KIEL. „Die Hochschulen brauchen unabhängig von den Sofortprogrammen eine langfristige digitale Entwicklungsperspektive, um gute Rahmenbedingungen für Studium und Lehre sicherzustellen
“, sagte Wissenschaftsministerin Karin Prien heute (26. März) im Landtag und sprach sich dafür aus, „gemeinsam mit dem Bund in der neuen Legislaturperiode ein Investitionsprogramm „Digitalpakt Hochschulen“ auf den Weg zu bringen.
“ Die Corona-Pandemie habe auch an den Hochschulen als Beschleuniger für die Digitalisierung gewirkt. Jetzt gelte es diesen Schwung zu nutzen und die erfolgreichen Projekte und Entwicklungen fortzusetzen und weiter zu entwickeln.
„Unser Landesprogramm, mit dem wir den Hochschulen bereits 5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt haben, war ein wichtiger Schritt. Weitere Finanzmittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro sind im Rahmen des 4. Nachtragshaushaltes veranschlagt worden.
“ In Abstimmung mit den Hochschulen sollten diese Mittel gezielt dort eingesetzt werden, wo nach wie vor Handlungsbedarf bestehe, etwa bei Barrierefreiheit in der Online-Lehre oder hochschulübergreifende Verbundlösungen. In diesem Zusammenhang stehe auch die weitere REACT-Maßnahme „Investitionen in die digitale Infrastruktur Hochschulen“ in Höhe von 10 Millionen Euro, mit der unter anderem die Ausstattung virtueller und hybrider Lernräume und Labore durch Medientechnik oder sicherheitsrelevante Infrastrukturmaßnahmen für die Ausstattung von Server- und Technikräumen gefördert werden sollten.
„Weitere Schritte müssen folgen
“, so die Ministerin. Dafür müssten Bund und Länder gemeinsam die Verantwortung übernehmen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei das von Bund und Ländern aufgesetzte Förderprogramm „KI in der Hochschulbildung“. Bis zum 31.Dezember 2025 sollen hier mit einem Programmvolumen von 132 Millionen Euro (120 Mio. Euro Bund, 12 Mio. Euro Länder) sowohl die Implementierung von KI als Studieninhalt als auch der Einsatz von KI in der Lehre gleichermaßen an den Hochschulen gefördert werden.
Zu den notwendigen weiteren Investitionen gehören nach Ansicht von Ministerin Prien neben der weiteren Lizenzierung und Integration von Software-Lösungen im Bereich E-Learning insbesondere die technische Ausstattung von Hörsälen und Seminarräumen sowie die dazugehörige technische Infrastruktur. „Das erhöht die Flexibilität der Hochschulen in der Gestaltung ihrer Lehre auch außerhalb von Pandemiezeiten
“, sagte Prien. Dies sei die Voraussetzung für neue und innovative Lehransätze.
Außerdem sei die Digitalisierung auch von großer Bedeutung für die Hochschulverwaltung der Zukunft. „Ziel ist es nicht nur, den aktuellen Bedarf an digitaler Hochschulinfrastruktur zu erfüllen, sondern durch die Förderung von innovativen IT-Projekten auch neue Impulse in der Hochschul-IT zu setzen
“, betonte Prien. Zugleich solle auch die Zusammenarbeit von Schulen und Hochschulen gestärkt werden, denn „hier liegt der Grundstein für die moderne digitale Wissensgesellschaft.
“ Von einer erfolgreichen Digitalisierung der Hochschulen profitiere letztlich das ganze Land.
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