Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Niederschlagswasser

© Sandra Wöbse (MELUND)

Niederschlagswasser

Nach statistischen Erhebungen beträgt in Schleswig-Holstein der Anteil der befestigten Flächen an der Gesamtfläche des Landes etwa 6 Prozent. Mit rund 740 Millionen Kubikmeter pro Jahr ist der Jahresabfluss von befestigten Flächen ca. vier Mal so groß wie der Jahresschmutzwasserabfluss aus allen kommunalen Kläranlagen.

Die stoffliche Belastung des von befestigten Flächen abfließenden Niederschlagswassers hängt neben dem unmittelbaren Materialabtrag der jeweiligen Flächen und der atmosphärischen Deposition besonders von der Art und dem Ausmaß der Flächennutzung ab. Je nach Verschmutzungsgrad des Niederschlagswassers wird es behandelt oder unbehandelt in oberirdische Gewässer eingeleitet oder über den Boden ins Grundwasser versickert.

Punktuelle Einleitungen von gesammeltem Niederschlagswasser können hinsichtlich der hydraulischen Auswirkungen der eingeleiteten Mengen erhebliche nachteilige Folgen für die Gewässer mit sich bringen. Mit fortschreitender Ausweisung neuer Bebauungsgebiete verschärft sich aufgrund der Versiegelung der Böden die hydraulische Belastung der Gewässer, dies vorwiegend in Ballungsräumen und bei Gewässern mit geringer Abflussleistung.

Insbesondere bei der Entwässerungsplanung von Neubaugebieten ist der Fokus daher künftig auf eine naturverträgliche Niederschlagswasserbeseitigung zu richten, deren vorrangiges Ziel die Reduzierung der abzuleitenden Niederschlagswassermengen ist.

Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung und das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung haben gemeinsam per Erlass vom 10. Oktober 2019 die "Wasserrechtlichen Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser - Teil 1: Mengenbewirtschaftung (A-RW 1)" eingeführt. Die Einführung wird durch einen Flyer unterstützt.

Diese "Wasserrechtlichen Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser - Teil 1: Mengenbewirtschaftung" sind von der Technischen Hochschule Lübeck in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und den unteren Wasserbehörden (UWB) erarbeitet worden.

Nachfolgend können die entsprechenden Unterlagen heruntergeladen werden:

Einführungserlass des MELUND und MILI, Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser in Neubaugebieten in Schleswig-Holstein – Teil 1: Mengenbewirtschaftung (PDF 345KB, Datei ist nicht barrierefrei)

A-RW 1 – Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser - Teil 1: Mengenbewirtschaftung (PDF 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Flyer "Erschließung gesichert? Wasserrechtliche Anforderungen zum Umgang mit Regenwasser in Neubaugebieten" (PDF 5MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Das Berechnungsprogramm zur Überprüfung des Wasserhaushaltes wurde im Mai 2021 überarbeitet. Es dient einer einfachen und schnelle Durchführung der Überprüfung des Wasserhaushalts im Baugebiet und bietet Unterstützung bei den regionalen Nachweisen. Es steht nachfolgend kostenlos als Download zur Verfügung.

Achtung: Neues Programmupdate August 2021!

Berechnungsprogramm für A-RW 1 und Hinweise für die Anwendung (Version 2.5.1.0 August 2021)

Teilen: