Silke Schneiders Sommergespräche: Schleswig-Holstein investiert nachhaltig!
Nachhaltige Investitionen und echte Zukunftsimpulse made in Schleswig-Holstein.
Letzte Aktualisierung: 18.07.2025
Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour hat Finanzministerin Dr. Silke Schneider landesweit Projekte, Initiativen und Regionen besucht, die zeigen, wie nachhaltige Investitionen – öffentlich wie privat – echte Zukunftsimpulse setzen. Im Dialog mit Unternehmer:innen, Kommunalvertretungen und Fachleuten informiert sie sich vor Ort über Projekte, mit denen Land, Kommunen und Unternehmen aktiv in die Zukunft investieren.
Dabei standen zentrale Fragen im Fokus: Was bringt die Wirtschaft nach den einschneidenden Krisen der letzten Jahre wieder in Schwung? Welche Beiträge können Unternehmen, Wissenschaft, Forschung und politische Entscheidungsträger:innen hierfür leisten?
„Gerade jetzt ist es entscheidend, die richtigen Weichen zu stellen“, betont Ministerin Dr. Schneider. „Deshalb investieren wir als Landesregierung gezielt – etwa mit dem Sondervermögen Infrastruktur, das neue Mittel für Zukunftsinvestitionen in Klimaschutz, Mobilität, Bildung und Digitalisierung bereitstellt. Gleichzeitig setzen Bund und Länder auch steuerpolitisch gezielte Anreize – für Investitionen, Innovationen und die Stärkung des Standorts Deutschland.“
Erster Tag der Sommertour
Forschungszentrum Borstel, Nationales Referenzzentrum für Mykobakterien
Das Nationale Referenzzentrum (NRZ), bestellt durch das Bundesministerium für Gesundheit und das Robert Koch-Institut, ist an der Koordination von Maßnahmen im Kampf gegen und in der Überwachung von Tuberkulose beteiligt. Das Land hat den Neubau eines Laborgebäudes aus dem Infrastrukturprogramm IMPULS unterstützt.
„Das Forschungszentrum Borstel leistet mit seiner Spitzenforschung einen entscheidenden Beitrag, um Menschen mit schweren Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD zu helfen. Das Land fördert den Neubau des Leibniz-Respiratoriums mit 31,2Millionen Euro und das Nationale Referenzzentrum für Mykobakterien mit 7,3 Millionen Euro.Allein 18,5 Millionen Euro kommen davon aus dem IMPULS Programm. So übernehmen wir gemeinsam Verantwortung und zeigen, dass innovative Infrastruktur und Forschung zusammengehören.“
Moin.Bio Biobackwaren GmbH
Seit 30 Jahren fertigt die Biobäckerei süße und pikante Teigwaren. Alle Backwaren werden ohne chemische Zusätze oder technische Enzyme hergestellt. Das Unternehmen ist gemeinwohlzertifiziert und hat 80 Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus 12 Nationen. Es deckt seinen Strombedarf durch den Bezug von 100 Prozent Ökostrom und eigene Solarflächen.
„Die MOIN Bio Backwaren GmbH in Glücksstadt steht seit Jahrzehnten als Pionier für ganzheitliche Biobäckerei – ohne Zusatzstoffe, Palmöl oder Aromen. Die Bäckerei hat vorbildlich in ihre klimaneutrale Energieversorgung investiert. Hier merkt man, dass der Mensch im Zentrum steht – Kundschaft wie Mitarbeitende profitieren von sozialem und nachhaltigem Engagement."
Friedrichskoog, Deichspitze
Der Deich in Friedrichskoog-Spitze wird mit IMPULS-Mitteln auf einer Länge von 1,9 km verstärkt und als Klimadeich ausgebaut. Die Gemeinde Friedrichskoog nutzt die Gelegenheit der Deichverstärkung auch zur touristischen Aufwertung des Gebietes.
„Mit IMPULS-Fördermitteln des Landes in Höhe von 8,9 Millionen Euro sowie 2,7 Millionen Euro aus EU-Mitteln wird der Deich in Friedrichskoog-Spitze auf rund 1,9 Kilometern Länge zu einem modernen Klimadeich ausgebaut. Die Erhöhung auf rund 8,90 Meter über Normalhöhennull schützt rund 1500 Menschen. Dass die Gemeinde diese wichtige Maßnahme nutzt, um die Gegend touristisch noch attraktiver zu gestalten ist zu begrüßen. Wenn Klimaanpassung, Bevölkerungsschutz und Wirtschaft zusammen gedacht werden ist das zukunftsfähig.“
Zweiter Tag der Sommertour
Friedrich-Ebert-Krankenhaus
Im Friedrich-Ebert-Krankenhaus läuft eine der derzeit größten geförderten Krankenhausbaumaßnahmen in Schleswig-Holstein insgesamt. Kürzlich wurde der mit IMPULS-Mitteln geförderte Hubschrauberlandeplatz fertiggestellt.
