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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Staatskanzlei

Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und Viruserkrankung der Haus- und Wildschweine.

Ein Schweinerüssel, der in die Kamera schaut. Im Hintergrund stehen zwei Schweine an einem Futtertrog. Schwein (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Afrikanische Schweinepest endet für Wild- und Hausschweine meist tödlich. © M. Dewanger / grafikfoto.de

Die Afrikanische Schweinepest ist weder auf andere Tierarten noch auf den Menschen übertragbar. Sie führt bei Wild- und Hausschweinen nach kurzem, fieberhaftem Krankheitsverlauf zum Tod. Es gibt keine Impfstoffe gegen die Infektion.

Seuche wurde aus Afrika eingeschleppt

Die Seuche wurde 2007 aus Afrika erstmalig nach Georgien verschleppt. Dorthin gelangte sie vermutlich über kontaminierte Speisereste von Schiffen. Im Jahr 2014 wurden erstmals ASP-Infektionen in den EU-Mitgliedsstaaten Polen, Litauen, Lettland und Estland bei Haus- und Wildschweinen festgestellt, nachdem sich das Virus zuvor über die Kaukasusregion nach Russland, in die Ukraine und nach Weißrussland ausgebreitet hatte. Seit 2017 ist eine Zunahme der Infektionen in Ostpolen und im Baltikum bei Haus- und Wildschweinen festzustellen. Zudem erfolgte im Juli 2017 der erste Nachweis bei Wildschweinen im Osten Tschechiens sowie im August 2017 bei Hausschweinen im Osten Rumäniens.

FAQs zur Afrikanischen Schweinepest

Info Häufig gestellte Fragen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

EU weitet Restriktionsgebiete aus

In der Folge hat die EU-Kommission die ASP-Restriktionsgebiete der betroffenen Mitgliedsstaaten gemäß Durchführungsbeschluss 2014/709 (EU) ausgeweitet. In den von der Seuche betroffenen Restriktionsgebieten gelten besondere Schutzmaßnahmen und Handelsrestriktionen für lebende Schweine und Wildschweine, Schweinefleisch, Wildschweinefleisch und Erzeugnisse daraus. Aus betroffenen Drittländern darf ebenfalls kein Fleisch oder Fleischerzeugnisse von Haus- oder Wildschweinen in die EU eingeführt werden.

Vielfältige Verbreitungswege der ASP

Die Verbreitung der ASP kann über direkte Tierkontakte von Wild- und Hausschweinen sowie indirekt über die illegale Verfütterung von virushaltigen Speiseresten erfolgen. Das Virus ist in rohem oder gefrorenem Fleisch sowie in gepökelten oder geräucherten Fleischwaren monatelang haltbar. Daher kann ein arglos weggeworfenes Wurstbrot, das mit Fleisch von infizierten Tieren hergestellt wurde und von Wildschweinen aufgenommen wird, ausreichen, um die Afrikanische Schweinepest weiter zu verbreiten. Auch ist eine Übertragung durch virusbehaftete Kleidung, Ausrüstungsgegenstände oder Fahrzeuge, die mit infizierten Tieren in Kontakt gekommen sind, möglich. Auf diesem Weg kann das Virus über große Entfernungen verbreitet werden.

Merkblätter mit Hygieneempfehlungen zur Schweinepest für Landwirte, Jäger und Saisonarbeiter:

Das Merkblatt zur Beprobung von Wildschweinen zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest (PDF 119KB, Datei ist nicht barrierefrei) soll zur Information der Jägerschaft über die verschiedenen Probenahmeverfahren bei Wildschweinen dienen und kann zur Jagd als Faltblatt mitgeführt werden.