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Abfallwirtschaftpläne, Abfallmengen

Staatskanzlei

Abfallwirtschaftpläne, Abfallmengen

Im Folgenden finden Sie die Abfallwirtschaftsplanung des Landes und die ihr zugrundeliegenden abfallwirtschaftlichen Daten.

Abfallwirtschaftspläne

Gemäß §§ 30 und 31 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sind die Bundesländer verpflichtet, für ihren Bereich Abfallwirtschaftspläne nach überörtlichen Gesichtspunkten aufzustellen, alle sechs Jahre auszuwerten und bei Bedarf fortzuschreiben. Abfallwirtschaftspläne sind ein wichtiges Instrument für die überregionale Planung und Steuerung der Abfallentsorgung.
In den Abfallwirtschaftsplänen wird eine gründliche Analyse der abfallwirtschaftlichen Situation vorgenommen. Es werden die Ziele der Abfallvermeidung und -verwertung formuliert sowie die zur Sicherung der Inlandsbeseitigung erforderlichen Anlagen dar-gestellt.
Die erforderlichen Kapazitäten für die Beseitigung von Abfällen leiten sich aus einer Darstellung und Bewertung der überregionalen Entwicklung von Abfallmengen, Entsorgungswegen und der abfallrechtlichen und abfallwirtschaftlichen Entwicklung ab.
Die Prognose des Verwertungsanteils ist dabei eng verbunden mit politisch programmatischen Aussagen zur Förderung der Abfallvermeidung und Verwertung, zum Wandel der Abfallwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft. Damit zeigen die Pläne auch den ggf. bestehenden Handlungsbedarf auf.
In Schleswig-Holstein wird der Abfallwirtschaftsplan in folgenden Teilplänen erstellt:

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Teilplan Siedlungsabfälle (2014-2023)

In dem aktuellen Abfallwirtschaftsplan Siedlungsabfälle werden der Stand der Siedlungsabfallwirtschaft analysiert und die Ziele und Leitlinien der Kreislaufwirtschafts- und Abfallpolitik des Landes Schleswig-Holsteins beschrieben. Darüber hinaus werden für alle Fraktionen der Siedlungsabfälle Aussagen zur Beachtung der fünfstufigen Abfallhierarchie getroffen. Die abfallpolitischen Ziele der Landesregierung sollen insgesamt zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft beitragen.
Auf Basis der vorhandenen Abfallbilanzen werden die künftigen Mengen und die Entsorgungswege für die einzelnen Abfallfraktionen prognostiziert. Es wird geprüft, ob für die prognostizierten Abfallmengen ausreichend Kapazitäten in Anlagen zur Behandlung und Ablagerung zur Verfügung stehen.

Im Ergebnis sind hochwertige Anlagen zur Bioabfallverwertung, zur Abfallsortierung und -aufbereitung, zur energetischen Abfallverwertung und zur Restabfallbehandlung vorhanden. Die vorhandenen Kapazitäten der Deponien der Klassen I und II nach Deponieverordnung würden bis etwa 2025 ausreichen, wenn die Mengen konstant blieben.

In der Landesverordnung über den Abfallwirtschaftsplan Siedlungsabfälle werden den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern Vorgaben für die ortsnahe und umweltverträgliche Entsorgung von gemischten Siedlungsabfällen aus Haushaltungen und gemeinsam damit erfassten anderen Abfällen gemacht.

Abfallwirtschaftsplan Schleswig-Holstein, Teilplan Siedlungsabfälle (2014-2023) (PDF 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Deponiebedarfsstudie, Hilfestellung für Bedarfsnachweise

Die im Abfallwirtschaftsplan vorgezeichnete Studie zur "Abschätzung des künftigen Bedarfs an Deponiekapazitäten in Schleswig-Holstein" liegt inzwischen vor und steht in der Kurzfassung zum Download bereit.

Mit der Studie wird bestätigt, dass das vorhandene Deponievolumen in Schleswig-Holstein knapp bemessen ist. Da von den ersten Planungsüberlegungen über das Planfeststellungsverfahren und die Errichtung mehrere Jahre vergehen, ist in bestimmten Regionen bereits Handlungsbedarf absehbar. Dies betrifft besonders den Westen Schleswig-Holsteins, aber auch im mittleren und nördlichen Osten des Landes werden die Kapazitäten knapp, weil einige Deponien in naher Zukunft verfüllt sein werden.

Die Ergebnisse der Studie sollen sowohl der Planfeststellungsbehörde wie auch den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern (Kreise und kreisfreie Städte und deren Abfallwirtschaftsgesellschaften und Zweckverbände), Planungsbüros und Vorhabenträgern als Unterstützung zur Einschätzung des Bedarfs und zur Abfassung der - jeweils individuell zu beurteilenden – Planrechtfertigung für neue Kapazitäten dienen. Dafür müssen die Aussagen der Studie regional konkretisiert und auf das Vorhaben und den Standort bezogen werden.

