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Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

©IQSH

Schule des Jahres Schleswig-Holstein 2018

Ergebnisse und Wirkungen

KIEL. Der Preis des Landes „Schule des Jahres“ mit einem Preisgeld von 6.000 Euro geht in diesem Jahr an die Gemeinschaftsschule Brachenfeld aus Neumünster. Über die beiden zweiten Plätze und je 3.000 Euro freuten sich die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule aus Großhansdorf und das Landesförderzentrum Sehen aus Schleswig. „Dieser Preis, der heute zum dritten Mal vergeben wird, ist ein wichtiges Signal für die Bildungslandschaft in Schleswig-Holstein. Mit dem Schulpreis würdigt das Land nicht nur besondere Leistungen schleswig-holsteinischer Schulen. Wir wollen das auch einer größeren Öffentlichkeit vermitteln. Wir wollen unsere guten Schulen sichtbarer machen“, sagte Bildungsministerin Karin Prien heute (1. Juni) bei der Preisverleihung im Landeshaus vor 130 Schulleitungen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern der insgesamt sechs nominierten Schulen, Vertreterinnen und Vertretern der Schulaufsicht und des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) sowie der weiteren Preisgeber und Kooperationspartner aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Schule des Jahres | Teaser © IQSH

Prien: „Der Preis „Schule des Jahres“ soll vor allem Ideen belohnen, zeitgemäße Konzepte und er soll Leitbilder schaffen.“ Ausgezeichnet werden Schulen, die Maßstäbe für eine erfolgreiche Schulpraxis setzen und besondere Impulse für die Schulentwicklung geben. „Ergebnisse und Wirkungen der schulischen Arbeit“ war das diesjährige Motto. „Damit liegt der Fokus auf einem Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt: Wir zeichnen Schulen aus, deren Schülerinnen und Schüler besonders gute Ergebnisse erzielen, die die Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler in den Blick nehmen, die zugleich aber auch niemanden zurücklassen“, so die Ministerin. „Hier sind Leuchttürme unserer Bildungslandschaft zu sehen und dabei zählt keineswegs nur der ‚Podiumsplatz‘.“ Schule stehe oft unter hoher öffentlicher Beobachtung, auch in der Kritik. Dieser Wettbewerb zeige die engagierte, innovative und leistungsbereite Seite der Schullandschaft. „Ich kann sagen, dass alle Teilnehmer tolle Bewerbungen eingereicht haben. Das sollte andere Schulen ermutigen, bei diesem Wettbewerb mitzumachen“, ermunterte Prien. Sie dankte allen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, die diesen Wettbewerb ermöglicht hätten.

Hintergrundinformationen

Für wen ist der Preis gedacht?

Am Wettbewerb teilnehmen können Schulen aller Schularten. Folgende sechs Schulen hatten sich in diesem Jahr schriftlich um die Auszeichnung beworben, wurden nominiert und zu einer feierlichen Preisverleihung ins Kieler Landeshaus eingeladen:
Friedrich-Junge-Schule aus Großhansdorf (Gemeinschaftsschule), Fritz-Reuter-Schule aus Eckernförde (Grundschule), Gemeinschaftsschule Am Heimgarten aus Ahrensburg, Gemeinschaftsschule Neumünster Brachenfeld, Landesförderzentrum Sehen aus Schleswig, Paul-Klee-Schule aus Lübeck (Grundschule).

Ein Kooperationsprojekt

Der Preis „Schule des Jahres“ ist ein gemeinsamer Wettbewerb des Bildungsministeriums mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH); dem Bildungs- und Tagungszentrum Tannenfelde; der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU); der Europa-Universität Flensburg; der Handwerkskammer Schleswig-Holstein Flensburg Lübeck; der IHK Schleswig-Holstein Flensburg - Lübeck - Kiel; der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Schleswig-Holstein; dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN); der Musikhochschule Lübeck; der Muthesius Kunsthochschule sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. (UV Nord). Die Jury setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Partner sowie aus Landeseltern- und Schülervertretern zusammen. Über die Fortführung für das Jahr 2020 entscheidet eine im September stattfindende Auswertungssitzung aller Beteiligten.

