Kontext
Jüngste Entwicklungen – von zunehmenden Extremwetterereignissen, über die steigende Anfälligkeit von Infrastrukturen, vermehrte Angriffe auf die gesellschaftliche Stabilität, bis hin zur veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa – erhöhen die Eintrittswahrscheinlichkeit krisenhafter Situationen oder von Katastrophen.
Ziel
Das Land Schleswig-Holstein misst den Schulen eine große Bedeutung im Rahmen des Bevölkerungsschutzes bei. Für den Auf- und Ausbau einer resilienten Gesellschaft ist es wichtig, auch Schülerinnen und Schüler angstfrei für den Umgang mit möglichen krisenhaften Situationen zu sensibilisieren und ihnen zumindest ansatzweise Handlungssicherheit zu verschaffen. Aus diesem Grunde sollen die Kinder und Jugendlichen sowie die Lehrkräfte zukünftig verstärkt für mögliche Bedrohungslagensensibilisiert und auch in den Bereichen des Selbstschutzes und der Selbsthilfe gestärktwerden, also konkret lernen, wie man sich auf Bedrohungslagen vorbereiten und gegebenenfalls sinnvoll handeln kann.
Vieles läuft bereits
Mit Blick auf die im Bevölkerungsschutz erforderlichen Kompetenzen existieren im Schulalltag viele curriculare und außercurriculare Anknüpfungspunkte. Im Fachunterricht, im sozialen Miteinander sowie im Rahmen freiwilliger Angebote erwerben Schülerinnen und Schüler häufig bereits indirekt Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihnen auch im Kontext Selbstschutz und Selbsthilfe helfen können.
Jeweils am Donnerstag der zweiten Septemberwoche eines Jahres finet der bundesweite Warntag statt. Die Schulen sind dazu eingeladen, an diesem Tag oder zu einem anderen Zeitpunkt im Schuljahr mit Aktionen einen eigenen Beitrag für den Bevölkerungsschutz in Schleswig zu leisten. Sie können etwa einen schulinternen Aktionstag, Projekttag oder außerunterrichtliche Aktivitäten veranstalten. Während dieser Zeit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler einzelner Jahrgänge oder ganze Schulgemeinschaften mit Inhalten, die zur weiteren Stärkung der Handlungssicherheit der Lernenden sowie der Lehrkräfte beitragen können. Die Schulen führen den Tag je nach örtlichen Gegebenheiten und Kooperationen selbstorganisiert durch. Nach Möglichkeit unterstützt die Blaulichtfamilie die Schulen bei der Durchführung solcher Aktivitäten, häufig sogar im Ehrenamt.
Von der Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes über die Pflege eines Schulgartens bis zum Naturerlebnis an oder auf Schleswig-Holsteins Gewässern bietet der Themenkomplex Bevölkerungsschutz zahlreiche außerunterrichtliche Impulse für eine positive Herangehensweise an dieses bedeutsame Thema. Die Themenfelder, die sich auch für den Fachunterricht eignen, reichen dabei von Erster Hilfe über die Auseinandersetzung mit Fake News bis hin zu ethischen Grundfragen bei Ressourcenknappheit.
Als zentrale Informationsquelle bietet das Fachportal.SH - Bevölkerungsschutz eine aktuelle Übersicht über Unterstützungsangebote und weiterführende Verweise für Lehrkräfte (z. B. Fortbildungen, Beratungsangebote, Unterrichtsideen, Materialhinweise, Links und Kontakte) im Bereich des Themas Bevölkerungsschutz an Schulen in Schleswig-Holstein. mehr lesen