„Am Friedrich-Ebert-Krankenhaus wird eine der größten Krankenhausbaumaßnahmen in Schleswig-Holstein umgesetzt. Dies sichert den Versorgungsbedarf in unserem Land langfristig. Der neue Dachlandeplatz für Rettungshubschrauber wurde mit 3,3 Millionen Euro aus dem IMPULS-Programm finanziert und ist nur ein Beispiel für eine moderne, zukunftsfähige Versorgung für die Patientinnen und Patienten.“
Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein (Projekt Klimafarm)
Wie können die für Klimaschutz wertvollen Moorböden wiedervernässt und gleichzeitig für die Landwirtschaft wertvoll bleiben? In Erfde werden in einem von vier bundesweiten Pilotprojekten „Klimafarm“ des Bundesumweltministeriums 400 Hektar bis 2031 wiedervernässt und Bewirtschaftungs- und Erntemethoden erprobt.
„Die Klimafarm ist ein wegweisendes Projekt, das aktiv zum Klimaschutz beiträgt, indem es nachhaltige Landwirtschaft mit innovativen Techniken verbindet. Es stellt Mensch und Umwelt gleichermaßen in den Mittelpunkt und zeigt, wie ökonomische, ökologische und soziale Ziele miteinander verbunden werden können. Die Klimafarm ist auch ein wichtiges Beispiel dafür, wie mit lokalen Ideen globalen Herausforderungen begegnet wird und zugleich wirtschaftliche Perspektiven geschaffen werden.“
Kreis Rendsburg-Eckernförde, Landrat Ingo Sander
Die Digitalisierung ist ein Schlüsselprojekt der kommunalen Verwaltung. Sie soll zu mehr Bürgerfreundlichkeit und effizienteren Abläufen führen. Im Gespräch mit Landrat Ingo Sander informiert sich Silke Schneider über den Umsetzungsstand im Kreis Rendsburg-Eckernförde.
„Land und Kommunen arbeiten gemeinsam daran, dass Schleswig-Holstein zum digitalen Vorreiter wird. Das Land SH unterstützt die Kommunen bei der Digitalisierung Ihrer Verwaltungsleistungen umfassend und stellt viele Basisdienste zur Verfügung. Der Landkreis Rendsburg-Eckernförde hat eine Digitalisierungsstrategie entwickelt und geht in Sachen digitale Bürgerservices voran. Dies spüren die Bürgerinnen und Bürger durch viele digitale Verwaltungsangebote. Vieles, was früher weite Strecken in der Region erforderte, kann schnell und ohne Wartezeit von zu Hause erledigt werden.“
Dritter Tag der Sommertour
GP Joule
GP JOULE ist als integrierter Energieversorger in allen Teilen der Energie-Wertschöpfungskette aktiv – von der Erzeugung über die Umwandlung und Verteilung bis zur Nutzung. Das Unternehmen mit Sitz in Reußenköge hat sieben Standorte in Deutschland und weitere in Europa, USA und Kanada.
„GP Joule setzt auf innovative und nachhaltige Energielösungen und treibt so die Energiewende made in Schleswig-Holstein aktiv voran. Das Unternehmen übernimmt damit eine Vorreiterrolle in der Branche und schafft gleichzeitig wirtschaftliche Impulse für die Regionen, in denen es tätig ist.“
Amt Föhr-Amrum
Auf Einladung von Amtsdirektor Stemmer besucht Silke Schneider Föhr, um sich über aktuelle Themen, Entwicklungen und Herausforderungen auf Föhr und Amrum zu informieren. Auch ein mit IMPULS gefördertes Infrastrukturprojekt steht auf dem Programm.
