias Rucker]
Ja.
00:08:06,108 --> 00:08:07,868 [Claus Ruhe Madsen]
Es gibt keine Überraschungen.
00:08:07,868 --> 00:08:26,488 [Matthias Rucker]
Ich mein, dafür sind wir ja da, ne. Das ist ja unser, ähm, Sinn und Zweck als Unternehmen, auch, ähm, Versorgungssicherheit für unsere Kunden sicherzustellen, ähm, gerade in den kritischen Bereichen wie Medizinbereich et cetera und da, ähm, das ist unser tägliches Geschäft, ähm, mit allen unseren Mitarbeitern dafür, ähm, Sorge zu tragen.
00:08:26,488 --> 00:08:28,828 [Claus Ruhe Madsen]
Ist auch, glaub ich, euer Firmenslogan.
00:08:28,828 --> 00:08:30,588 [Matthias Rucker]
Für eine sichere und saubere Welt.
00:08:30,588 --> 00:08:32,508 [Claus Ruhe Madsen]
Absolut. Also das wird auch gelebt.
00:08:32,508 --> 00:08:33,808 [Matthias Rucker]
Das wird gelebt.
00:08:33,808 --> 00:08:57,088 [Claus Ruhe Madsen]
Großartig. In vielerlei Branchen haben ja, äh, Zölle und Ähnliches in Amerika dazu geführt, dass, äh, ja, neue Handels-, äh, ströme aufkommen. Das hat aber auch bedeutet, dass zum Beispiel chinesische Unternehmen nicht so stark im amerikanischen Markt mehr reinkommen und deswegen auf Europa einströmen. Habt ihr auch eine solche Konkurrenzsituation oder seid ihr mehr so 'n bisschen alleine im Markt?
00:08:57,088 --> 00:09:28,288 [Matthias Rucker]
Ja, wir haben eine eigentlich sehr gute Position im Markt, ne. Weil unser Geschäft, das läuft sehr stark über Beziehungen. Ne, ich glaub, das ist das Entscheidende. Also es ist etwas, was man nicht so technologisch einfach eins zu eins ersetzen kann, ne, wie es jetzt bei den B2C-Onlinehändlern so ist, sondern wir sind ein Beziehungsgeschäft. Wir arbeiten sehr eng mit unseren Kunden. Wir integrieren uns in die, in die Wertschöpfungsketten unserer Kunden hinein. Äh, wir haben gute Kontakte zu unseren Kunden, ähm, und das macht einfach viel aus. Und das gibt uns natürlich ein Stück weit Sicherheit von, ich sag mal, ähm, Wettbewerb von außen.
00:09:28,288 --> 00:09:45,368 [Claus Ruhe Madsen]
Gut, ich kann das absolut nachvollziehen, wenn man sagt: Hier, wir arbeiten mit Vertrauen, wir sind seit eh und je guten Lieferanten. Die Zeiten werden aber schwieriger. Achtet der Kunde nicht auch verstärkt auf, ja, wie ist denn der Preis? Matthias ist zwar sympathisch, aber kann er denn auch im Markt mithalten?
00:09:45,368 --> 00:10:24,848 [Matthias Rucker]
Ja, das und das, äh, täglich. Ne, also das ist, das ist, ich glaub, das, das betrifft uns alle. Ich glaub, dass die, die gute, ähm, oder die wichtige Argumentation ist natürlich, Preis ist ja nicht nur Produktpreis, ne. Preis ist auch Prozesskosten. Und Prozesskosten werden auch bei unseren Kunden immer wichtiger, ne. Es geht ja auch dort um, ähm, Arbeitskräfte, Fachkräftemangel et cetera. Und, ähm, auch dort muss man gucken als auch Händler helfen, wie kann ich dort auch helfen, ne? Durch 'nen besseren Service, durch Themen wie Just-in-Time-Belieferung, Never-out-of-Stock-Belieferung und so weiter. Solche Themen, um dem Kunden auch Arbeitslast wegzunehmen. Und das ist auch bares Geld für den Kunden selber, wo sich auch einige sparen können.
00:10:24,848 --> 00:10:34,748 [Claus Ruhe Madsen]
Ihr habt ja auch Krankenhäuser und Pflegeheime und da wird wahrscheinlich auch eher der Qualität und Service im, im Vordergrund stehen als am Ende der Preis. Oder, oder wie, wie ist denn eigentlich so 'n Kunde Pflegeheim?
00:10:36,068 --> 00:11:05,288 [Matthias Rucker]
Also Kunde Pflegeheim ist wie viele andere, ähm, Kunden, ne. Also natürlich spielt immer Preis 'ne Rolle, ne. Ich glaub, das wird auch jeder Kunde als Nummer-eins-Kriterium auch immer bewerten. Also ohne gute Preise, ähm, hat man einfach Herausforderungen. Aber mindestens genauso wichtig ist einfach sicherzustellen, dass die Produkte und die Services da sind, wenn sie der Kunde auch braucht. Und derjenige, der das entsprechend auch sicherstellen kann, der Partner, der Händler, der das auch sicherstellen kann, da hat er sehr gute Argumente.
00:11:05,288 --> 00:11:15,368 [Claus Ruhe Madsen]
Gibt es denn dann auch immer wieder bei euch auf Messen irgendwelche verrückten neue Produkte? Hier ist der letzte Wischmob. [lacht] Das heiße Zeug.
00:11:15,368 --> 00:11:17,348 [Matthias Rucker]
[lacht] Der heiße Wischmob.
