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Aktuelle Informationen zur Badegewässerqualität in Schleswig-Holstein

© G. Petzold, Sozialministerium

Aktuelle Informationen zur Badegewässerqualität in Schleswig-Holstein

Die Badesaison in Schleswig-Holstein beginnt am 1. Juni. Einen aktuellen Überblick dazu finden Sie hier.

Überblick zur aktuellen Situation

An den meisten Badestellen in Schleswig-Holstein beginnt die Badesaison am 01. Juni und dauert bis zum 15. September. Ausnahmen sind die nordfriesischen Inseln und die Hamburger Hallig, auf denen die offizielle Badesaison am 15. Juni beginnt. Das Freibad Beckersbergsee im Kreis Segeberg beginnt mit seiner offiziellen Badesaison schon am 11.05.. Auf den Halligen Langeness und Hooge dauert die Badesaison in diesem Jahr vom 1.07. bis zum 25.08.

In dieser Zeit werden die 338 Badestellen Schleswig-Holsteins regelmäßig von den zuständigen Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte überwacht und beprobt. Die bakteriologischen Parameter werden dabei zur hygienisch-gesundheitlichen Bewertung eines Badegewässers wie von der EU vorgeschrieben untersucht. Die ersten Proben werden kurz vor Beginn der Badesaison gezogen und die Untersuchungsergebnisse kontinuierlich ins Internet eingestellt. Bei Grenzwertüberschreitungen an einzelnen Badestellen werden diese unverzüglich nach Bekanntwerden hier aktualisiert.

Eine Übersicht über die bislang vorliegenden Probenahmen erhalten Sie in einer Tabelle ganz unten auf dieser Seite. Zu den Untersuchungsergebnissen der einzelnen Badestellen gelangen Sie, indem Sie über die Suchfunktion, über die Liste aller Badestellen oder über die Karte Ihre gewünschte Badestelle aufrufen. Hier können Sie auch erfahren, wie die aktuellen Wassertemperaturen der Nordsee oder Ostsee an ihrem Badeort sind (erstellt vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie - Rubrik: Baden & Meer).

Natürliche Risiken beim Baden

Badegewässer sind freie Gewässer, in denen natürliche Risiken, wie zum Beispiel Bakterien, Zerkarien oder Blaualgen, vorhanden sind und das Badevergnügen beeinträchtigen können. Derartige Vorkommen sind meist nicht vorhersehbar oder ändern sich sehr rasch. Die Überwachungsbehörden informieren hierüber zeitnah durch Hinweise vor Ort. Nähere Auskünfte erhalten Sie zudem bei den Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte (Ansprechpartner siehe unter "Kontakt/ Behörden") oder direkt vor Ort bei den Kurverwaltungen oder Badestellenbetreibern.

Aktuelle Meldungen

Aktuelle Informationen und Warnungen werden, sobald sie gemeldet wurden, im Folgenden veröffentlicht.

Bakteriologische Belastung

In den schleswig-holsteinischen Badegewässern treten zur Zeit keine bakteriologische Belastungen auf. Baden ist in Schleswig-Holstein daher ohne hygienische Risiken möglich.

Blaualgen in Binnengewässern

Blaualgen © M. Bahnwart, LLUR

Blaualgen treten zur Zeit in schleswig-holsteinischen Binnengewässern in geringen Konzentrationen auf.

An den Badestellen

  • 275 Idstedter See (Gemeinde Idstedt, Kreis Schleswig-Flensburg)
  • 239 Bordesholmer See, Badeanstalt (Gemeinde Bordesholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde)

gilt aufgrund von Blaualgen vorsorglich ein befristetes Badeverbot.

Algen in Nord- und Ostsee

in Nord- und Ostsee sind derzeit keine Beeinträchtigungen durch Algen gemeldet.

Weitere Informationen zu Algen und Blaualgen in Nord- und Ostsee sowie Binnengewässern finden Sie hier.

Zerkarien in Binnengewässern

Besonders nach Schönwetterperioden muss an einigen Binnenseen mit dem Auftreten von Zerkarien gerechnet werden. Sie können juckende, aber harmlose Quaddeln auf der Haut verursachen.

Vibrionen in der Ostsee

Bei Wassertemperaturen ab 20°C können Bakterien der Gattung Vibrio Vulnificus („Vibrionen“) aktiviert werden. Weitere Informationen zu Vibrionen finden Sie hier.

Quallen in Nord- und Ostsee

Derzeit kommt es in Nord- und Ostsee zu keiner Beeinträchtigung durch Quallen.

Je nach Wind- und Wetterverhältnissen kann sich das Vorkommen von Quallen schnell verlagern. Informieren Sie sich daher vor Ort, ob Ihre Badestelle derzeit davon betroffen ist.

Weitere Informationen stehen Ihnen hier zum Herunterladen zur Verfügung.

Hinweis zu Giftfischen (Petermännchen)

Petermännchen gehören zu den giftigsten Fischen Europas. Während der Laichzeit halten sich die Tiere in flachen Gewässern auf, wo sie sich im Sand eingraben. Die Rückenflosse weist Stacheln mit Giftdrüsen auf. Tritt man beim Waten im flachen Wasser ohne Badeschuhe auf ein Petermännchen, kann es zu sehr schmerzhaften Verletzungen kommen. Gefährdet sind auch Angler, die gefangene Petermännchen ohne Handschuhe vom Haken nehmen wollen. Nähere Informationen zu Giftfischen und zum Verhalten nach einem Stich finden Sie hier.

Badesicherheit

Rettungsring in Weseby © G. Petzold, Sozialministerium

Neben der Badegewässerqualität gehört auch der Schutz vor Unfällen zu einem unbeschwerten Badevergnügen. Beachten Sie deshalb unbedingt die allgemeinen Baderegeln des DLRG. Denken Sie daran: Eine rote Fahne bedeutet „Badeverbot“ wegen gefährlicher Wind- und Strömungsverhältnisse oder auch anderer Gesundheitsrisiken, wie zum Beispiel Blaualgen oder fäkaler Belastung.

Gehen Sie nicht baden, wenn die rote Fahne aufgezogen ist! Achten Sie auf Ihre Kinder und informieren Sie auch Ihre Strandnachbarn, wenn diese das Badeverbot nicht beachten.

Probenahmen der aktuellen Badesaison