„Die Nordseeinseln stehen vor besonderen Herausforderungen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind hier besonders spürbar sind. Ein Austausch wie heute ist mir wichtig, um die Herausforderungen vor Ort zu verstehen. Gleichzeitig freut es mich, dass wir mit Mitteln aus IMPULS in Höhe von 250.000 Euro die Sanierung des Sportplatzes hier unterstützen können. Die neue Anlage kommt mehreren Schulen und Vereinen zugute und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft vor Ort.“
Vierter Tag der Sommertour
Firma Brüggen
Das 1868 gegründete Familienunternehmen ist führender Hersteller von Frühstückscerealien. Hanno, Jochen und Johannes Brüggen führen das Unternehmen heute in vierter Generation. Das Unternehmen zeichnet sich seit vielen Jahren durch ein stetiges Wachstum aus und schafft auch am Standort Lübeck beständig neue Arbeitsplätze. Brüggen beschäftigt über 2.000 Mitarbeitende in drei Ländern.
„Die Firma Brüggen steht seit über 150 Jahren für hochwertige Frühstückscerealien und setzt einen starken Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit. Das Familienunternehmen verbindet Tradition und Fortschritt durch innovative Produktionsprozesse, verantwortungsvollen Ressourceneinsatz sowie vertrauensvolle und konstruktive Partnerschaften. So geht zukunftsfähige Unternehmensführung.“
Restaurant am Ihlsee
Das „Restaurant am Ihlsee“ ist ein Restaurant mit Restaurantbetrieb, Räumen für Feierlichkeiten und Events. Bei Gastronom Lutz Frank informiert sich Silke Schneider über den Restaurantbetrieb und die Lage der Gastronomie-Unternehmen in Schleswig-Holstein.
„Ich habe im Restaurant am Ihlsee die typisch schleswig-holsteinische Gastlichkeit erleben können. Gastronomie und Tourismus sind Schlüsselbranchen in Schleswig-Holstein. Der Austausch mit Gastronomen und Gastronominnen und der DEHOGA ist mir wichtig. Dieser Dialog ist entscheidend, um die Herausforderungen der Branche zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven auszutauschen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
HanseWerk Natur Holzgaskraftwerk
In Wahlstedt wandelt ein Holzgaskraftwerk seit rund einem Jahr regionales Waldrestholz in grünes Gas und dies weiterhin in Strom, Wärme und Pflanzenkohle um. Der Bau wurde über die WTSH aus dem Programm EFRE gefördert.
„Mit dem neuen Holzgaskraftwerk in Wahlstedt setzt HanseWerk Natur ein starkes Zeichen für die Energiewende in Schleswig-Holstein. Die Anlage versorgt Haushalte und Betriebe mit klimafreundlicher Wärme und Strom – gewonnen aus regionalem Restholz, für das es keine andere Verwendung mehr gibt. Das Projekt verbindet also Umweltschutz mit regionaler Wertschöpfung und zeigt, wie nachhaltige Energiegewinnung heute schon funktioniert.“
Letzter Tag der Sommertour
Firma Basler AG
Die international tätige Basler AG fertigt Produkte rund um die digitale Bildbearbeitung. Im EcoVadis-Nachhaltigkeitsranking erhielt das Unternehmen 2025 die Bronzemedaille.
„Die Basler AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Kameras für die industrielle Bildverarbeitung und beschäftigt Mitarbeitende in Europa, Asien und Nordamerika. Das Unternehmen verbindet Innovation und technologische Spitzenleistung mit klaren Werten wie höchste Qualität, absolute Zuverlässigkeit und nachhaltige Herstellungsprozesse. Auch die Verantwortung und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden wird großgeschrieben. Damit ist das Unternehmen auch in herausfordernden wirtschaftlichen Zeiten gut aufgestellt und als Arbeitgeber attraktiv.“
Schulzentrum Nord mit Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder
Das Schulzentrum Nord ist die erste Schule in Schleswig-Holstein mit Eisspeicher-Wärmepumpe – ein wichtiger Schritt Richtung Klimaneutralität bis 2040.
„Das Land unterstützt die Kommunen bei ihren Investitionen, u.a. mit Mitteln aus dem neuen Sondervermögen Infrastruktur. In den kommenden 12 Jahren erhalten die Kommunen 62,5 Prozent der Mittel aus dem Sondervermögen, die Schleswig-Holstein zustehen. Das sind etwa 180 Millionen Euro im Jahr. Wir sind uns einig, dass wir die Verfahren so unbürokratisch wie möglich gestalten wollen. Der Bedarf für Zukunftsinvestitionen ist auch in Norderstedt groß. Daher ist der direkte Austausch stets bereichernd. Besonders der Eisspeicher am Schulzentrum Nord ist ein großartiges Beispiel, wie innovativ hier gedacht wird und wie die Stadt Richtung Klimaneutralität voran geht.“
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