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Thema : Radverkehr

"Ab aufs Rad im echten Norden"

Die Radstrategie Schleswig-Holstein 2030

Mit der Radstrategie 2030 setzt das Land auf mehr Radverkehr - sicher, komfortabel und alltagstauglich, für Einheimische wie Gäste.

Letzte Aktualisierung: 05.05.2026

Schleswig-Holstein fördert den Radverkehr strategisch und mit klarem Plan. Drei Ziele stehen im Fokus:

  • Deutlich mehr Menschen aufs Rad
  • Weniger Unfälle: Ziel "Vision Zero"
  • Starker Radtourismus: Unter die Top 3 der Bundesländer

Radfahren ganz oben

Laut der bundesweiten Studie "Mobilität in Deutschland" (MiD) 2023 liegt Schleswig-Holstein mit 15 % Radanteil am sogenannten Modal Split (Verkehrsmittelwahl) deutlich über dem Bundesdurchschnitt (11 %) - und belegt gemeinsam mit Niedersachsen Platz 1 unter den Flächenländern.

Zwei Fahrradfahrende mit Helmen auf der Hansastraße in Kiel.
Bei der Verkehrsmittelwahl ("Modal Split") liegt der Radanteil in Schleswig-Holstein deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Seit 2020 wurden die Investitionen in den Radverkehr verfünffacht: Allein im Jahr 2024 sind rund 40 Millionen Euro in Radwege, Wegweisung, Abstellanlagen und Serviceinfrastruktur geflossen. Grundlage dafür ist das überarbeitete Landesweite Radverkehrsnetz (LRVN), das künftig durch das digitale Radverkehrsinformationssystem RIS.SH ergänzt wird. LRVN

Beteiligung & Fortschritt

Das Land setzt die  Radstrategie gemeinsam mit Kommunen, Verbänden und vielen weiteren Akteuren um. Die Begleitung erfolgt durch den Runden Tisch Radverkehr, ein regelmäßig stattfindendes Gremium mit Radexpertise, das die Umsetzung aus nächster Nähe begleitet und für Vernetzung, Austausch und Qualitätssicherung im Radverkehr sorgt. Weiterer wichtiger Partner ist u. a. die Kommunale Arbeitsgemeinschaft RAD.SH, der rund 220 Mitglieder inkl. aller Kreise und kreisfreien Städte angehören, sowie der ADFC-Schleswig-Holstein.

Radtourismus: Echt gut gemacht

Schleswig-Holstein setzt Maßstäbe im Fahrradtourismus. Auf über 5.200 Kilometern Radwegen an klassifizierten Straßen und rund 3.000 Kilometern ausgeschilderten Fernrouten entsteht ein Radnetz, das weit mehr bietet als schöne Landschaft. Der Fokus: Qualität, die ankommt! 

  • Der Ochsenweg (D7) wird Schritt für Schritt zur ADFC-Qualitätsradroute entwickelt – mit durchgängigem Standard, guter Oberfläche und klarer Wegweisung.
  • In mehreren Regionen laufen Pilotprojekte für zertifizierte Radreiseregionen, bei denen Infrastruktur, Service und touristisches Angebot ineinandergreifen.
  • Themenrouten bieten für Gäste wie Einheimische erlebbare Vielfalt – auf kurzen oder langen Strecken.

Der echte Norden geht voran - radtouristisch, zunehmend digital und serviceorientiert. Und zeigt: Radfahren hier ist nicht nur schön, sondern einfach richtig gut gemacht.

Evaluierung

Nach 2022 wurde die Radstrategie im Jahr 2025 zum zweiten Mal evaluiert. Das beauftragte externe Gutachterbüro prüfte kritisch den bisherigen Umsetzungsstand und leitete daraus Empfehlungen für die verbleibende Laufzeit bis 2030 sowie darüberhinaus ab. Neben wichtigen Teilerfolgen im Radverkehr wie die

  • Bereitstellung von insgesamt rd. 170 Mio. aus Bundes- und Landesmittel für den Radverkehr von 2020 bis 2025,
  • Steigerung des Radverkehrsanteils auf dem Weg zur Arbeit im Entfernungsbereich bis 5 km von 26 Prozent 2017 auf 38 Prozent 2023,
  • Gästezufriedenheit in Bezug auf die Radfahrmöglichkeiten mit 1,6 (Schulnoten) im Jahr 2024,

werden im Bericht konkret Anpassungsempfehlungen für bestimmte Zielbereiche benannt. Die Landesregierung hat auf dieser Basis beschlossen, die Ziele den Empfehlungen des Gutachters folgend anzupassen und die empfohlenen Schwerpunktmaßnahmen zu prüfen und weiterzuverfolgen.

Halbzeit-Evaluierung 2025

Landtagsbericht zur Halbzeitevaluierung Radstrategie 2025

Evaluierung 2022

Erste Evaluierung Radstrategie 2030 (PDF, 579KB, Datei ist barrierefrei)

Fortschrittsbericht

Der Fortschrittsbericht dokumentiert jährlich den aktuellen Stand der Umsetzung der Radstrategie. Ziel ist es, die wichtigsten Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr kompakt darzustellen und einer kritischen Bewertung zu unterziehen.

Fortschrittsbericht 2024 (PDF, 345KB, Datei ist barrierefrei)

Fortschrittsbericht 2023 (PDF, 272KB, Datei ist barrierefrei)

BYPAD-Verfahren

Als Grundlage für die Radstrategie diente ein im Jahr 2019 durchgeführtes Bicycle-Policy-Audit (BYPAD). Dies ist ein EU-weit anerkanntes Verfahren, um den Status der Radverkehrsförderung im Land zu erheben und geeignete Maßnahmen zur Optimierung zu entwickeln.

Die Ergebnisse des BYPAD wurden im Rahmen der Fachtagung Radverkehr 2019 präsentiert. Hier finden Sie den Abschlussbericht:

Abschlussbericht zum BYPAD-Verfahren

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