Die Tierseuche kann grundsätzlich über verschiedene Wege in Haltungen gelangen. Zu den Infektionsquellen gehören der Geflügelhandel, Verschleppungen des Virus von infizierten Betrieben zu anderen, aber auch der direkte und indirekte Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln zum Beispiel über verunreinigtes Futter, Einstreu, Gegenstände oder Schuhe.
Ursache für das Geschehen 2020/21 war nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) ein bereits seit Sommer 2020 aktives Seuchengeschehen im südlichen Sibirien und dem angrenzenden Norden Kasachstans, wodurch der Geflügelpesterreger mit dem Herbstvogelzug 2020 nach Europa eingetragen wurde. Bereits in der Vergangenheit fielen einige solcher Ausbruchsgeschehen zeitlich und räumlich mit dem Herbstzug von migrierenden Wasservögeln zusammen und führten zur Verbreitung der Viren nach Europa und Afrika; es handelt sich somit um ein bekanntes Eintrags- und Ausbreitungsmuster.
Bereits 2016/2017 erfolgte der Eintrag des Virus ins Land höchstwahrscheinlich über Wildvögel. So waren im Sommer 2016 hochpathogene aviäre Influenzaviren des Subtyps H5N8 bei Wildvögeln im Süden Sibiriens und seit Ende Oktober 2016 in Europa nachgewiesen worden.
Weitere Informationen hat das Friedrich-Loeffler-Institut zusammengefasst: Herkunft und Verbreitung des Virus H5N8