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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Aussichten für Wasserstoff im Norden sind gut

Datum 18.12.2020

Gutachten bestätigt: Schleswig-Holstein hat großes Potenzial für grünen Wasserstoff. Der Norden kann bundes- und europaweit Vorreiter werden.

Schleswig-Holstein bietet sehr gute Voraussetzungen für die Erzeugung, Verteilung und Nutzung von grünem Wasserstoff. So kann der Norden bundes- und sogar europaweit eine Vorreiterrolle einnehmen. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das im Auftrag des Energiewendeministeriums von einem Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft erstellt worden ist.

Enorme Nachfrage nach Wasserstoff

Das Gutachten führt aus, dass im Jahr 2030 rund 1,8 Terrawattstunden CO2-neutraler Wasserstoff allein in Schleswig-Holstein nachgefragt sein werden. Hinzu kommt der enorme überregionale Bedarf, für den das Land eine zentrale Rolle übernehmen können wird: Um den Wasserstoffbedarf in Schleswig-Holstein zu decken, müssen laut Gutachten bereits im Jahr 2025 etwa 200 und im Jahr 2030 rund 1.000 Megawatt an Elektrolyseleistung nebst der erforderlichen Infrastruktur zur Verteilung aufgebaut sein. Elektrolyseanlagen werden – so die Prognose – bevorzugt in der Nähe großer industrieller Verbraucher angesiedelt. Hintergrund ist das mittelfristig große Bedarfspotenzial für CO2-neutralen Wasserstoff zur stofflichen Nutzung in Kombination mit günstigen Rahmenbedingungen für die Produktion von grünem Wasserstoff.

Porträt

"Schleswig-Holstein ist prädestiniert als Hotspot und Drehscheibe für grünen Wasserstoff."

Jan Philipp Albrecht

"Das Gutachten zeigt riesige Potenziale, um mit Wasserstoff den Strom aus Erneuerbaren Energien zu nutzen und somit den Klimaschutz in allen Bereich und über die Grenzen Schleswig-Holsteins voranzubringen. Diese Chance wollen und werden wir nun mit vollem Einsatz ergreifen", sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht.

Wasserstoffstrategie beschlossen

Ende Oktober 2020 hatte die Landesregierung die Wasserstoffstrategie.SH beschlossen. Damit ist ein Handlungsrahmen für die künftige Erzeugung, den Transport, die Nutzung und die Weiterverwendung von grünem Wasserstoff im Land vorgelegt worden. Um diesen auszubauen und stärker zu nutzen, stellt das Land bis 2023 Fördermittel in Höhe von 30 Millionen Euro zur Verfügung. 

Strategisch günstige Lage

Insbesondere drei Aspekte sind ausschlaggebend dafür, dass Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich besonders gut für den Ausbau der grünen Wasserstoffproduktion geeignet sei: die strategische Lage Schleswig-Holsteins als Drehscheibe für die Anlandung und Verteilung elektrischer Energie in Nordeuropa, die Speichermöglichkeiten in Salzkavernen und die geplante Gas-Importinfrastruktur. Die Entwicklung wird vor allem von der Industrie getrieben, die in ihren Produktionsprozessen Wasserstoff aus fossilen Quellen durch grünen Wasserstoff ersetzen wird. Im Verkehrsbereich wird Wasserstoff vor allem im Schwerlastverkehr als Treibstoff genutzt werden.

Wie Wasserstoff gewonnen wird

In chemischen Verbindungen ist Wasserstoff auf der Erde reichlich vorhanden. Gewonnen wird er, indem Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten wird – ein Prozess, für den sehr viel Energie benötigt wird. Kommt dabei elektrischer Strom zum Einsatz, so heißt dieser Prozess Elektrolyse. Stammt dieser Strom außerdem aus erneuerbaren Energien wie Wind oder Sonne, den sogenannten grünen Energien, so ist die Rede vom grünen Wasserstoff. Er ist – wenn er auf diese Art gewonnen wird – klimafreundlich, weil bei seiner Herstellung keine schädlichen Treibhausgase freigesetzt werden. Grüner Wasserstoff bietet eine Alternative zu fossilen Energien und ist ein wichtiger Faktor der Energiewende.

Weitere Informationen

Gutachten: Wasserstoff – Erzeugung und Märkte Schleswig-Holstein

Gutachten: Wasserstoff – Mobilität und Förderrichtlinien Schleswig-Holstein

Die Wasserstoffstrategie.SH

Energiewende im Überblick

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