00:11:17,348 --> 00:11:17,668 [Claus Ruhe Madsen]
Ja.
00:11:17,668 --> 00:11:27,208 [Matthias Rucker]
Ähm, das, das hängt, äh, sehr bei uns von der, von der Produktkategorie ab. Natürlich, es gibt bestimmte Produktkategorien wie Papier, da ist jetzt, ne-
00:11:27,208 --> 00:11:28,948 [Claus Ruhe Madsen]
Da ist nicht so viel Innovation drin.
00:11:28,948 --> 00:11:40,793 [Matthias Rucker]
Genau, ü-überschaubar, ich sag mal so. Aber, ähm, natürlich, wir haben auch Reinigungsrobotik und, ähm, solche Themen und das ist natürlich ein Markt, der ist, der ist sehr heiß, ne. Also da tut sich einfach sehr, sehr viel und entwickelt sich auch sehr, sehr viel.
00:11:40,699 --> 00:11:58,358 [Claus Ruhe Madsen]
Das find ich super interessant, weil ich bin ja jetzt auch viele Diskussionen zu KI und anderem und, äh, Robotics, Automatisierungen und so. Werden wir in den nächsten Jahren, weil wir ja auch vor Fachkräfteherausforderungen stehen, erleben, dass Pflegeheime von Robotern gereinigt werden, oder?
00:11:58,448 --> 00:12:00,988 [Matthias Rucker]
Ja, also das wird, das wird, äh, sicher immer mehr kommen.
00:12:00,988 --> 00:12:10,188 [Claus Ruhe Madsen]
Also zu Hause hat man ja schon mal so 'n kleinen Staubsauger oder 'n Rasenmäherroboter oder so was. Aber kann man auch hygienische Klinik-, äh, Reinigungsstandard erreichen?
00:12:10,188 --> 00:12:29,968 [Matthias Rucker]
Also Antwort ist klar Ja, ne. Und das ist auch etwas, was auch viel mehr kommt, ne. Und ich glaub, die Herausforderung, die einfach noch bei vielen ist, ist der Service. Ich glaub, die, die Serviceabdeckung, auch das, was die Hersteller auch, auch, auch haben bei uns in, in, in Deutschland, in Gesamtdeutschland, das halt sicherzustellen, ähm, dass das auch alles problemlos läuft. Aber der Trend geht ganz klar in die Richtung.
00:12:30,376 --> 00:12:43,356 [Claus Ruhe Madsen]
Gibt es da nicht auch so Systemlösungen hin zu komplettes, äh, ja, ich sage mal, in OP-Räume, das Besteck, alles, also quasi, dass das als Kiste alles geliefert wird und es ist fertig? Oder macht ihr gar nicht in diesen Bereichen?
00:12:43,356 --> 00:13:19,516 [Matthias Rucker]
Nee, absolut. Das, das ist auch ein großes Thema von uns, das, was ich vorher auch meinte. Also wir gehen zum Beispiel bei Krankenhäusern und so weiter, wir gehen dort, äh, bis in die Stationsbelieferung hinein, also wirklich dann die, die Integration. Und, äh, so ein Geschäftsfeld, das bei uns momentan auch sehr, sehr stark wächst, ist gerade bei Krankenhäusern ist das Thema, ähm, Vollversorgung von Krankenhäusern, also dass wir dann quasi eigentlich so das gesamte Lager, die gesamte Lagerverwaltung des Krankenhauses übernehmen, also nicht nur unsere Produkte, sondern auch andere. Und dann schafft man natürlich eine sehr, sehr starke Integration. Das hilft dem Kunden, ne, weil er da natürlich auch von seiner Seite natürlich auch, äh, Personal einsparen kann, das er vielleicht anderweitig braucht.
00:13:19,516 --> 00:13:41,516 [Claus Ruhe Madsen]
Ich sah in Skandinavien fährt man sogar, glaube ich, äh, Krankenhausbetten unten durch, so was wie 'ne Spülmaschine, wenn man so möchte. Also vorne Betten rein, hinten raus, saubere Betten. Kommt so was immer mehr? Also damit man nicht mehr so viel manuelles Arbeit hat, um, um Reinigung hinzubekommen? Oder hat das sogar was mit Reinigungsstandards zu tun, dass man dieses vollautomatische oder modulare?
00:13:43,236 --> 00:13:49,615 [Matthias Rucker]
Ja, also mit den, mit, mit der Reinigung der, der, der Betten, das, das ist jetzt nicht ganz so unser Geschäft.
00:13:49,616 --> 00:13:51,636 [Claus Ruhe Madsen]
Aber vielleicht das Material, was man dazu bräuchte.
00:13:51,636 --> 00:14:16,376 [Matthias Rucker]
Absolut. Also wenn's um die Chemie geht und so weiter, das, das natürlich, ja. Aber ich glaube, die, die Grundherausforderung ist, ist überall die gleiche, ne. Wir haben, ähm, in verschiedenen Stellen einfach Fachkräfte, ähm, Herausforderung, Fachkräftemangel und je mehr ich die Möglichkeit habe, Dinge, einfach so Tätigkeiten, ähm, die vielleicht auch etwas einfacher sind, zu automatisieren oder auch irgendwie nach, nach außen zu geben, umso mehr wird das auch von allen Unternehmen auch genutzt werden.
