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Thema : Fischerei

Aus- und Fortbildung für Fischereiaufseher und Gewässerwarte

In Schleswig-Holstein ist der Fischereiberechtigte nicht nur zum Fischfang berechtigt, sondern in der Regel auch zur Hege verpflichtet. Damit diese Hege fachkundig erfolgen kann, müssen Verantwortliche geschult werden.

Letzte Aktualisierung: 09.09.2022

September 2022

Aus diesem Grunde wird die Aus- und Fortbildung von Gewässerwarten, Fischereiaufsehern und anderen in unseren Vereinen und Verbänden ehrenamtlich tätigen Personen aus Mitteln der Fischereiabgabe gefördert. Im Land Schleswig-Holstein wird ein großer Teil der Hege und Pflege von Gewässern durch Freiwillige geleistet. Diese Ehrenamtler gehen mit großer Motivation an ihre Aufgaben, verfügen aber in der Regel kaum über tiefgehende Fachkenntnisse. Diese Kenntnisse zu vermitteln und die Begeisterung zu erhalten, ist Hauptanliegen der durch den Landessportfischerverband (LSFV) durchgeführten und durch die Fischereiabgabe geförderten Aus- und Fortbildungen. Die wichtigsten Veranstaltungen sind dabei die Seminare für Gewässerwarte und die Ausbildung der Fischereiaufseher.

Das Seminar für Gewässerwarte zielt vor allem darauf ab, den Teilnehmern zu ermöglichen, sich einen Eindruck vom Ist-Zustand ihres zu hegenden Gewässers zu machen. Dies ist für den Aufbau oder die Aufrechterhaltung eines artenreichen, heimischen und gesunden Fischbestandes (§3 LFischG) von besonderer Bedeutung. Konkret werden folgende Schwerpunkte vermittelt:

  • Mit verschiedenen Methoden der Fischbestandserhebung wird ein Eindruck vom aktuellen Fischbestand des Gewässers gewonnen. Gezeigt werden Elektrofischerei sowie Zug- und Stellnetzbefischung und die Auswertung und Einordnung der Fänge.
  • Die Bestimmung wasserchemischer Parameter ermöglicht eine trophische Einordnung des Wasserkörpers und zeigt eventuelle Belastungen oder Verunreinigungen auf.
  • Die Bestimmung von Wirbellosen und Wasserpflanzen lässt ebenfalls eine Einordnung des Gewässers zu. Zudem lässt das Vorhandensein oder Fehlen bestimmter Zeigerarten Rückschlüsse über Probleme bzw. Besonderheiten am Gewässer zu.

Durch die Zusammenführung und Interpretation der Ergebnisse sind die Teilnehmer in der Lage, den Ist-Zustandes und mögliche Entwicklungspotenziale des Gewässers einzuschätzen. Großer Wert wird bei den Seminaren darauf gelegt, den Gewässerwarten Bewertungsmethoden an die Hand zu geben, die eine selbstständige, fundierte Einschätzung der Situation am Gewässer ermöglichen sowie Berührungsängste mit den Beratern des LSFV zu nehmen. Letztlich sollen die Gewässerwarte in der Lage sein, selbstständig hegerisch wertvolle Besatz- und weitere Maßnahmen zu beschließen und umzusetzen.

Die Ausbildung der Fischereiaufseher hat zweierlei Ziele: Sie soll zum einen die vorhandenen Aufseher über eventuelle Veränderungen der Rechtslage und neue Entwicklungen seitens der Angelei auf dem Laufenden halten. Zum anderen muss der Bestand an Aufsehern fortlaufend verjüngt und ausgebaut werden, wenn in der Zukunft kein Mangel auftreten soll. Die Ausbildung legt Wert auf Aktualität im Bezug auf neue Phänomene in der Angelei und seitens der Öffentlichkeit, damit Aufseher gut vorbereitet und ohne Wissenslücken ihre Aufgaben erfüllen können.

Der LSFV arbeitet zudem an der Entwicklung weiterer Aus- und Fortbildungen. Geplant ist die Etablierung von Abendveranstaltungen mit Fremdreferenten zu den Themen Besatzplanung, Fischkrankheiten und Öffentlichkeitsarbeit.

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e. V. (LSFV)
Ansprechpartner: Dipl.-Biol. Rüdiger Neukamm
Papenkamp 52
24114 Kiel
Telefon: 0431 / 67 68 18
E-Mail:
Website: www.lsfv-sh.de

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