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Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung

Staatskanzlei

Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung

Die Herausforderung

Auch im Sektor Gemeinschaftsverpflegung möchten wir – hier zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Sektion Schleswig-Holstein - kluge Antworten auf Entwicklungen geben, die für die Zukunft unseres Planeten und seiner künftigen Bewohner nicht gut sind - was immer offensichtlicher wird.

Denn dieser Bereich wirkt auf Essverhalten und Ernährungsprobleme, die wiederum einhergehen mit zu viel tierischem Eiweiß, welches erzeugt wird mit Ressourcen, für die klimarelevanter Regenwald vernichtet wird, klimaschädlicher Transport anfällt, gentechnische Veränderungen für bestimmte Pflanzenproduktionssysteme nötig werden, Tierwohlaspekte ignoriert werden, …

Unsere Art des Umgangs mit Lebensmitteln führt überdies zu ungeheurer Verschwendung - die Ressourcen für die Produktion werden somit auch noch regelrecht vergeudet. Die Restprodukte schließlich stören Märkte und Produktionen in den Ländern des Südens empfindlich mit erheblichen sozialen Folgen dort.

Wir haben die Möglichkeit, diese Zusammenhänge, je nachdem wie wir es anpacken, in negativer oder auch positiver Richtung zu beeinflussen.

Der Prozess

In 2017 haben wir uns daher mit Akteuren aus der Praxis in fünf Workshops über Eckpunkte eines Leitbildes, über Auswege aus der ökonomischen Zwickmühle und Fragen einer zweckmäßigen Kommunikation ausgetauscht. Die Ergebnisse wurden am 21.11.2017 in der Veranstaltung "Möglichkeiten einer nachhaltigeren Gemeinschaftsverpflegung – von der Kita über die Betriebskantine bis zur Senioreneinrichtung" vorgestellt.

Erste Ergebnisse des Prozesses finden Sie zum Download auf dieser Seite.

Im Dezember 2018 wurde das Thema "Fleisch – weniger ist mehr" in einer Veranstaltung im Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek aufgegriffen.

Mittlerweile sind auf der Website der DGE umfangreiche Informationen zu Themen im Bereich nachhaltiger Verpflegung zu finden.

Viele sind schon in Bewegung und zeigen damit, dass es unter gegebenen Rahmenbedingungen möglich ist, den wachsenden Ansprüchen einer wachsenden Zahl von Konsumentinnen und Konsumenten gerecht zu werden. Unsere Absicht besteht darin, ein Angebot für die Akteure zu schnüren, das auf längere Sicht zu Veränderungen in der Gemeinschaftsverpflegung ermuntert und beiträgt. Dazu hat am 14. März 2019 für alle Interessierten ein sehr gut besuchtes Netzwerktreffen in Flintbek stattgefunden. Dieses soll künftig regelmäßig jährlich wiederholt und ggf. durch spezielle Fachveranstaltungen ergänzt werden.

Sie sind gefragt!

Akteure, die in diesen Folgeprozess eingebunden werden möchten, wenden sich bitte an Jana Ohlhoff, Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (Email: jana.ohlhoff@bnur.landsh.de)

Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung von Kantinen

Auch die direkten und indirekten Einflüsse von Betriebskantinen sind im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung vielfältig und durchaus von Belang. Das Land Schleswig-Holstein ist Auftraggeber für eine Reihe von Kantinen in Landesliegenschaften. Im Rahmen einer Studie (Auftraggeber MELUND) wurde geklärt, wie das Land mit Impulsen für den Betrieb und Ausschreibungskriterien seiner Vorbildfunktion nachkommen und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung leisten kann.

Das Ergebnis in Form einer Kurz- und einer Langfassung soll in der künftigen Ausschreibungspraxis für Landeskantinen angewendet werden.

Mehr Informationen finden Sie hier.