00:14:16,376 --> 00:14:34,416 [Claus Ruhe Madsen]
Dann nehmen wir doch einfach mal ein paar sehr große Zahlen im Mund. Ihr habt eine halbe Million Kunden und, äh, wenn man so möchte, tausend Millionen Euro Umsatz, also eine Milliarde, und, äh, handelt mit etwa dreihunderttausend Artikeln. Äh, ihr seid aber nicht von jedem bekannt. Seid ihr so was wie ein Hidden Champion?
00:14:35,716 --> 00:14:38,836 [Matthias Rucker]
Wehre ich mich nicht gegen, ne. Sind wir, sind wir, sind wir gerne. Ähm-
00:14:38,836 --> 00:14:42,696 [Claus Ruhe Madsen]
Also in der Branche, wie groß seid ihr denn da? So könnte man das vielleicht auch fragen.
00:14:42,696 --> 00:15:27,956 [Matthias Rucker]
Also in der Branche sind wir nicht so hidden, ne, da sind wir, ähm, sind wir klarer Champion, würde ich das [lacht] mal, würde ich, würde ich uns, uns bewerten. Ja, das ist natürlich das, das Thema immer eines B2B-Händlers, ne. In der Außendarstellung, der Außenmarke ist es, ist man nicht so bekannt, ne, sondern aber natürlich in den Fachkreisen dann sozusagen, wo es dann relevant ist, natürlich schon. Und bei uns in der Branche sind wir klarer Marktführer, ne. Die, die igefa ist mit, also der, der Nächst Größere ist auch oder die nächstgrößeren Verbundgruppen, die bei uns im Markt bestehen, sind noch deutlich kleiner. Und das hilft uns natürlich gerade im nationalen Geschäft, ne. Und wir sehen ja in allen Branchen, in denen wir arbeiten, sehen wir eine sehr starke Konsolidierung im Markt. Und das hilft uns natürlich, weil die Großen natürlich auch einen Vorteil haben, mit Großen zusammenzuarbeiten, weil wir auch diesen bundesweiten, diese bundesweite Abdeckung auch sicherstellen können.
00:15:27,956 --> 00:15:30,596 [Claus Ruhe Madsen]
Was ist denn dein Lieblingsartikel?
00:15:30,596 --> 00:15:34,336 [Matthias Rucker]
[lacht] Da gibt's, da gibt's, da gibt's sehr, sehr viele. Ähm, also-
00:15:34,336 --> 00:15:38,036 [Claus Ruhe Madsen]
Das würde ich jetzt auch als Chef behaupten, aber [lacht] du musst auch irgendeinen Namen sagen.
00:15:38,036 --> 00:15:45,096 [Matthias Rucker]
Na ja, ich bin natürlich so als, als gelernter Informatiker und so weiter, alles, was so Robotik hat und so, das finde ich schon eigentlich ganz, ganz, ganz-
00:15:45,096 --> 00:15:48,456 [Claus Ruhe Madsen]
Ich habe mal den DM-Chef das gefragt und er meinte Klopapier.
00:15:48,456 --> 00:15:51,936 [Matthias Rucker]
Ja, das ist sicherlich unser Brot-und-Butter-Artikel, ja.
00:15:51,936 --> 00:15:54,496 [Claus Ruhe Madsen]
Was ist denn euer Brot-und-Butter-Artikel?
00:15:54,496 --> 00:15:56,076 [Matthias Rucker]
Genau, das Klopapier. Ja. [lacht]
00:15:56,076 --> 00:16:05,456 [Claus Ruhe Madsen]
Das ist ja verrückt. Also in meinem nächstes Leben mache ich einen Laden auf mit Klopapier, stelle ich fest. Wenn das alle Chefs sagen, dass das das Lieblingsartikel-
00:16:05,456 --> 00:16:09,776 [Matthias Rucker]
Scheint, äh, scheint ganz gut zu laufen. Ja, aber für uns ist das natürlich das, das, das der Kernartikel.
00:16:09,776 --> 00:16:11,196 [Claus Ruhe Madsen]
Läuft zwangsläufig gut.
00:16:11,196 --> 00:16:20,356 [Matthias Rucker]
ich würde mal sagen, es ist krisensicher, ne. Also das, das beziehungsweise man hat ja auch in der einen oder anderen Krise in der Vergangenheit gemerkt, dass es durchaus, äh, auch an, äh, Nachfrage gewinnt.
00:16:20,356 --> 00:16:34,015 [Claus Ruhe Madsen]
Völlig verrückt, äh, seinerzeit tatsächlich. Ich habe damals, äh, auch, äh, da war ich Bürgermeister, nachdem das erste Mal so ein bisschen abgeklungen war, äh, einfach mal aus Spaß einen Einkaufswagen komplett aufgefüllt mit, äh, Klopapier.
00:16:34,016 --> 00:16:34,436 [Matthias Rucker]
Ja.
00:16:34,436 --> 00:16:37,996 [Claus Ruhe Madsen]
Und es war sehr interessant zu sehen, wie Menschen um mich herum reagiert haben.
00:16:37,996 --> 00:16:39,736 [Matthias Rucker]
War das eher neidische Blicke, oder? [lacht]
00:16:39,736 --> 00:17:04,916 [Claus Ruhe Madsen]
Ne, das war eher nervöse. [lacht] Man, man merkte: Oh, oh, oh, wir müssen schnell was kaufen. Äh, ich finde, das macht übrigens eins klar: Wir Deutschen sind nicht gut in, äh, Krisenresilienz. Also warum fangen wir in dem Moment an? Also wieso haben wir nicht alle, wie wir sollten, ein bisschen was im Keller liegen oder wo auch immer, äh, sondern erst dann, wenn es wirklich ernst wird, dann rennen wir alle gleichzeitig los und kaufen Mehl.
