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Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks Brokdorf

Staatskanzlei

Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks Brokdorf

Die Betreibergesellschaft des Kernkraftwerks, PreussenElektra, hat am 01. Dezember 2017 bei der Reaktorsicherheitsbehörde den Rahmenantrag zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks eingereicht.

In einem mehrjährigen Genehmigungsverfahren werden das Stilllegungs-, Abbau-, und Entsorgungskonzept sowie der Restbetrieb während der Stilllegung zu regeln sein. Hierfür muss PreussenElektra umfangreiche Dokumente, unter anderem einen Sicherheitsbericht, vorlegen. Das Vorgehen entspricht dem für die Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel.

Wesentlicher Unterschied zu den beantragten Genehmigungsverfahren für den Abbau der Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel ist allerdings, dass sich in Brokdorf den Plänen zufolge in der ersten Phase des Abbaus noch Brennelemente im Reaktorgebäude befinden werden, die noch nicht ausreichend abgeklungen sein werden. Mit dem eigentlichen Abbau des Kernkraftwerks Brokdorf kann erst begonnen werden, wenn die Genehmigungsvoraussetzungen vollständig erfüllt sind und die Genehmigung erteilt ist. Die Genehmigungsbehörde und die Betreibergesellschaft gehen davon aus, dass der Abbau etwa 2023 startet.

PreussenElektra plant, auf dem Gelände des Kernkraftwerks Brokdorf ein zusätzliches Lagergebäude für schwach- und mittelradioaktive Stoffe zu betreiben. Das Gebäude soll aus einer Halle für die Transportbereitstellung, einem Verladebereich und einem sogenannten Sozialtrakt bestehen. Im Einzelnen beabsichtigt die Betreibergesellschaft in dem neuen Gebäude den Umgang mit folgenden radioaktiven Stoffen:

  • Abfälle und Reststoffe aus dem Betrieb (einschließlich Nach- und Restbetrieb) und dem Abbau am Standort Brokdorf,
  • Sonstige radioaktive Stoffe, die als Abfälle beim Betrieb des neuen Lagergebäudes und des bereits am Standort vorhandenen Brennelementlagers anfallen und
  • Prüfstrahler.

Die maximal einzulagernde Gesamtaktivität ist mit 2 x 1017 Bq beantragt.

Ende Januar 2019 fand in Brokdorf der gesetzlich vorgesehene "Scoping-Termin" im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung statt. Der Scoping-Termin dient u.a. dazu, mit fachlich betroffenen Behörden den Umfang der Unterlagen festzulegen, die die Betreibergesellschaft zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens vorzulegen hat.