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Frühe Hilfen

© Photographee.eu / fotolia

Frühe Hilfen sind präventive Unterstützungsangebote für Familien vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des dritten Lebensjahres des Kindes.

Angebote der Frühen Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Müttern und Vätern leisten. Damit tragen sie maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.

Ein Baby liegt, mit einem Handtuch bedeckt, auf einer Decke © Tomsickova / fotolia

Unterstützungsangebote für Familien

Grundlegend richten sich die Angebote der Frühen Hilfen an alle (werdenden) Eltern mit ihren Kindern. Weiterhin gibt es aber auch Unterstützungsangebote gezielt für Familien in Problemlagen. Fragen zu konkreten Angeboten vor Ort können von den jeweiligen Ansprechpartnerinnen und -ansprechpartnern der Kreise und kreisfreien Städte beantwortet werden. Die Fachkräfte vor Ort vermitteln (werdenden) Eltern die Hilfen, die sie brauchen. Auch erhalten diese dort Hinweise wo in ihrer Nähe Elterncafés, Spielgruppen und offene Treffs stattfinden.

Vernetzung und Kooperation

Kernidee der Frühen Hilfen ist es, bestehende Unterstützungsangebote miteinander zu verbinden und ggf. durch neue Maßnahmen zu ergänzen. Dazu ist eine enge Vernetzung und Kooperation von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen der Schwangerschaftsberatung, des Gesundheitswesens, der interdisziplinären Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe und weiterer sozialer Dienste erforderlich.

Die Abstimmungsprozesse der sehr verschiedenen Akteure mit ihren unterschiedlichen Trägerschaften, Arbeitsstrukturen, Finanzierungen und dem jeweiligen Selbstverständnis machen einen wichtigen Anteil der Arbeit im Bereich Früher Hilfen aus und sind eine große Herausforderung für die Koordination, die überwiegend vom öffentlichen Träger der Jugendhilfe übernommen wird. Die sog. Netzwerkkoordinierenden in den 15 Kreisen und kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins sind auch die Ansprechpartner und -partnerinnen für die konkrete Umsetzung der Frühen Hilfen vor Ort. 

Nationales Zentrum Frühe Hilfen

Auf Bundesebene wurde 2007 im Rahmen des Aktionsprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) gegründet. Weitere Informationen zum Thema Frühe Hilfen finden sie beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfen.

Logo der Bundesstiftung Frühe Hilfen und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Logo der Bundesstiftung Frühe Hilfen und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Bundesstiftung Frühe Hilfen

Weitere Informationen

Mit dem Smartphone sind viele Möglichkeiten, Vorteile und Chancen verbunden, aber auch neue Herausforderungen. Diese haben nach Experteneinschätzungen auch auf die Eltern-Kind-Interaktion starken Einfluss.

Mit dem Landesprogramm Schutzengel vor Ort können Angebote Früher Hilfen für Schwangere und Familien mit Kindern bis zu 3 Jahren gefördert werden.

Im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen (bis 2017 Bundesinitiative Frühe Hilfen) stehen Schleswig-Holstein jährlich insgesamt etwa 1,5 Mio. Euro für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Frühen Hilfen zur Verfügung.

Zur Umsetzung der Bundesstiftung Frühe Hilfen ist eine Landeskoordinierungsstelle eingerichtet worden.

Im Förderbereich Sicherstellung von Netzwerken Früher Hilfen werden der Ausbau und die Weiterentwicklung der für Frühen Hilfen zuständigen Netzwerke gefördert.

Langfristige Unterstützung von Familien in den Frühen Hilfen durch Fachkräfte und durch Freiwillige.