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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Lernen in der Distanz

Datum 19.08.2020

Bildungsministerin Karin Prien: „Wir geben dem Lernen mit digitalen Medien einen entscheidenden Schub nach vorn"

„Wir sind darauf vorbereitet, dass Lernen in der Distanz auch im neuen Schuljahr ein wichtiger Teil schulischen Lebens sein kann“, so Schleswig-Holstein Bildungsministerin Karin Prien heute (19. August) in Kiel. Deshalb habe man in den vergangenen Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet, die einzelnen Vorhaben zur Verbesserung der Ausstattung schneller auf den Weg zu bringen. „Bund und Länder nehmen gemeinsam sehr viel Geld in die Hand. Das gibt uns einen entscheidenden Schub nach vorn auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Bildungsinfrastruktur “, so Prien. Es gelte nun, die Chance zu nutzen und Versäumtes nachzuholen, denn „der Einsatz und die Anwendung von digitalen Medien im Unterricht in und außerhalb der Klassenzimmer ist auch jenseits von Corona eine Notwendigkeit, wenn wir die Schülerinnen und Schüler von heute auf die digitalisierte Arbeitswelt von morgen vorbereiten wollen“, so die Ministerin, die eigens für dieses Thema eine Projektgruppe im Ministerium eingerichtet hat. 

Die Landesregierung hat 15 Millionen Euro für die Förderung des digitalen Lernens an Schulen zur Verfügung gestellt. Die Gelder fließen unter anderem in das Sofortausstattungsprogramm, in Lernplattformen und um Einsatzmöglichkeiten der künstlichen Intelligenz zu prüfen und zu entwickeln. Außerdem werden die bestehenden Projekte beschleunigt umgesetzt oder auf den Weg gebracht:

Glasfaseranbindung von Schulen
Schulen brauchen eine schnelle Anbindung an das Internet. Die Landesregierung wird bis zum Jahresende Schulen an 775 von insgesamt 951 Schulstandorten über Glasfaser oder andere Techniken angebunden haben. Die weiteren Schulstandorte sollen nach Möglichkeit im Jahr 2021 folgen. Für einzelne Schulen müssen mit allen Beteiligten (Schulträgern, Dataport, ZIT) Sonderlösungen gefunden werden, um sie ebenfalls anbinden zu können.

Digitale Ausstattung von Schulen
Schleswig-Holstein erhält aus dem „DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ insgesamt rund 170 Millionen Euro. Aus diesen den Schulträgern zur Verfügung gestellten Budgets können noch bis zum 31.Dezember 2022 Zuwendungen beantragt werden, danach beginnt die Phase der Restmittelvergabe. Damit die Mittel aus dem Digitalpakt in Zukunft noch schneller abfließen können, ist ein ganzes Bündel von Hilfsangeboten auf den Weg gebracht worden:

  • Das Ministerium stellt zehn zusätzliche Stellen zur Verfügung für die Ausweitung der Medienberatung am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH),
  • eine Million Euro erhält der IT-Verbund Schleswig-Holstein (ITVSH) der Kommunen, der die Schulträger in Ausstattungsfragen berät,
  • die Hotline des Ministeriums gibt jetzt auch Auskunft zum DigitalPakt Schule,
  • die Informationsangebote auf der Website des Ministeriums sind noch einmal erweitert worden,
  • das IQSH hat seine vorhandenen Handreichungen zum Thema Digitalisierung der Schulen um einen Praxisleitfaden erweitert, der die Schulträger bei der Medienentwicklungsplanung speziell im Hinblick auf den Abruf von DigitalPakt-Mitteln unterstützt,
  • da die Schulträger bei Anträgen auf DigitalPakt-Mittel auf die Zuarbeit der Schulen angewiesen sind, steht ihnen nun ein entsprechendes Themenpaket mit Musterformulierungen zur Verfügung.

Sofortausstattungsprogramm
Zusätzlich zum „regulären“ DigitalPakt Schule haben die Länder mit dem Bund die Zusatzvereinbarung „Sofortausstattungsprogramm“ abgeschlossen. Danach stellt der Bund weitere 500 Millionen Euro zur Verfügung, welche durch die Länder um zehn Prozent ergänzt werden, sodass für Schleswig-Holstein insg. rd. 18,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Mit dem Geld werden die Schulträger dabei unterstützt, mobile Endgeräte anzuschaffen, um sie Schülerinnen und Schüler mit einem entsprechenden Bedarf ausleihen zu können. Bund und Länder reagieren damit auf die zunehmende Bedeutung des ‚distance learning‘ während der COVID-19-Pandemie. Mit Stand vom 12. August 2020 haben 171 Schulträger Anträge eingereicht, von denen 136 bereits beschieden wurden. Insgesamt wurden bereits Mittel in Höhe rd. 11,2 Millionen Euro bewilligt; das entspricht etwa 60 Prozent der gesamten Programmmittel. Ausgezahlt wurden insgesamt etwa 9,38 Millionen Euro (das entspricht etwa 50 Prozent der gesamten Programmmittel). Die ersten Schulen haben die bestellten Geräte bereits erhalten.

Schulportal SH und Lernmanagementsystem (LMS)
Alle schleswig-holsteinischen Schulen sollen mit einem einheitlichen Lernmanagementsystem arbeiten können. Die ersten Schritte zu diesem Ziel sind gemacht: Die Nachfrage der Schulen nach dem vom Land bereitgestellten neuen Lernmanagementsystem (LMS) ist groß: Mehr als 455 Schulen aller Schularten und damit fast 60 Prozent aller Schulen haben ihr Interesse bekundet, im Schuljahr 2020/21 mit dem System arbeiten zu wollen. Derzeit werden pro Woche bis zu 100 Schulen mit dem LMS ausgestattet. Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) unterstützt die Schulen mit Beratungs- und Fortbildungsangeboten.

Dieses cloudbasierte LMS ermöglicht eine datenschutzkonforme Kommunikation und Kooperation aller an Schule Beteiligten und ein unterrichtsähnliches Geschehen: Lehrkräfte können unter anderem Unterrichtsmaterial bereitstellen, Aufgaben erteilen und interaktiv Rückmeldungen geben. Die Schülerinnen und Schüler können gemeinsam an Projekten arbeiten und untereinander kommunizieren, mobiles Lernen wird über eine App ermöglicht und Eltern können einbezogen werden in die Kommunikation der Schule. Auch die Lehrkräfte einer Schule, die sich aus Pandemiegründen nicht mehr in der Schule treffen können, erhalten mit dem LMS ein digitales Forum zum Austausch beispielsweise über Unterrichtsmaterialien.

Der Zugriff auf LMS erfolgt über das gerade neu eingerichtete Schulportal, weitere Dienste wie eine E-Mail für Lehrkräfte sollen dort ebenfalls spätestens ab den Herbstferien angeboten werden.

Die Kosten für das LMS werden vom Land und vom Bund Schleswig-Holstein aus den Mitteln des DigitalPaktes Schule getragen.

Video-Konferenzdienst SH
Um das Lernen und die Kommunikation zwischen Lehrkräften und ihren Schülerinnen und Schülern gerade in Phasen des „Lernen in der Distanz“ zu unterstützen, wird das Bildungsministerium den Schulen den Zugang auf den Video-Konferenzdienst des Landes ermöglichen. Dies ist seit Beginn des Schuljahres 2020/21 möglich.

 

 

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de

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