00:17:04,916 --> 00:17:05,076 [Matthias Rucker]
Ja.
00:17:05,076 --> 00:17:18,976 [Claus Ruhe Madsen]
Wüsste jetzt allerdings auch nicht, was ich mit Mehl anfangen soll, aber also das, ich krieg's nicht hin. Deswegen, äh, ich glaube, das wäre schon sinnvoll und man lernt übrigens in Skandinavien sehr früh, dass man einen Vorrat hat. Und das Spannende, was ich jetzt gelernt habe, ist, die Dänen sind schon ein Stück weiter.
00:17:18,976 --> 00:17:19,036 [Matthias Rucker]
Ja.
00:17:19,036 --> 00:17:38,056 [Claus Ruhe Madsen]
Also wir legen uns jetzt wahrscheinlich hier in Deutschland vierzig Dosen Ravioli zurecht und die Dänen sagen, das sollte man nicht machen, weil man spätestens am zweiten Tag das Zeug nicht mehr sehen kann. Also man sollte dann sich auch mal ein bisschen Schokolade oder was Nettes in der Kiste liegen, sodass man sich vielleicht freut, wenn, wenn das Licht drei Tage aus ist und nicht nur kalte Ravioli essen müssen.
00:17:38,056 --> 00:17:44,216 [Matthias Rucker]
Also da wir ein Händler sind von Verbrauchsgütern, die auch alle sehr gut haltbar sind, äh, unterstütze ich natürlich dieses Vorhaben, äh, komplett und-
00:17:44,216 --> 00:17:47,716 [Claus Ruhe Madsen]
Also ihr habt da eine igefa-Krisenkiste, die man bestellen kann.
00:17:47,716 --> 00:17:50,076 [Matthias Rucker]
Da kriegt man alles, was man für jede Krise braucht bei uns.
00:17:50,076 --> 00:17:53,436 [Claus Ruhe Madsen]
Großartig. Wie sieht das denn mit der Nachhaltigkeit bei euch aus?
00:17:53,436 --> 00:18:34,500 [Matthias Rucker]
Ist ein Riesenthema. Kommt natürlich auch, hängt natürlich auch mit den Produkten, ähm, zusammen. Ähm, dadurch, dass wir Reinigung und Hygiene auch anbieten. Da spielt natürlich Nachhaltigkeit per Definition einfach eine sehr große Rolle, äh, bei uns. Und das ist dann sowohl die Nachhaltigkeit im Produkt selber, ähm, also wir, um einfach mal ein paar Beispiele zu nennen: Wir haben einen nachhaltigen Warenkorb. Das sind fünfundzwanzig Prozent, also wirklich unsere Artikel drin definiert. Das sind also höchste Nachhaltigkeitskriterien, die da erfüllt sind, was Zertifikate, die dort, ähm, gewährleistet sein müssen, bieten wir Kunden natürlich entsprechende Sicherheit, dass er da nichts Falsches macht, was das Produkt betrifft, aber auch da bis hin zur, wieder zu einem Prozess mit unseren Kunden. Also wir haben zum Beispiel ein Produkt, das heißt InGreen.
00:18:34,500 --> 00:18:47,399 [Matthias Rucker]
Wo wir in die Prozesse unserer Kunden reingehen, gucken, wie kannst du das nachhaltiger gestal, äh, gestalten, ne? Sowohl im Einsatz von Produkten, ähm, um Ihnen damit auch zu helfen, auch bei seinen, ähm, ja sagen wir mal seinen eigenen, ähm, Klimabilanzen.
00:18:47,400 --> 00:19:02,220 [Claus Ruhe Madsen]
Ich nehme an, Kunden fordern natürlich auch nachhaltige Produkte. Ist das gleich geblieben? Weil man liest und hört ja auch, dass in schwierigen oder Krisenzeiten dann mal Fokus anders gelegt wird. Dann ist plötzlich Preis entscheidender als Nachhaltigkeit. Wie ist das bei euren Kunden?
00:19:02,220 --> 00:19:28,960 [Matthias Rucker]
Also das Gefühl, aus der Öffentlichkeit ist es etwas weniger geworden, aber wir merken dann natürlich immer noch die Nachfrage bei unseren Kunden. Es steht vielleicht nicht mehr als aktuell nicht mehr ganz so sehr im Vordergrund, wie es noch vor 'n paar, ähm, ähm, Jahren noch so war, aber es ist nicht weg, ne, und es, es wird auch bleiben. Ne, ich glaub, dessen, dessen sind wir uns alle bewusst, von daher haben wir eine sehr hohe Wichtigkeit und grade auch so bei öffentlichen Ausschreibungen und so weiter spielt das auch in den Ausschreibungen nach wie vor einfach sehr viel, 'ne sehr große Rolle.
00:19:28,960 --> 00:19:34,380 [Claus Ruhe Madsen]
Ich glaube auch, der Unterschied zwischen Verbraucher und Unternehmen ist, Unternehmen müssen sehr, sehr langfristig, äh, planen-
00:19:34,380 --> 00:19:34,709 [Matthias Rucker]
Ja.
00:19:34,709 --> 00:19:53,640 [Claus Ruhe Madsen]
-und werden natürlich nach wie vor das sehr hoch setzen. Das merke ich auch, wenn bei mir Unternehmen aufschlagen oder Ansiedlungswünsche nach, äh, grüner Energie und Ähnliches. Also da, da denkt man schon etwas länger und daher ist das vielleicht an der Oberfläche nicht so deutlich, aber dann dennoch im, ja, auf der Unternehmerebene sehr, sehr deutlich.
