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Milcherzeugung gehört zu Schleswig-Holstein!

Staatskanzlei

Milcherzeugung gehört zu Schleswig-Holstein!

Die Milcherzeugung ist das wichtigste Standbein für die schleswig-holsteinische Landwirtschaft. Zwei von drei Landwirten leben von der Milch, jeder dritte Euro wird mit der Milch verdient.

Die Milcherzeugung hat in Schleswig-Holstein Zukunft, denn Schleswig-Holstein verfügt über ausgezeichnete Rahmenbedingungen. Sowohl die Struktur unserer Milch erzeugenden Betriebe als auch der ausgezeichnete Ausbildungsstand unserer Betriebsleiter, verbunden mit guten Klima- und Bodenverhältnissen, machen Schleswig-Holstein zu einem europaweit bevorzugten Milcherzeugungsstandort.

In Schleswig-Holstein produzieren knapp 4.000 Milcherzeuger jährlich 3 Milliarden Kilogramm Milch, das sind tatsächlich mehr als 8 Millionen Kilogramm täglich. Damit wird deutlich mehr als der schleswig-holsteinische Bedarf gedeckt. Bei einem Bestand von fast 400.000 Milchkühen stehen in schleswig-holsteinischen Milchviehbetrieben durchschnittlich über 98 Kühe und damit erheblich mehr als im Bundesdurchschnitt.

Die heimische Milch- und Rindfleischerzeugung bildet mit einem Produktionswert von rund 1,1 Milliarden Euro das Rückgrat einer dynamischen standortgebundenen Landwirtschaft. 16 Meiereiunternehmen veredeln den Rohstoff Milch zu einer großen Palette an hochwertigen Produkten.

Damit Schleswig-Holstein auch in Zukunft das Land der Milch bleibt, muss alles getan werden, um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der schleswig-holsteinischen Betriebe weiter zu verbessern.

Dabei muss sich auch die Meiereiwirtschaft weiterentwickeln und der Konzentration der abnehmenden Hand (LEH) anpassen. Dazu kommt es neben der Erhöhung der Wertschöpfung der erzeugten Milchprodukte auf deren Exportfähigkeit an. Hierzu sind weiter Anstrengungen der Beteiligten erforderlich.

Insbesondere das Auslaufen der Milchquotenregelung mit Ablauf des 31.03.2015 hat eine zusätzliche Dynamik auf dem Milchmarkt ausgelöst. Aufgrund der Entwicklung der Märkte hat die Milcherzeugung in Schleswig-Holstein kontinuierlich zugenommen und zusammen mit der Nachfrageschwäche auf den internationalen Märkten zu einem bedrohlichen und krisenhaften Milchpreisverfall im Jahr 2016 geführt. In 2017 hatte sich die Marktsituation entspannt. Die größte Herausforderung für die Milchviehhalter bleibt aber weiterhin die große Volatilität der Milchauszahlungspreise.

Die milchviehhaltenden Betriebe mussten vergangenes Jahr aufgrund der außerordentlichen Dürre im Sommer 2018 geringere Grundfuttererträge und verminderte Futterqualitäten verzeichnen. Die Auswirkungen werden vermutlich bis ins erste Halbjahr des Jahres 2019 zu spüren sein. Vor dem Hintergrund des bedrohlichen Milchpreisverfalls im Jahr 2016 und der damit teilweise verbundenen hohen Fremdkapitalaufnahme wird nur ein auskömmlicher Milchpreis im Jahr 2019 zu weiterer wirtschaftliche Entspannung auf den Betrieben führen.

Weitere Daten zur Milchwirtschaft in Schleswig-Holstein

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