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Entwicklungen der Gedenkstättenarbeit in SH

Staatskanzlei

Entwicklungen der Gedenkstättenarbeit in SH

In Schleswig-Holstein gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Initiativen im Bereich der Erinnerungsarbeit.

Landesgedenkstättenkonzept veröffentlicht

In Schleswig-Holstein gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Initiativen im Bereich der Erinnerungsarbeit. Aus diesem Grund hat die Landesregierung im April 2015 mit einer landesweiten gemeinsamen Konzeption das "Landeskonzept zur Förderung und Weiterentwicklung von Erinnerungsarbeit an historischen Lernorten zur Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Diktatur in Schleswig-Holstein" beschlossen. Das Landesgedenkstättenkonzept nimmt sowohl inhaltlich als auch strukturell auf die aktuellen Entwicklungen Bezug und soll die Gedenkstätten und Erinnerungsorte insgesamt zukunftsfähig machen. Es gilt nun, das Bewusstsein für die ständigen Gefahren inhumaner und demokratiefeindlicher Entwicklungen nachhaltig zu schärfen – insbesondere an den historischen Orten zur Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischen Terrors. Die Gedenkstätten sollen auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten, um geschichtsreflektiert und gegenwartssensibel wach und wehrhaft zu bleiben – auch in dem Wissen, dass sich Geschichte nicht einfach wiederholt.
Das Gedenkstättenkonzept wurde gemeinsam mit der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten (BGSH) und unter Einbeziehung der Gedenkstättenszene erarbeitet und soll in einem demokratischen und pluralistischen Prozess die kritische Erinnerung an Herrschaft, Verbrechen und Opfer des Nationalsozialismus mit zeitgemäßen Mitteln fortführen. Hauptziele sind die Absicherung des Erreichten, die Professionalisierung von Förderung und Erinnerungsarbeit sowie die zeitgemäße Entwicklung von Vermittlungsformen und Bildungsangeboten. Die Landesregierung stellt dafür jährlich 230.000 Euro zur Verfügung.
Das Landesgedenkstättenkonzept steht Ihnen unten auf der Seite zum Herunterladen zur Verfügung.

Kirche beteiligt sich an Kultur- und Gedenkstättenarbeit

Kulturministerin Anke Spoorendonk und Landesbischof Gerhard Ulrich haben am 1. Dezember 2014 eine mehrjährige Zusammenarbeit in der Kultur- und Gedenkstättenarbeit vereinbart. Die Nordkirche beteiligt sich mit 2,5 Millionen Euro über sechs Jahre an Kulturprojekten des Landes.
Anhand dieser Vereinbarung wird sich die Nordkirche speziell an den Aufgaben zum Erhalt des kulturellen Erbes, der Gestaltung einer kulturellen Vielfalt und der Gedenkstättenarbeit beteiligen. 2015 soll eine gemeinsame Projektgruppe eingerichtet werden, die über die Verwendung der Mittel berät. Gemeinsames Ziel der Landesregierung und der Kirche ist, die Kultur und die Gedenkstättenarbeit weiter zu entwickeln.

Erstmals Bundesförderung in Schleswig-Holstein

Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund (Nordfriesland) wird bis 2017 modernisiert und konzeptionell weiterentwickelt. Erstmals gelungen ist, ein Projekt aus Schleswig-Holstein in der Bundesgedenkstättenkonzeption zu platzieren. Bevor die Bundesmittel ab 2016 fließen, wird die Maßnahme mit Landesmitteln iHv. 107.000,- Euro an die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Petri in Ladelund als Trägerin angeschoben.
Für die älteste KZ-Gedenkstätte in Schleswig-Holstein, und die einzige mit hauptamtlicher Leitung, ist eine didaktisch-methodische Überarbeitung der wissenschaftlichen Dauerausstellung dringend erforderlich. Neben einer neuen Raumkonzeption und einer zeitgemäßen medialen Vermittlung ist auch die topografische Vernetzung der Erinnerungsorte innerhalb der Gemeinde, aber auch landesweit geplant.
Die Finanzierung der Gesamtkosten von 500.000 Euro ist durch Investitionsmittel des Kulturministeriums, Projektmittel der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, Bundesmittel seitens der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Eigenmittel der Kirche gesichert.

Förderung von Schulexkursionen zu Gedenkstätten

Die Landesregierung stellt zusätzliche Fördermittel für Schülerfahrten zu Gedenkstätten und zeitgeschichtlichen Erinnerungsorten in Schleswig-Holstein in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung. Anknüpfend an das "Jahr der Kulturellen Bildung 2014" sollen damit entstehende Fahrtkosten für Schülerinnen und Schüler sowie pro Klasse bis zu zwei Begleitpersonen gefördert werden.
In Schleswig-Holstein gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Initiativen im Bereich der Erinnerungsarbeit. Die Landesregierung hat sich eine landesweite gemeinsame Konzeption, die sowohl inhaltlich als auch strukturell auf die aktuellen Entwicklungen Bezug nimmt und die Gedenkstätten und Erinnerungsorte insgesamt zukunftsfähig macht, zum Ziel gesetzt. Es geht hierbei um die Frage, wie in der heutigen Zeit die öffentliche, auf das "Dritte Reich" bezogene Erinnerungskultur, auch jüngeren Generationen noch Leitfaden und Handlungsmaxime sein kann.
Der Antragsaufwand zur Beantragung der Fahrtkosten wurde so gering wie möglich gehalten. Die Mittel werden rechtzeitig zum Termin bewilligt, so dass eine Verauslagung der Fahrtkosten nicht erforderlich ist.

Antrag auf Zuschuss zu Schülerfahrten

Bei der Antragstellung ist Folgendes zu beachten:

  • Der Antrag auf einen Zuschuss zu Schülerfahrten ist durch eine Lehrkraft spätestens vier Wochen vor dem geplanten Termin auf dem Antragsvordruck an die Bürgerstiftung Schleswig¬ Holsteinische Gedenkstätten zu stellen.
  • Dem Antrag sind beizufügen:
    - ein Fahrtkostenvoranschlag für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
    - zwei Fahrtkostenvoranschläge für die Fahrt mit einem beauftragten Busunternehmen
  • Die Verwendung der Mittel ist spätestens 4 Wochen nach der Schülerfahrt durch Vorlage der Originalrechnung nachzuweisen.

Zum Herunterladen

Details zur Antragsstellung
Antragsformular zum Herunterladen

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Frau Katharina Perrey-Holldorf
Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten
Am Gerhardshain 44
24768 Rendsburg
Telefon: 04331/143824
E-Mail:

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