00:19:53,640 --> 00:20:10,900 [Matthias Rucker]
Ich merk das zum Beispiel auch bei, jetzt, ne, ne, mal in vielen Ebenen, wie zum Beispiel Recruiting, wenn's darum geht, neue Mitarbeiter, ähm, zu gewinnen. Auch dort wird, wird gefragt, ne, also grad jüngere Generation, die Fra, eine ihrer ersten Fragen ist: Was macht das Unternehmen im Sinne von Nachhaltigkeit? Also ohne da 'ne wirklich bewusste Antwort-
00:20:10,900 --> 00:20:16,780 [Claus Ruhe Madsen]
Kommen die bei euch rein und sagen: "Ich hab gehört, ihr habt den heißen Feger hier", oder [lacht] wie kommen die denn überhaupt auf euch?
00:20:18,020 --> 00:20:30,280 [Matthias Rucker]
Na ja, also [lacht] den heißen Feger würden wir uns auch freuen. Nein, wir machen, äh, natürlich in den entsprechenden, wir ma, kümmern uns viel um, um Nachwuchsförderung Auszubildenden über die üblichen Plattformen, ähm-
00:20:30,280 --> 00:20:43,440 [Claus Ruhe Madsen]
Weil das stell ich mir vor, ist ja schon durchaus 'n kleines Problem. Bekannt bei den Unternehmen, bekannt beim Kunden, aber ein junger Mensch, der vielleicht da mal vorbeigefahren sind, kann ja wahrscheinlich wenig mit euch anfangen. Also wie, wie holt ihr die ab?
00:20:44,660 --> 00:21:26,220 [Matthias Rucker]
Ja, einfach viel, ähm, ich glaub, einfach viel Präsenz auch, ne, auf den entsprechenden Plattformen et cetera. Also ich glaub, für uns, das ist immer so'n, so'n, so'n Thema, äh, die erste, äh, sagen wir mal Bekanntheit ist, ist erst mal weniger gegeben, aber sobald man dann sozusagen auch in Kontakt kommt mit Unternehmen, ich glaub, da können wir gut punkten, ne. Das ist dann etwas, wo dann einfach so 'n Thema wie familiäres Umfeld und so weiter und Familienunternehmen, das zieht dann schon, ne. Weil ich finde, grade in der jetzigen Zeit ist es ja so, wo vieles volatil ist, ähm, sind einfach gute Argumente, die man haben kann als Familienunternehmen, weil man einfach Stabilität bringt, Kontinuität bringt und das ist grade- Sicherheit. -Sicherheit und das ist grade, ähm, grade auch, auch, auch jetzt in den jüngeren Generationen einfach extrem viel wert.
00:21:26,220 --> 00:21:28,880 [Claus Ruhe Madsen]
Hat man gute Aufstiegsmöglichkeiten bei euch?
00:21:28,880 --> 00:21:46,119 [Matthias Rucker]
Ja, auf jeden Fall. Also ich mein, wir haben ja, wenn man mal guckt, ähm, jetzt auch in den letzten Jahren, äh, wie viele Veränderungen wir jetzt hatten, ähm, wie viel, ähm, neue Personen wir auch in neue Rollen mit reingebracht haben, sehr viele Junge, die, ähm, die jetzt bei uns Niederlassungsleiter geworden sind, da viel Verantwortung übernehmen konnten.
00:21:46,120 --> 00:21:51,960 [Claus Ruhe Madsen]
Das heißt also, wer gut ist, steigt auf und wer eher nicht so, der kommt nach München oder wie ist das?
00:21:51,960 --> 00:22:17,980 [Matthias Rucker]
[lacht] Genau, wir machen das geographisch. [lacht] Achten wir das sehr, achten wir das sehr drauf, dass wir die richtigen Leute richtig platzieren. Ja, natürlich, ähm, versuchen wir das, ne. Schaffen wir das immer? Nein. Ich glaub, dass, dass, äh, ich, da gibt's kein Unternehmen, das überall perfekt ist, ähm, aber das ist uns sehr viel wert. Natürlich auch unsere guten, ähm, Talente, die wir haben im Unternehmen und da haben wir einige, auch entsprechend zu fördern.
00:22:17,980 --> 00:22:29,640 [Claus Ruhe Madsen]
Also deswegen, ich frag, weil Neumünster ist, glaub ich, der größte Standort, äh, zumindestens, äh, ja, hier bei uns im Norden, soll, äh, Headquarter sein. Steuert ihr denn alles aus Neumünster?
00:22:29,640 --> 00:22:58,680 [Matthias Rucker]
Nein. Ähm, wir sind dadurch auf Basis unserer Historie, dass wir einfach sehr dezentral aufgestellt sind, aus verschiedenen Unternehmen zusammengekommen sind, haben wir natürlich auch viele, ähm, gute Zentralpersonen aus Zentralfunktionen, die einfach in ihren Standorten geblieben sind. Macht ja auch keinen Sinn, dass jeder umziehen muss, ne, wenn er jetzt nur, weil wir uns zusammengeschlossen haben. Von daher sind wir echt, äh, relativ dezentral organisiert als Unternehmen und das ist auch gut so und das werden wir auch so, so, so beibehalten. Aber natürlich die Zentrale, die ist in Neumünster, ja.
