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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Portraitfoto Karin Prien
Karin Prien

Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

© M. Staudt/grafikfoto.de

Forum zur Grundschulbildung im Landeshaus - Bildungsministerin Karin Prien: Mein Ziel ist es, die Grundschulbildung zu verbessern

Datum 31.01.2018

KIEL. Auf Einladung von Bildungsministerin Karin Prien kamen heute (31. Januar) 150 Gäste - neben Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern auch Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, den Hochschulen, Gewerkschaften und Verbänden - im Kieler Landeshaus zusammen. Sie diskutierten unter der Überschrift „Grundschule 2030“ darüber, wie die Schulanfangsjahre gestaltet und verbessert werden können.

„Die Grundschule steht an exponierter Stelle in unserem Bildungssystem. Hier wird die Basis gelegt für die weitere Schullaufbahn und den gesamten Bildungsweg“, sagte die Ministerin. Deshalb wolle sie die Grundschulbildung zu einem Leit-Thema für die gesamte Legislaturperiode machen. „Dieses Forum ist der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die wir zu unterschiedlichen Aspekten und mit unterschiedlichen Teilnehmer-Kreisen anbieten werden.“ Bereits im Februar werde ein großer Grundschulkongress stattfinden.

„Es ist mein Ziel und das dieser Landesregierung, die Grundschulbildung zu verbessern, das ist ein wesentlicher Grund für unsere Bildungsoffensive.“ Dazu gehöre auch, die Grundschulen besser auszustatten. So würden 9,3 Millionen Euro zusätzlich ausgegeben für die Verbesserung der Grundschulbildung, die sonderpädagogische Förderung und die gezielte Unterstützung der Integration von zugewanderten Kindern und Jugendlichen dank 395 neuer Planstellen, die im Haushalt 2018 bereitgestellt werden. „Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität werden außerdem die Unterrichtsstunden für Grundschulen ab dem Schuljahr 2018/19 für den ersten Jahrgang um eine Stunde erhöht, ab 2019/20 dann auch für den zweiten Jahrgang um eine Stunde,“, sagte sie und nicht zuletzt stehe auch die Verbesserung der Besoldung von Grundschul-Lehrkräften auf der Agenda der Landesregierung. „Schleswig-Holstein ist allerdings ein Konsolidierungsland. Deshalb setze ich auf eine gemeinsame Lösung aller Bundesländer.“

Sie hob hervor: „Wir haben an den Grundschulen in Schleswig-Holstein eine gute Basis, auf der wir aufbauen können, und das ist zu einem großen Teil der engagierten Arbeit unserer Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken.“ Die Ergebnisse der jüngsten IGLU-Studie hätten aber auch gezeigt, dass es Verbesserungsbedarf gebe. „Fast jede fünfte Schülerin und jeder fünfte Schüler verlässt heute in Deutschland die Grundschule, ohne richtig schreiben, lesen oder rechnen zu können, und auch die Geschlechterunterschiede und zuwanderungsbedingten Disparitäten sind viel zu groß.“

Im Mittelpunkt des Forums im Landeshaus stand die Frage, welche Inhalte in der Grundschule unterrichtet und vermittelt werden sollten. In seinem Impuls-Vortrag hatte zunächst der Germanistik-Professor und Autor des Buches „Grundschulkulturen: Pädagogik - Didaktik - Politik“ Wolfgang Steinig das Thema „Schreiben lernen“ behandelt. Dabei plädierte er unter anderem dafür, dass in den Grundschulen ein Grundwortschatz vermittelt werden sollte, und sprach sich für den Erhalt der verbundenen Schreibschrift aus. „Es sollte eine neue Aufgabenkultur etabliert werden und den Kindern sollten anhand von Modellwörtern die Prinzipien der Rechtschreibung wieder stärker vermittelt werden“, riet Steinig. Auf der anschließenden Podiumsdiskussion mit der Kinderbuchautorin Dr. Kirsten Boie, der Didaktik-Professorin Mirjam Steffensky vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel und dem Vorsitzenden des Landeselternbeirates der Grundschulen Volker Nötzold ging es dann auch um die Rolle des Lesens und darum, wie Naturwissenschaften und Mathematik in der Grundschule noch besser vermittelt werden könnten.

 

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Jensendamm 5, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-5805 | Telefax 0431  988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

 

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