Aufgrund entsprechender Nachfragen hat das Umweltministerium eine Hilfestellung für den Nachweis des Bedarfs an neuen Deponiekapazitäten erstellt, die hier zum Download bereitgestellt wird.

Deponiebedarfsstudie SH - Kurzfassung
Hilfestellung für Deponie-Bedarfsnachweise

Teilplan Bau- und Abbruchabfälle

Teilplan Abfälle aus dem industriellen und gewerblichen Bereich

Teilplan Klärschlamm

Der zurzeit im Entwurf vorliegende Plan wird überarbeitet, wenn absehbar ist, welche Anforderungen künftig an die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung zu stellen sind.

Auf der Grundlage des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vom 24.Februar 2012 soll eine Neufassung der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) und damit eine Neuausrichtung bei der Verwertung von Klärschlämmen eingeleitet werden.
Derzeit sind die Anforderungen an die zukünftige Klärschlammentsorgung jedoch noch nicht hinreichend geklärt.
Der Abfallwirtschaftsplan Teilplan Klärschlamm wird aufgestellt, sobald die hierfür erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen vorliegen.

Abfallmengen

Die schleswig-holsteinischen Statistiken über Siedlungsabfälle und Sonderabfälle zeigen, dass immer mehr Abfälle verwertet und weniger beseitigt werden. Die Statistiken geben einen Überblick über das Aufkommen der wichtigsten Abfallarten, die Entsorgungswege und zeigen Trends auf. Die Siedlungsabfallbilanz erlaubt Vergleiche zwischen den 15 Kreisen und kreisfreien Städten.

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Siedlungsabfallbilanz

Abfallbilanzen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in Schleswig-Holstein, zusammengefasst durch das LLUR zur jährlichen Siedlungsabfallbilanz.

Die Siedlungsabfallbilanzen vermitteln sowohl Fachleuten als auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in Aufkommen und Verbleib der wichtigsten Abfallarten in den Kommunen. Das umfangreiche Datenmaterial erlaubt Vergleiche zwischen den 15 Gebietskörperschaften.

Diese Bilanz betrachtet neben den Siedlungsabfällen auch Bauabfälle und sonstige, im Rahmen der öffentlichen Entsorgung beispielsweise bei Gewerbe- und Industriebetrieben erfasste Abfälle. Auch Verpackungsabfälle (Verkaufsverpackungen), die über duale Systeme erfasst werden, sind enthalten.

Abfallbilanz 2016

Mit dieser Broschüre setzt das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) die Reihe der Veröffentlichungen über die Siedlungsabfallbilanzen fort. Zum 20. Mal wird damit eine umfassende und detaillierte Übersicht über die abfallwirtschaftliche Situation in den Kreisen und kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins gegeben.

Hier können Sie die Abfallbilanz 2016 mit den Abfallmengendaten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger Schleswig-Holsteins als PDF-Datei herunterladen:

Abfallbilanz 2016 (PDF 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Siedlungsabfallbilanzen ab dem Jahr 1999 können als PDF-Dateien über das LLUR bezogen werden:

http://www.umweltdaten.landsh.de/bestell/publabfall.html

Sonderabfallstatistik (Statistik der gefährlichen Abfälle)

Gefährliche Abfälle sind besonders überwachungsbedürftig. Das heißt: Die Entsorgung jeder einzelnen Charge muss durch einen so genannten Begleitschein nachgewiesen werden. Abfälle, die als gefährlich gelten, sind im EU-weit geltenden Abfallkatalog mit einem (*) gekennzeichnet. Der Abfallkatalog wurde in Deutschland durch die Abfallverzeichnisverordnung des Bundes verbindlich eingeführt.

In Schleswig-Holstein gibt es jährlich etwa 80.000 bis 90.000 Entsorgungsvorgänge mit gefährlichen Abfällen. Eine derartig große Anzahl kann natürlich nur mit EDV sinnvoll bearbeitet werden. Bundesweit haben sich die Länder daher auf das EDV-System ASYS® verständigt, wodurch es möglich ist, auch die zahlreichen Ländergrenzen der überschreitenden Entsorgungsvorgänge genau verfolgen zu können.

Mit ASYS® können die Ströme der gefährlichen Abfälle auch statistisch ausgewertet werden. In Schleswig-Holstein macht dies für jedes Jahr die GOES (Gesellschaft für die Organisation der Entsorgung der Sonderabfälle). Die GOES ist die Zentrale unseres Landes für die Überwachung der "Sonderabfallströme" und zugleich Knotenstelle für den Datenaustausch mit den anderen Bundesländern.

Die aktuelle GOES-Statistik der gefährlichen Abfälle finden Sie unter http://www.goes-sh.de/de/Dokument.

Die GOES-Statistiken der gefährlichen Abfälle ab dem Jahr 2005 können bei der GOES als PDF-Datei bezogen werden.