00:22:58,680 --> 00:23:04,600 [Claus Ruhe Madsen]
Das ist wiederum ein gutes Stichpunkt. Für ein Familienunternehmen, glaub ich, steht ja im Kern immer die Tradition.
00:23:04,600 --> 00:23:04,820 [Matthias Rucker]
Ja.
00:23:04,820 --> 00:23:08,060 [Claus Ruhe Madsen]
Wie schafft ihr denn da aus der Lage raus die Innovation?
00:23:09,780 --> 00:24:12,280 [Matthias Rucker]
Ja, Innovation spielt bei uns eigentlich überall 'ne Rolle, ne. Also wir haben, wir wissen, ähm, dass wir auch uns transformieren müssen. Wir müssen, dass wir uns weiterentwickeln müssen. Ähm, es gibt bestimmte Themen, wo die, ich sag mal, Vergangenheit, die Kultur, die Tradition 'ne wichtige Rolle spielt, wenn's um Werte geht, wenn's um, ja, Unternehmenskultur geht. Ich glaub, das ist wichtig, daran, daran beizuhalten, weil das gibt auch die Stärke für die Zukunft. Aber generell, wenn's um die inhaltliche Weitergestaltung von dem geht, dann auch zu innovieren, ne. Und das sind bei uns viele Themen. Du hast das Thema Technologie angesprochen oder, äh, so Themen vorher wie, wie KI. Das ist in verschiedensten Bereichen, äh, unserer Unternehmen spielt das 'ne Rolle. Wenn ich mal ein Beispiel nehme, ist die, ähm, wie liefern wir aus? Ne, also wenn jetzt ein Lkw aus einem Lager herausgeht, welche Kunden fährt er an? Wann, wie, in welcher Reihenfolge, an welchen Tagen, ne? Und das ist ja etwas, was man momentan durch oder jetzt schon durch KI eigentlich sehr gut steuern kann, ne. Und ich glaub, das sind da verschiedenste Felder eigentlich entlang unseres ganzen Arbeitsalltags, wo wir uns weiterentwickeln können und müssen.
00:24:12,280 --> 00:24:35,420 [Claus Ruhe Madsen]
Jetzt haben wir einiges über dein Unternehmen erfahren. Ich finde, die Menschen sollten auch 'n bisschen was über dich persönlich erfahren. Wie, wie ich's verstanden hab, warst du, äh, bei Metro International und hast auch für Beratungsfirmen gearbeitet. Bist, glaub ich, jeden Tag durch quer und hoch und runter durch Deutschland unterwegs. Was machst du denn, wenn du grade nicht unterwegs bist für eine saubere Sache?
00:24:35,420 --> 00:24:50,680 [Matthias Rucker]
[lacht] Für eine sichere und saubere Welt, wie wir so schön sagen. Ich bin, ähm, natürlich bin ich auch, äh, Familienmensch. Ähm, ich hab eine Frau, ich hab zwei, zwei Jungs, fünf und acht Jahre. Also die halten einen auch schon ganz gut beschäftigt. Und natürlich meine private Leidenschaft, das, das ist der Laufsport.
00:24:51,808 --> 00:25:00,308 [Claus Ruhe Madsen]
Was verstehen denn, äh, wir unter Laufsport? Weil ich hab's erfahren und ich bin immer noch schockiert.
00:25:00,308 --> 00:25:00,988 [Matthias Rucker]
Na ja, sagen wir mal-
00:25:00,988 --> 00:25:08,308 [Claus Ruhe Madsen]
Also früher hab ich gehört, bist du Marathon gelaufen, aber, äh, da du jetzt älter geworden bist, ist das nichts mehr für dich, sondern?
00:25:08,308 --> 00:25:19,468 [Matthias Rucker]
Ich wär ja älter und reifer und langsamer. Also von daher ist es jetzt mehr der Ultralauf. Ähm, das sind Läufe bis zu hundert Kilometern. Und also ich komme jede Woche mindestens auf meine hundert Kilometer. Das gibt mir den Ausgleich.
00:25:19,468 --> 00:25:20,708 [Claus Ruhe Madsen]
Aber hundert Kilometer am Stück.
00:25:21,868 --> 00:25:23,468 [Matthias Rucker]
Hundert Kilometer manchmal am Stück, ja.
00:25:23,468 --> 00:25:24,548 [Claus Ruhe Madsen]
Warum macht man so was?
00:25:25,908 --> 00:25:27,188 [Matthias Rucker]
Ähm, das wäre ich dir auch- [lacht]
00:25:27,188 --> 00:25:33,568 [Claus Ruhe Madsen]
Wer, wer, wer jagt dich? Also ich würde auch laufen, aber nur, wenn jemand hinter mir her ist.
00:25:33,568 --> 00:25:33,988 [Matthias Rucker]
Also ich glaube-
00:25:33,988 --> 00:25:35,308 [Claus Ruhe Madsen]
Ich nehme an, das ist die Familienunternehmen.
00:25:35,308 --> 00:26:01,308 [Matthias Rucker]
Ja genau, das sind die, die rennen alle hinter mir her und treiben mich. Nein, das ist, äh, das kann man natürlich rational sehr schwer begründen, ne. Das ist einfach so das, was es mit, was es für einen persönlich bringt, ne. Ich glaub, das ist so das, das Thema und für mich ist es einfach Entspannung. Also das ist dieses Abschalten, das im Tunnel sein, über-- ich, ich schalte wirklich ab, äh, denke nicht nach und es gibt wenige Momente in deinem Leben, also in deinem Tag, wo man, ähm, wach ist, aber nicht nachdenkt. Und das ist für mich das Laufen.
00:26:02,588 --> 00:26:22,848 [Claus Ruhe Madsen]
Ja, vielleicht sollte ich das ausprobieren. Ich hab ja vorher mit dir darüber gesprochen. Wenn ich Rennrad fahre, ist es tatsächlich auch so, dass irgendwann der Kopf leer wird, man kaum noch rechnen kann und man anfängt, merkwürdige Lieder im Kopf zu hören. Ich hab, äh, dir ja allerdings auch gefragt: „Wie machst du das dann mit der Familie?" Du kannst ja nicht einfach mal sagen: „Ich bin mal kurz laufen", wenn man hundert Kilometer läuft.
00:26:22,848 --> 00:26:32,528 [Matthias Rucker]
Das ist wie in jedem guten Unternehmen erforderlich eine gute Kommunikation [lacht] und Abstimmung auch zu, auch zu Hause. Und man muss gucken, wie und wann man das immer reinbasteln kann.
00:26:32,528 --> 00:26:35,328 [Claus Ruhe Madsen]
Ich habe verstanden, du bringst Kuchen mit.
00:26:35,328 --> 00:26:37,008 [Matthias Rucker]
Das hilft. Das hilft.
00:26:37,008 --> 00:26:50,428 [Claus Ruhe Madsen]
Nach hundert Kilometer Laufen. [lacht] Ich glaube, das würde bei mir jetzt nicht mehr reichen mit Kuchen. Aber wie, ähm, ja, wie, wie sehen denn dann deine Familie? Musst du denn oft hier im Norden sein? Und, äh, warum holst du sie nicht hierher?
00:26:51,988 --> 00:27:03,128 [Matthias Rucker]
Ähm, das ist bei uns so 'ne familiäre, äh, ich sage mal, Verbundenheit. Wir haben uns damals irgendwann als Familie entschieden, dass wir, ähm, der Kinder zuliebe eigentlich einen Standort haben. Meine Frau ist eben da-
00:27:03,128 --> 00:27:07,028 [Claus Ruhe Madsen]
Also der Kinder zuliebe, würde ich sagen, wäre Norddeutschland sehr gut.
00:27:07,028 --> 00:27:26,057 [Matthias Rucker]
Das würde ich nicht abstreiten. Das, äh, das ist sicher so. Ähm, nee, wir fühlen, also ich fühl mich hier auch wohl und das, das ist auch, ähm, aber die Kinder, wie gesagt, sind da sehr gut verankert und das haben wir gesagt, das lassen wir jetzt erst mal so, ähm, dass die auch entsprechend ihr Umfeld, äh, beibehalten können. Und, ähm, ich bin derjenige, der viel reist, ne. Ich bin vier, fünf Tage meistens unterwegs.
00:27:26,057 --> 00:27:28,348 [Claus Ruhe Madsen]
Du hast aber ein sehr wenig bayerisches Akzent.
00:27:28,408 --> 00:27:39,448 [Matthias Rucker]
Das hab ich, das hab ich mir über viele Jahre versucht, äh, sehr gut abzugewöhnen, aber ich bin ja eigentlich kein richtiger Bayer. Ich bin eigentlich Unterfranke. Also das, das sehen wir schon so ein bisschen separat. Und, ähm, natürlich-
00:27:39,448 --> 00:27:41,848 [Claus Ruhe Madsen]
Wo genau, welche Gemeinde ist Unterfranken?
00:27:41,848 --> 00:27:42,708 [Matthias Rucker]
Würzburg.
00:27:42,708 --> 00:27:48,288 [Claus Ruhe Madsen]
Würzburg, okay. Ja, ich hab öfters mit dem Verkehrsminister aus Bayern zu tun, Christian Bernreiter.
00:27:48,288 --> 00:27:48,688 [Matthias Rucker]
Ja.
00:27:48,688 --> 00:28:05,488 [Claus Ruhe Madsen]
Und ich musste ihm auch schon mal sagen: „Christian, ähm, ist das nur so, dass ich dich nicht immer verstehe oder verstehst du mich auch nicht?" Und [lacht] das hat zu sehr viel Gelächter unter den Verkehrsministern geführt, aber das ist, wir haben immer so einen kleinen Battle zwischen Bayern und Schleswig-Holstein. Und, äh, wie ist denn dein Blick auf den hohen Norden?
00:28:05,488 --> 00:28:28,988 [Matthias Rucker]
Ich bin hier, ich bin hier gerne. Also ich bin hier, ich, ähm, fühl mich hier sehr wohl. Das, ähm, ich hab ja, ich finde hier sehr viel Offenheit. Also man, man kommt sehr einfach ins, ins, ins Gespräch. Ähm, es ist eine sehr schöne Unternehmenskultur, also Willkommenskultur, auch bei uns im Unternehmen, aber auch generell, was ich spüre, es ist sehr nah. Also wie jetzt auch unser Gespräch, ne. Man kommt sehr einfach in den Austausch rein. Ähm, das findet man auch nicht überall so. Das gefällt mir sehr gut.
00:28:28,988 --> 00:28:37,828 [Claus Ruhe Madsen]
Ich würde auch gerne verraten, dass ich tatsächlich auch sehr gerne Bayern mag. Trage auch bei Gelegenheit gerne mal eine Lederhose und trinke dann auch gerne ein Maß Bier.