Aus der Begründung der Jury

  1. Gemeinschaftsschule Neumünster Brachenfeld

    Die Schülerinnen und Schüler erreichen in hohem Maße die von ihnen angestrebten Bildungsabschlüsse. Manche Schülerinnen und Schüler erreichen einen höherwertigen Schulabschluss als ursprünglich prognostiziert.
    Über qualitativ hochwertigen Unterricht mit praktischen und schülerorientierten Anteilen, über individuelle Förderung individueller Interessen und Stärken der Schülerinnen und Schüler stellt die Schule sicher, dass die fachlichen Kompetenzen für das Erreichen der jeweiligen Bildungsabschlüsse und hohe Erfolgsquoten erreicht werden können.
    Das so genannte Drehtürmodell ermöglicht stärkeren Schülerinnen und Schülern in einzelnen Fächern höhere Jahrgangsstufen zu besuchen. Es gibt in der Schule eine ganze Reihe von Projekten und eine beeindruckende Vielfalt von Neigungsgruppen.
    Es wird viel Wert auf die Beratung über berufliche Möglichkeiten gelegt. Die Berufsorientierung wird intensiv vorbereitet und begleitet.
    Es gibt eine hohe Identifikation mit der Schule, alle Akteure betonten, dass auftretende Probleme umgehend thematisiert und gelöst werden. Die Identifikation äußert sich unter anderem im ehrenamtlichen Engagement der Eltern auf Bildungsmessen oder im schuleigenen Schullandheim sowie in der Intensiven Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern. Alle betonten enthusiastisch und glaubhaft ihre Begeisterung für die Schule.

  2. Friedrich Junge Schule Großhansdorf
    Herzstück an der Friedrich-Junge-Schule ist die Binnendifferenzierung. Fördern und Fordern ein ausgewiesener Arbeitsschwerpunkt. Die Begleitung der Schülerinnen und Schüler und deren Förderung und Forderung wird in herausragender Weise umgesetzt. Bildungsstandards, Fachanforderungen und Curricula sind die Basis. Die Schule hat systematisch und strukturiert die Bildungsverläufe im Blick. Über fachübergreifende und gesellschaftliche Schlüsselthemen verfügen die Schülerinnen und Schüler in einem sehr hohen Maße. Beeindruckend ist besonders das Projekt "My challenge - Herausforderung in Jahrgangsstufe 8", welches jeweils 10 Tage lang zu Beginn der 8. Jahrgangsstufe stattfindet. Beispiel: Triathlon, Alpenüberquerung ermöglichen einen außerordentlichen Beitrag zur persönlichen und beruflichen Lebensorientierung. An der Schule wird eine außerordentliche Berufs- und Studienorientierung geleistet. Die Darstellung "Das sind wir - unser Schulprogramm lebt" zeigt die ausgesprochen hohe Identifikation und den starken Beteiligungsgrad an der Schule.

  3. Landesförderzentrum Sehen Schleswig (LFZ)
    Das LFZ Sehen leistet ein Höchstmaß an individueller Begleitung auf Basis einer persönlichen und kontinuierlichen Begleitung. Diese Aufgaben in den sonderpädagogischen Fachrichtungen gelingt das dem LFZSehen besonders in ihren Kursen hervorragend. Im Kurskanon werden entsprechend den Bedürfnissen des Schülerklientels sehr viele überfachliche Kompetenzen vermittelt (berufliche Orientierung, Lebenspraxis, Körperpflege, Umgang in herausfordernden Situationen). Das LFZ bietet Kurse in Rhetorik, Theater und zur Stärkung des Selbstbewusstseins an. Als subsidiäres Unterstützungssystem hilft das LFZ maßgeblich den Kindern und Jugendlichen durch individuelle Hilfen, gleichfalls ist die fachliche Umsetzung in den Händen der Regelschule. Das LFZ Sehen bietet eine intensive, individualisierte und beziehungsgestützte Begleitung bis weit über Schulabschluss und Ausbildung hinweg. Das LFZ Sehen genießt eine hohe Wertschätzung, die Lehrkräfte sind äußerst engagiert.

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Schule des Jahres Schleswig-Holstein – ein gemeinsames Projekt von:

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