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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Wanderausstellung „Revolution 1918 – Aufbruch in Schleswig-Holstein“ startet am 6. Mai 2018 in Kiel

Datum 04.05.2018

KIEL. Das Land Schleswig-Holstein hat mit Kabinettsbeschluss vom September 2016 eine Wanderausstellung zu den Ereignissen des Matrosenaufstands und der Revolution 1918/1919 initiiert. Federführendes Ministerium ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, welches zudem die Ausstellung „Die Stunde der Matrosen. Kiel und die deutsche Revolution 1918“ bezuschusst. 

"Diese Wanderausstellung bietet eine gute Gelegenheit, den Geschichtsunterricht für  Schülerinnen und Schüler im ganzen Land zu bereichern und durch den regionalen Bezug auf lebendige Weise Geschichte zu vermitteln", sagte Bildungsministerin Karin Prien. Sie werde den Prozess aktiv unterstützen. "Ich freue mich auf Gespräche und Diskussionen mit Schulklassen über Identität, Demokratie und den historisch oft schwierigen Weg zur Demokratie in Deutschland", so Prien. "Die Forderungen der Matrosen nach gleichem Wahlrecht, auch für Frauen, für Meinungsfreiheit und Beteiligung waren und sind Kernelemente der Demokratie. Aber die revolutionäre Bewegung mündete schon bald in Ansätzen einer Räterepublik und führte vor allem in Berlin und München zu Radikalisierung und Militanz. Deshalb lohnt sich auch immer der Rückblick auf die Ereignisse von damals." 

Wie kein anderes Ereignis in Schleswig-Holstein hat der Matrosen- und Arbeiteraufstand im November 1918 die deutsche und europäische Geschichte beeinflusst. Er löste einen Flächenbrand aus, der innerhalb von nur einer Woche das Wilhelminische Kaiserreich zum Einsturz brachte, das Ende des Ersten Weltkrieg besiegelte und den Weg in die Weimarer Republik ebnete. Das Land Schleswig-Holstein widmet den Ereignissen von 1918 eine Wanderausstellung, die von Mai bis November 2018 durchs Land touren wird. Diese zeigt in zwei Hochseecontainern die Ereignisse in Kiel und Schleswig-Holstein, ihre Voraussetzungen und Folgen im spannenden Revolutionsjahr 1918 bis zur Ausrufung der Republik am 9. November und darüber hinaus bis zum Versailler Vertrag. 

Das Projekt versteht sich als Beitrag, Themen der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins für ein breites Publikum und insbesondere junge Menschen aufzubereiten.

Einer der Container enthält eine Ausstellung zur Chronik der Revolution in Schleswig-Holstein und deutet die Ereignisse aus heutiger Sicht. Die Erzählung beginnt mit den massenhaften Befehlsverweigerungen Ende Oktober auf den Schiffen der Kaiserlichen Hochseeflotte in Wilhelmshaven und endet mit der Ausrufung der Republik am 9. November in Berlin - beziehungsweise mit dem am 11. November beschlossenen Waffenstillstand und damit dem Ende des ersten Weltkriegs. Auf den Außenseiten dieses Containers werden wichtige Aspekte der Vorgeschichte der Revolution erklärt und die wichtigsten Folgeereignisse bis hin zur Weimarer Republik erläutert.

Im zweiten Container wird der Fokus einerseits auf ortsspezifische Ereignisse und Entwicklungen vor, während und nach der Revolution in Schleswig-Holstein gelenkt. Es wird kritisch aufgezeigt, dass die Revolution und die damit einhergehenden Ereignisse, wie z.B. die Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten, nicht nur positiv von der unter den Kriegsfolgen leidenden Bevölkerung Schleswig-Holsteins aufgenommen wurde. Eine Landkarte von Schleswig-Holstein an der Stirnseite des Containers veranschaulicht die schnelle Verbreitung der Revolution.

Die Ausstellung zeigt zahlreiche, teils erstmals veröffentlichte, historische Bilddokumente und bietet zu jedem Thema vertonte historische Quellen als Hörstationen sowie Interviewfilme mit heutigen Einschätzungen und Kommentaren zur Revolution vor hundert Jahren an.

Die Projektleitung und Durchführung der Ausstellung lagen bei dem Berliner Ausstellungsbüro IGLHAUT + von GROTE. Die wissenschaftliche Ausarbeitung erfolgte durch die Kieler Historiker Dr. Martin Rackwitz (Chronik der Revolution) und Knut-Hinrik Kollex (ortsspezifische Ereignisse in Schleswig-Holstein).

 Für ein besonderes museumspädagogisches Angebot ist es gelungen, den Landesbeauftragten für politische Bildung des Landes Schleswig-Holstein und die Bundeszentrale für politische Bildung zu gewinnen: Während der Öffnungszeiten (täglich von 10 bis 18 Uhr, Mo-So, außer Transporttage) werden die Ausstellungsinhalte durchgehend von Ausstellungsvermittlerinnen und –vermittlern anschaulich erläutert. Zudem wurde begleitendes Unterrichtsmaterial durch die Abteilung Geschichtsdidaktik des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erstellt. Ein abschließendes, zweitätiges „Histo-Camp“ im November lädt dazu ein, in einem offenen Diskussionsforum die Ereignisse der Revolution zu reflektieren und heutige Perspektiven darauf zu werfen (mehr dazu demnächst auf www.aufbruch1918.de) .

 

Ausstellungsstandorte und Termine:

Der Eintritt ist frei.*

  •  Kiel  6.5. —  21.5.2018

    Vorplatz Fischhalle, Wall 65, 24103 Kiel

  • Brunsbüttel  23.5. — 17.6.2018

    genauer Standort folgt in Kürze

  • Rendsburg  19.6. —  8.7.2018

    Innenhof des Rendsburger Kulturzentrums, Arsenalstr. 2-10, 24768 Rendsburg

  • Flensburg  10.7. —  22.7.2018

    Am Museumshafen - Segelnde Berufsschiffahrt, Schiffbrücke, 24939 Flensburg

  • Molfsee  24.7. —  5.9.2018

    Freilichtmuseum Molfsee, Hamburger Landstraße 97, 24113 Molfsee

     (*Der Eintritt ins Freilichtmuseum ist kostenpflichtig!)

  • Husum  7.9. — 26.9.2018

    Vorplatz vor dem Kreishaus, Marktstraße 6, 25813 Husum

  • Neumünster  28.9. — 14.10.2018

    Museumsvorplatz (Tuch und Technik), Kleinflecken 29, 24534 Neumünster

  • Lübeck  16.10. —  1.11.2018

    Koberg beim Heilig Geist Hospital, Koberg 11, 23552 Lübeck

  • Kiel  3.11. —  9.11.2018

    Vorplatz Fischhalle, Wall 65, 24103 Kiel

 Informationen und Anmeldung zu Führungen 

E-Mail: fuehrungen@aufbruch1918.de
Tel.: 0431/ 988 5787 (Anrufbeantworter)

 

Ansprechpartner für Rückfragen:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Sandra Oblegor
Kulturabteilung
Jensendamm 5
24103 Kiel

Telefon: 0431/988-5787
Fax: 0431/988-612-1707

E-Mail: Sandra.Oblegor@bimi.landsh.de

                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Beate Hinse | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

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