00:28:37,828 --> 00:28:40,198 [Matthias Rucker]
Das machen, das machen wir jedes Wochenende. Also [lacht]
00:28:40,198 --> 00:28:59,308 [Claus Ruhe Madsen]
Genau, das ist auch mein Bild von Bayern, und zwar zum Frühstück. Deswegen habe ich mich auch gefragt, wann du denn hundert Kilometer läufst. Also ich würd's vielleicht gerade mal zum englischen Garten schaffen. Aber nun gut. Wir machen zum Schluss noch mal drei schnelle Fragen, die du quasi schnell, vielleicht sind's auch mehr als drei, mal schauen. Chauffeur oder Selbstfahrer?
00:28:59,308 --> 00:29:00,508 [Matthias Rucker]
Selbstfahrer.
00:29:00,508 --> 00:29:01,608 [Claus Ruhe Madsen]
Wieso?
00:29:01,608 --> 00:29:03,308 [Matthias Rucker]
Schnell fahren. [lacht]
00:29:03,308 --> 00:29:06,388 [Claus Ruhe Madsen]
Ach, der Chauffeur kann nicht schnell fahren. Berge oder Meer?
00:29:07,548 --> 00:29:08,368 [Matthias Rucker]
Leider die Berge.
00:29:09,948 --> 00:29:21,148 [Claus Ruhe Madsen]
Nochmals, die Frage war: [lacht] Wir sind ja nun mal hier das Land der zwei Meere, mein Freund. Berge oder Meer? Denk an deine Mitarbeiter.
00:29:21,148 --> 00:29:27,228 [Matthias Rucker]
[lacht] Die sind ja überall vertreten. Äh, das ich, ich, ich find das Meer auch toll. [lacht]
00:29:27,288 --> 00:29:28,528 [Claus Ruhe Madsen]
Mit Blick auf die Berge.
00:29:29,688 --> 00:29:32,208 [Claus Ruhe Madsen]
Weißwurst oder Fischbrötchen?
00:29:32,208 --> 00:29:34,028 [Matthias Rucker]
Da in der Tat lieber das Fischbrötchen.
00:29:34,028 --> 00:29:34,548 [Claus Ruhe Madsen]
Wirklich?
00:29:34,548 --> 00:29:35,548 [Matthias Rucker]
Ja.
00:29:35,548 --> 00:29:40,388 [Claus Ruhe Madsen]
Okay, da, ja ist ja interessant. Fischbrötchen oder Currywurst?
00:29:40,388 --> 00:29:42,107 [Matthias Rucker]
Auch das Fischbrötchen.
00:29:42,108 --> 00:29:43,908 [Claus Ruhe Madsen]
Wo kommt Weißwurst?
00:29:43,908 --> 00:29:45,988 [Matthias Rucker]
Ähm, gar nicht so weit oben. Nein.
00:29:45,988 --> 00:29:48,668 [Claus Ruhe Madsen]
Was ist dein lieblings bayerisches Gericht?
00:29:48,668 --> 00:29:49,848 [Matthias Rucker]
Haxen.
00:29:49,848 --> 00:29:59,568 [Claus Ruhe Madsen]
Haxen. Okay. Also [lacht] ich bin etwas überrascht, wenn man hundert Kilometer läuft, hätte ich jetzt nicht Haxen als Antwort erwartet.
00:29:59,568 --> 00:30:02,488 [Matthias Rucker]
Es muss, es muss Dinge verbrannt werden. Also das ist-
00:30:02,488 --> 00:30:04,808 [Claus Ruhe Madsen]
Das stimmt, man braucht ein bisschen Sprit im Tank.
00:30:04,808 --> 00:30:05,808 [Matthias Rucker]
Absolut.
00:30:05,808 --> 00:30:07,308 [Claus Ruhe Madsen]
Wie viel Kilometer fährst du denn im Jahr?
00:30:08,348 --> 00:30:10,268 [Matthias Rucker]
Keine Ahnung. Viel. Sehr viel.
00:30:11,368 --> 00:30:29,948 [Claus Ruhe Madsen]
Großartig. Es war ein Riesenvergnügen. Ich würde gerne mich selbst bei euch im Unternehmen einladen, wenn du mal da bist, dass du mir vielleicht noch mal den heißen Feger zeigst und was ihr sonst so an Produkte in den Regalen habt. Ich nehme an, ihr habt ein sehr ausgeklügeltes Lagersystem oder ist das First in, first load, lost?
00:30:29,948 --> 00:30:33,568 [Matthias Rucker]
Nein, nein, das ist, äh, wie man's so schön macht, schön chaotisch, wie sich's gehört.
00:30:33,568 --> 00:31:07,948 [Claus Ruhe Madsen]
So sieht's aus. Es war, wie gesagt, ein großes Vergnügen. Wir haben alle Einblick bekommen, dem, was wir immer in Neumünster an uns vorbeirauschen sehen, wenn wir im Auto unterwegs sind. Ein starkes Unternehmen hier in Schleswig-Holstein, aber nicht nur in Schleswig-Holstein, deutschlandweit. Eine starke Führungspersönlichkeit mit einem eisernen Wille. Hundert Kilometer laufen hat mich auch verraten im Vorfeld, dass er gerne so halb vier morgens aufsteht. Das muss man natürlich auch, wenn man hundert Kilometer schaffen will. Bleib dabei gesund und munter und ja, wie gesagt, wir haben immer noch Platz für 'ne Familie aus Bayern hier bei uns im echten Norden. Vielen Dank.
00:31:07,948 --> 00:31:18,648 [Matthias Rucker]
Danke für das nette Gespräch. [Outro-Musik]